Schweiz
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South Vietnamese, or ARVN, artillery and tanks are shown near the town of Dong Ha, South Vietnam, April 3, 1972. Dong Ha, just south of the DMZ buffer zone, was hit by heavy North Vietnamese artillery for several days. South Vietnamese troops pulled to the southern side of the Dong Ha River on blew up a bridge behind them, slowing the North's advance. (AP Photo/Jacques Tonnaire)

Eine Aufnahme aus dem Jahr 1972, nahe der Stadt Dong Ha, in Südvietnam. Bild: AP

Das Bombengeschäft – wie die Schweiz vom Vietnamkrieg profitierte

Ein junger Historiker hat eine Studie zu fragwürdigen Lieferungen an die Amerikaner während des Vietnamkriegs veröffentlicht. Der Skandal blieb aus.



Was ist passiert?

Der «Tages-Anzeiger» hat am Montag über einen bislang unbekannten Aspekt des Vietnamkriegs berichtet, in dem die Schweiz eine äusserst unrühmliche Rolle spielte.

Schweizer Firmen verkauften während des Vietnamkriegs Hunderttausende Uhrenteile an die Amerikaner. Diese Teile – im Fachjargon Pinions and Gears genannt – wurden als Zünder für Artillerie- und Flugabwehr-Geschosse verwendet.

Die hiesige Uhrenindustrie habe mit solchen Exporten in die USA zwischen 1965 und 1973 gut 120 Millionen Franken eingenommen. Im Vietnamkrieg starben vorsichtigen Schätzungen zufolge 2,5 Millionen Zivilisten und Soldaten.

Artillerie im Einsatz

abspielen

Video: YouTube/DOCUMENTARY TUBE

In Vietnam, wo Panzer wenig ausrichten konnten und die grossen Feldschlachten ausblieben, gehörte die Artillerie zu den wichtigsten Waffen der Amerikaner.

Je stärker der Vietnamkrieg eskalierte, desto besser lief das Schweizer Zündergeschäft. 1968 erreichen die Exporte ihren Höhepunkt. Es war das Jahr der Tet-Offensive und des My-Lai-Massakers und das Jahr, in dem die meisten Amerikaner starben.

Woher wissen wir das?

Der junge Historiker Christian Schaniel hat sich mit der Schweizer Beteiligung am Vietnamkrieg befasst. Seine Studie ist heute Montag auf Dodis.ch veröffentlicht worden, der Website für diplomatische Dokumente der Schweiz.

Eine Umfrage des «Tages-Anzeigers» bei Vietnamkriegsforschern im angelsächsischen und deutschsprachigen Raum ergab, dass der Export von Schweizer Zündern bis dato unbekannt war.

Wie wurde das geheimgehalten?

1969 war der «Tages-Anzeiger» an der Geschichte dran, ein Student belieferte die Zeitung mit Informationen über die Zünderexporte einer Basler Uhrenfabrik. Da sei die Aufregung im Bundeshaus bereits gross gewesen: Der Tagi-Reporter Sepp Moser, heute ein bekannter Aviatikexperte, hatte zuvor aufgedeckt, dass im Vietnamkrieg Pilatus-Flugzeuge zum Einsatz kamen. Zudem war 1968 aufgeflogen, dass Oerlikon-Bührle die Verwaltung mit gefälschten Dokumenten genarrt und Kanonen in Kriegsländer exportiert hatte.

Beim «Tages-Anzeiger» recherchierte Peter Studer zur Zündergeschichte. Der junge Redaktor und spätere Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» und des Schweizer Fernsehens beschäftigte sich schon länger mit dem Vietnamkrieg, wurde jedoch von einem hohen Beamten aus Bern ausgebremst.

Der Chefbeamte Raymond Probst habe Studer und dessen Chefredaktor im August 1969 besucht – und ihnen in einem dreistündigen Gespräch die Geschichte mit den Zündern ausgeredet. Dem gleichen Beamten gelang es später auch, den Bericht eines Genfer Journalisten zu stoppen.

«Der grosse Skandal, zu dem diese Affäre allen Anlass gegeben hätte, blieb aus.»

«Tages-Anzeiger», 2019

Warum muss uns das heute noch interessieren?

