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Schweizer Armee: Vier bewusstlose Rekruten in Panzer gefunden

Mitglieder der Armee werden per Helikopter ins Spital geflogen.
Mitglieder der Armee werden per Helikopter ins Spital geflogen. Bild: facebook/airzermatt

Entwarnung nach Unglück bei der Schweizer Armee: Soldaten sind ausser Lebensgefahr

Bei einer Übung der Schweizer Armee erlitten vier Soldaten eine Kohlenmonoxidvergiftung. Sie befinden sich aber ausser Lebensgefahr.
04.05.2021, 10:3804.05.2021, 16:40

Bei einer Armee-Übung nach einer Übernachtung im Panzer sind am Simplonpass vier Soldaten bewusstlos und verletzt aufgefunden worden. Drei von ihnen mussten an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht auf Dienstag auf einem Artillerieschiessplatz, wie das Nachrichtenportal tagesanzeiger.ch berichtete. Ein Sprecher der Armee bestätigte den Vorfall.

Ein Schuetzenpanzer M113 am 4. Juni 2003 in voller Fahrt bei Frauenfeld. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === , ===
Ein Schuetzenpanzer M113 am 4. Juni 2003 in voller Fahrt bei Frauenfeld.Bild: KEYSTONE

Die vier Soldaten seien mit einer Kohlenmonoxidvergiftung von Kameraden gefunden worden, sagte Armeesprecher Daniel Reist. Sie wurden mit Rettungshelikoptern ins Spital geflogen. Gesamthaft waren drei Helikopter und eine Ambulanz im Einsatz, wie die Air Zermatt mitteilte.

Drei der Soldaten wurden ins Universitätsspital nach Genf geflogen. Einer wurde mit der Ambulanz ins nächstgelegene Spital gebracht. Der Zustand aller Soldaten ist laut Armee nicht lebensbedrohlich.

Die Soldaten müssten nicht mit Langzeitfolgen rechnen, sagte Reist zu «20 Minuten». «Möglicherweise sind Abgase hereingekommen, möglicherweise stand eine defekte Standheizung am Ursprung des Unfalls», so Reist. Der Unfall werde jetzt untersucht.

Nacht im Panzer verbracht

Bei den vier Soldaten handelt es sich um drei Rekruten und einen Wachtmeister, welche die Nacht für eine Übung der RS in einem Schützenpanzer verbracht haben. Es war eine der letzten Übungen der Rekrutenschule im Artillerieausbildungszentrum in Bière VD, bevor die RS am 21. Mai endet.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die vier Männer den Motor laufen lassen, damit die Heizung wegen kalten Temperaturen funktioniert, schrieb tagesanzeiger.ch. Dabei könnte das Gas in den Innenraum geraten sein.

Laut Air Zermatt konnte nach ersten Erkenntnissen wegen der bedeckten Heizung kein Luftaustausch stattfinden, was zu der Vergiftung führte. Klar ist, dass das Kohlenmonoxid bei einem Verbrennungsvorgang entstanden ist. Ob das Gas aber vom Motor oder der Heizung kam, wird nun von der Militärjustiz untersucht, wie der Armeesprecher erklärte. (sda)

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