Am Fall der Vietnam-Zünder zeige sich ein bis heute chronisches Dilemma der Schweiz, schreibt Tagi-Redaktor Linus Schöfer, der für das Kultur-Ressort schreibt:

«Eine leistungsfähige, hoch spezialisierte Industrie fertigt Produkte, die zwar nicht in erster Linie für militärische Zwecke hergestellt werden, die aber eben auch bestens dafür eingesetzt werden können.»

Der Fachbegriff heisse «Dual Use».

«Auf der anderen Seite steht eine Verwaltung, deren moralischer Kompass flackert, deren juristische Orientierung zwischen ungenauen Paragraphen verlorengeht und in deren Nacken Unternehmer sitzen, die auf die volkswirtschaftliche Bedeutung ihrer Exporte und die Arbeitsplätze verweisen.»

Wie verhielt sich der Bundesrat?

Die Schweizer Landesregierung sei sich der Brisanz der Lieferungen dieser Teile bewusst gewesen, schreibt der Historiker. Der Bundesrat habe aus handels- und industriepolitischen Gründen versucht, das Ausmass, wie auch die hauptsächlich militärische Verwendung der Dual-Use-Produkte geheim zu halten.

Die Zulassung der Zünder-Exporte durch die Bundesverwaltung basierte offenbar in erster Linie auf einem wirtschaftlichen Worst-Case-Szenario. Laut Schaniels Studie wurde befürchtet, dass die Amerikaner die 1967 abgeschafften Uhreneinfuhrzölle wieder in Kraft setzen könnten. Dies hätte die Schweizer Unternehmen empfindlich getroffen.

Quellen

Studie von Christian Schaniel: «Explosive» Exporte in die USA. Schweizer Zahnräder und Getriebe als Zünderbestandteile im Vietnamkrieg 1965–1973. (via dodis.ch)

«The Vietnam War» (2017) – Netflix-Doku: Beim Streaming-Dienst gibts die wohl beste TV-Dokumentation zum Vietnamkrieg. Die Filmemacher Ken Burns und Lynn Novick präsentieren eine 18-stündige, packende Chronik aus der Sicht der Soldaten, Demonstranten, Politiker und Familien.

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MGPC 09.07.2019 21:29
    Highlight Highlight Ist nichts neues das die Schweiz zu denen geht die am meisten zahlen, oder die die am meisten zahlen hierherkommen. Wenn die Banken keinen Krieg wollten, würde es auch keinen geben.🤷🏻‍♂️
  • Maedhros Niemer 09.07.2019 14:25
    Highlight Highlight "Fun Fact"
    Schon im Niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen habs. Spanien hat die Schweiz beider Seiten (Ref. & Kath) Söldner vermietet.
    Diese Form von Neutralität hat also eine seehr lange Tradition.
  • Ricardo Tubbs 09.07.2019 09:10
    Highlight Highlight immer wieder lustig wie man sich mit neutralität und vorzeigedemokratie brüstet.

    fakt ist, wo es was zu verdienen gibt, ist die schweiz nicht weit.
  • Tenno 09.07.2019 07:17
    Highlight Highlight Die Schweizer sind wie die Amis. Reiner Kapitalismus und einmal pro Jahr Suppe für Bedürftige ausschenken und das Gewissen ist beruhigt.
    In der Schweiz ist es dann einfach ein bisschen Rotes Kreuz oder Boat People oder Flüchtlinge aufnehmen.
    Wir könnten locker ein Gesetz verabschieden, dass in der Schweiz produzierte Waffen oder Teilstücke für Waffen nur für die Schweiz produziert werden dürfen. Wer etwas davon exportiert, bekommt eine Gefängnisstrafe a la Mord sowie als Firma eine Geldstrafe in der Höhe der Bilanzsumme.
  • Trashbag 08.07.2019 22:04
    Highlight Highlight Das sind 48.-/Leben, für diejenigen die sich fragen was der Wert eines Lebens ist.
    • P. Silie 08.07.2019 23:27
      Highlight Highlight Ihre Rechnung hinkt.. es sind nicht 2 mio durch unsere 'Teile' umgekommen. Ehre wem Ehre gebührt, aber viele sind durch einfaches Gewehrfeuer und oder andere Waffen umgekommen.

      Und wenn sie die 2 mio aufrechnen wollen, so waren die gesamten Kriegskosten weit höher bei geschätzten USD 1,020,000,000,000 (1.02 bio (Trillion für Amis)). Das ist ohne die Kosten für Veteranen und deren Familien. Somit dürften sich die Kosten auf USD 510,000 / Toten belaufen.
  • FrancoL 08.07.2019 20:16
    Highlight Highlight Das alles würde mich nicht stören, es gehört offenbar zu unserer Welt, aus wenn ich dies nicht gut heisse. Aber was ich bedenklicher finde ist dass ein Teil der Schweiz häufig und gerne mit dem Finger auf andere zeigt und sich auch überlegen fühlt. Die Schweiz hat ihre Neutralität mehrfach verletzt, aber ein Teil der Schweizer führt bei jeder Gelegenheit die Neutralität als das höchste Gut ins Feld. Das ist alles andere als ein "feines" Verhalten.
    • P. Silie 08.07.2019 21:31
      Highlight Highlight Naja - am neutralsten wäre es ja Waffen an beide Seiten zu verkaufen.. Aber da wir Marktwirtschaft haben können die Parteien immernoch selber auswählen mit welchen Waffen sie einander vernichten möchten.. wir können die nicht zwingen unsere Waffen zu kaufen.
    • FrancoL 08.07.2019 22:02
      Highlight Highlight @P.Silie; Etwas gar abwegige Argumentation die Du da bringst. Als neutrales Land sollte man eigentlich keine Waffen verkaufen, weder der einen noch der anderen Seite und schon gar nicht im Verdeckten oder unter vielen Deckmäntelchen.
      Die Schweiz wäre in der guten Lage dies machen zu können, die Rüstungsindustrie ist ja nicht gerade das Paradepferd.
      Wenn man nun dies trotzdem tut sollte man wenigstens nicht auf andere zeigen und sich abschätzig äussern, wenn andere Regierungen neben der Spur laufen.
    • Makatitom 09.07.2019 00:31
      Highlight Highlight Die Neutralität haben wir übrigens den damaligen Grossmächten Russland, üOsterreich und Preussen zu verdanken. Sie wurde uns also von "fremden Richtern" aufgezwungen. Nur um mal aufzuzeigen wie lächerlich "Eidgenossen" immer argumentieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 08.07.2019 20:02
    Highlight Highlight Erschreckend!
    Waffen Hersteller die an einem krieg verdienen.
    Nein! Und dann auch noch an eine kriegspartei liefern....
    Das wäre ja so schlimm wie wenn 🇩🇪 Waffen an, Name einsetzen, liefert und erwartet das bittschön kein Schaden damit angerichtet wird. Ich finde für Waffen und Munitions Hersteller sollten höhere Steuern gelten und das zusätzliche Geld in Flüchtlingshilfe eingesetzt werden. Ach ne die arbeitsplätze, ja totschlag Argument...
    Vielleicht umsatteln auf grüne Technologie, ist ja nicht so das das kein Wachstumsmarkt ist...
  • Glücksbringer 08.07.2019 19:59
    Highlight Highlight Rüstungsindustrie ist Killerindustrie.
    • CrimsonTide 08.07.2019 21:13
      Highlight Highlight Und wie nennen Sie Monsanto?
    • Glücksbringer 08.07.2019 22:01
      Highlight Highlight @ Crimson. Killerchemie
    • ghawdex 09.07.2019 02:02
      Highlight Highlight Die Uhrenindustrie ist eine Rüstungsindustrie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AnDerWand 08.07.2019 19:52
    Highlight Highlight Die Schweiz mag neutral sein, das stimmt und finde ich auch gut so.
    Gleichzeitig sind wir aber ein arbeitstüchtiges Volk voller Unternehmer. Und der Unternehmer/ Gschäftlimacher denkt nun mal zuerst ans Geschäft, an sich und danach an die Moral, Gesellschaft.

    Wir sind einfach ein schlaues heimlifeisses Volk, welches vorne Durch Neutralität und Moral predigt, insgeheim sind wir aber einfach Gschäftlimacher

    Die Geschichte lässt grüssen
    • Stamix 08.07.2019 21:08
      Highlight Highlight am Reichtum einiger Schweizer und dem Staat klebt viel Blut. Das ist nicht "gschäftli" machen, nicht Cleverness. "Neutalität ist keine Gesinnung, sondern Strategie" - hatten unsere Vordenker erkannt.
    • Tenno 09.07.2019 07:13
      Highlight Highlight Die Neutralität geht auf den Wiener Kongress zurück.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neutralit%C3%A4t_der_Schweiz?wprov=sfla1

      Würde da nicht von Strategie reden. Die Schweizer sind trotz grosser Sturheit sehr anpassungsfähig und darum finden sie auch in einem solchen Fall einen Weg, Geschäfte zu machen.
    • Alnothur 10.07.2019 14:49
      Highlight Highlight Nein, Tenno. Die Neutralität wurde von der Schweiz 1674 selbstauferlegt.
  • Against all odds 08.07.2019 19:51
    Highlight Highlight Solange Wirtschaft und Politik dermassen verbandelt sind (Lobby), ist die Verwendung von „Dilemma“ nur billig.
  • rönsger 08.07.2019 19:30
    Highlight Highlight ... und nun kennen wir wohl endlich den wahren Grund für die Uhrenkrise der 70 Jahre, die zu einem beispielslosen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang einer ganzen Region und Massenarbeitslosigkeit führte, nachdem die Kriegsgewinnler ihre Gewinne ins Trockene gebracht hatten.
    • Entenmann 08.07.2019 22:38
      Highlight Highlight Was ist denn Ihrer Meinung nach der wahre Grund?

      Bzw. inwiefern hätte die Uhrenkrise durch einen Verzicht auf die hier kritisierten Lieferungen verhindert werden können?
  • Phippu Skriminelli 08.07.2019 19:16
    Highlight Highlight Im zweiten Weltkrieg haben die Schweizer auch sehr viel Geld verdient. Nur kehrt das leider jeder “Eidgenosse“ unter den Teppich. Ach die neutrale kleine Schweiz hat mehr dreck am stecken als es uns lieb ist.
    • Chrigi-B 08.07.2019 20:16
      Highlight Highlight Wenigstens sind wir nicht wie die Windfahnen in Österreich und Italien freiwillig ins gelobte Reich eingetretten?
    • P. Silie 08.07.2019 21:39
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass es gewusst oder unbewusst unter den Teppich gekehrt wird. Es geht schlichtweg um das Anerkennen der Realitäten. Die Schweiz hätte 0 (NULL) Chancen in einem bewaffneten Konflikt mit Deutschland oder Italien gehabt. Um zu überleben musste man schon andere Strategien fahren. Im Nachhinein sind bzw. waren die natürlich nicht immer sauber, aber es hielt den Krieg von unserer Grenze fern (ausser einige irrtümlich abgeworfene Bomben über Schaffhausen).
  • Nurmalso 08.07.2019 19:08
    Highlight Highlight Ja so sind die Schweizer halt...

    Waffenlieferungen? Klar doch
    Geld bunkern von Kriegsparteien ? Sicher.
    Mitreden ? Natürlich.
    Geschäfte mit Kriegsparteien? Sowieso

    Aber wenn mal jemand böse schaut....

    !!!!!!!Hey wir sind neutral!!!!!!


    Und da soll man stolz drauf sein ? Macht ihr mal...
    • P. Silie 08.07.2019 21:42
      Highlight Highlight Schauen Sie, wenn ich Ihnen einen Baseballschläger verkaufe, so ist es immernoch in Ihrer Verantwortung ob Sie damit Baseball spielen oder Ihre/n Lebenspartner/in damit malträtieren wollen.

      Und wenn ich Ihnen den Baseballschläger nicht verkaufe, dann kaufen Sie eben den Cricketschläger vom Nachbarn.
    • RicoH 08.07.2019 23:04
      Highlight Highlight @P.Sillie

      Ich habe mir lange überlegt, was ich ihnen entgegnen möchte. Habs aber aufgegeben.

      Wenn Menschen ohne Moral und Skrupel nur den Profit sehen (wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer), ist jede Argumentation nutzlos.
    • Nurmalso 09.07.2019 05:30
      Highlight Highlight Klar, Ihr Gewissen könnte sich ja beim Verkaufen einreden, dass ich tatsächlich Baseball spiele, obwohl ich 200 Kg schwer bin und mein Lebenspartner offensichtlich gestern schon ein blaues Auge hatte.

      Aber wenn ich ein Land bin und Sie mir ein Raketensystem und 20 Panzer verkaufen, wird es wahrscheinlich schon schwerer mit dem selbst Belügen.

      Ich finde nicht, dass Geldgier eine Entschuldigung ist für Verantwortungslosigkeit.



  • Chrigi-B 08.07.2019 18:52
    Highlight Highlight 2 geben sich auf die Nuss und wir profitieren. War schon immer so, nur sind wir schlauer geworden. Früher haben unsere Söldner gekämpft, heute zocken wir eifach Industriell ab. 👌🏻👍🏻
    • Froggr 08.07.2019 20:43
      Highlight Highlight Definitiv lieber das Zweite.
    • RicoH 08.07.2019 23:35
      Highlight Highlight Aber sicher Froggr

      und damit das auch gut klappt, forschen wir fleissig weiter, wie Tötungsmaschinen noch präziser und effizienter gemacht werden können.

      Wow, bin gerade sehr stolz auf unsere Industrie und auf die neutrale Schweiz

      nicht
  • Pümpernüssler 08.07.2019 18:49
    Highlight Highlight Sind doch nur Ersatzteile für Uhren 🤣
    • Alphonse Graf Zwickmühle 08.07.2019 19:34
      Highlight Highlight Welche Ersatzteile fehlen dir so?
    • Pümpernüssler 08.07.2019 21:13
      Highlight Highlight Ironie wohl nicht verstanden was? 🤣
    • Alphonse Graf Zwickmühle 08.07.2019 21:36
      Highlight Highlight Wer jetzt, du?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Couleur 08.07.2019 18:48
    Highlight Highlight Was mir auch in diesem Artikel immer noch fehlt: Die konkreten Namen der Unternehmen, die Teile lieferten.
    • Froggr 08.07.2019 20:49
      Highlight Highlight Keine Angst. Mir denen wirst du wahrscheinlich eh nie zu tun haben.
    • P. Silie 08.07.2019 21:44
      Highlight Highlight Erstellen Sie ein Register mit den Firmen? Wollen Sie diese boykottieren?

      Dann viel Spass.. das einzige Produkt dass Sie dann schlussendlich wohl noch mit gutem Gewissen kaufen dürfen wird die Erdbeer-Marmelade von Tante Trudi's Gärtchen sein... es sei denn Tante Trudi hat Ameisen zerquetscht beim Versuch die Erdbeeren zu ernten.
    • HabbyHab 09.07.2019 11:24
      Highlight Highlight P. Silie, wie er leibt und lebt. Alles ins Lächerliche ziehen (:
    Weitere Antworten anzeigen
  • dis_Mami_het_gseit 08.07.2019 18:41
    Highlight Highlight Ich muss immer lachen wenn irgendjemand von der humanitären Tradition der Schweiz spricht.

    Ja genau! 😂
    • Grittibenz 08.07.2019 19:54
      Highlight Highlight Es scheint keine 1. August Rede ohne diese Worte zu geben
    • P. Silie 08.07.2019 23:34
      Highlight Highlight ..und ich muss immer lachen, wenn humanitäre Tradition mit Pazifismus und Appeasement verwechselt werden.

      Si vis pacem para bellum
  • Pius C. Bünzli 08.07.2019 18:38
    Highlight Highlight Achsoo die Schweiz ist Zulieferer von kriegstreibenden Staaten. Mal ganz was neues. Ich frage mich wieso dies keinen schockt.
    • NotSokra 08.07.2019 19:49
      Highlight Highlight Weil jeder Schweizer indirekt davon profitiert
  • Turrdy 08.07.2019 18:34
    Highlight Highlight Ah ja, voll easy. Dann können die Exporte nach Saudi-Arabien und Konsorten ja weitergehen. Frei nach dem Motto: "Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!" 🙈
  • Liselote Meier 08.07.2019 18:21
    Highlight Highlight Äh wenn man seit 65 den USA Zünder für den Vietnamkrieg liefert, ist das Argument mit dem abgeschafften Uhreneinfuhrzölle 67 ziemlich Fadenscheinig. Warum wurden sie denn 65 bewilligt?

    Und warum hatte man diese Zünder bis Ende 80er an Südafrika geliefert, trotz UNO-Embargo?

    Wer den Verlautbarungen des Bundesrates betreffend Kriegsmaterial-Exporten immer noch glaubt, dem ist nicht zu Helfen.



  • Sherlock_Holmes 08.07.2019 18:21
    Highlight Highlight Grundsätzlich leider nichts Neues – damals wie heute überwiegen oftmals die wirtschaftlichen Interessen gegenüber ethischen Richtlinien.

    Nach dem Motto – zuerst das Fressen, dann die Moral.
    Die anderen tun es schliesslich auch.

    Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass solche Entscheide auf Gesetzes - und nicht auf Verordnungsstufe geregelt werden.

    Darüber muss zwingend das Parlament entscheiden, sodass die Beschlüsse dem Referendum unterstehen.

    Wenn wir über die finanziellen Rahmenbedingungen von Kampfjets mitentscheiden, ist es nur folgerichtig dies auch bei ethischen Grundsätzen zu können.
  • TanookiStormtrooper 08.07.2019 18:00
    Highlight Highlight Neutralität war schon immer allen die es sich leisten können Waffen oder was auch immer zu verkaufen.
    Schweizer Qualität für alle. Sind wir nicht unglaublich grosszügig?
  • ingmarbergman 08.07.2019 17:58
    Highlight Highlight Tja, alle Leute die sich über Flüchtlinge aufregen. Wenn die Schweiz sich an der Ausbeutung der 3. Welt nicht so bereichern würde, dann müssten vielleicht auch weniger Leute fliehen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.07.2019 19:58
      Highlight Highlight Ui ui ui ui
      Ein ganz besonders unangenehmer Punkt für unsere Nationalisten. 😂👍
  • Statler 08.07.2019 17:57
    Highlight Highlight Gibt's eigentlich irgend einen Krieg, an dem die achso «neutrale» Schweiz nicht mitverdient?
    • Unserious_CH 08.07.2019 18:07
      Highlight Highlight Sie verdient überall gleich mit, sie ist ja neutral.
    • AdvocatusDiaboli 08.07.2019 18:08
      Highlight Highlight Das kommt darauf an wen du mit "die Schweiz" genau meinst. Wenn du das sehr generell meinst, dann kann man deine Frage durchaus mit nein beantworten.
    • G. 08.07.2019 18:10
      Highlight Highlight Eine gute Frage...

      Mit der Zeit werden wir es erfahren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 08.07.2019 17:50
    Highlight Highlight Millionenfacher Tod mit Schweizer Präzision und dem Wissen und der Duldung durch die Politik, also jenen, die gerne unsere Neutralität beschwören.

    Ein guter Grund, sich über die Konzernverantwortung Gedanken zu machen! Kommt bald auch an Ihrer Urne!
  • R. Bse 08.07.2019 17:43
    Highlight Highlight Wir sind neutral, um etwas daran zu verdienen; denn mit Waffenlieferungen mischen wir uns sehr wohl in Kriege ein, seit jeher und bis heute.

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

Der Nationalrat ist gegenüber Versuchen zur kontrollierten Abgabe von Cannabis grundsätzlich positiv eingestellt. Trotzdem gibt es noch Widerstand gegen den Experimentierartikel. Wann die ersten Versuche in Schweizer Städten starten und was du sonst noch dazu wissen solltest, liest du hier.

2018 gab der Ständerat grünes Licht für die Cannabis-Versuche und einen neuen Experimentierartikel. Der Ball lag damit beim Nationalrat. Hier hat sich nun Widerstand gegen die Vorlage formiert. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat auf Stichentscheid des Kommissionspräsidenten die Vorlage knapp abgelehnt.

Der Nationalrat konnte daraufhin lediglich darüber entscheiden, ob er die Gesetzesvorlage gutheisst, über die Details wird er jedoch vorerst nicht befinden. Nun wird die …

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