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Demonstration gegen Armeeübung «Conex 26» in Liestal verläuft friedlich

Demonstration gegen Armeeübung «Conex 26» in Liestal verläuft friedlich

20.06.2026, 16:5720.06.2026, 16:57
No COnex 26 Demonstration
Mit der Übung Conex 26 trainiert die Armee in der Nordwestschweiz – nicht allen gefällt das.Bild: keystone-sda

Rund 200 Personen haben am Samstagnachmittag in Liestal gegen die Armeeübung Conex 26 demonstriert. Die Veranstaltung durch die Baselbieter Hauptstadt verlief friedlich.

Die Demonstrierenden, vorwiegend junge Menschen, versammelten sich nach 14 Uhr beim Bahnhof in Liestal und zogen schliesslich durch die Stadt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Die Polizei war präsent, musste aber nicht eingreifen. Sie leitete punktuell den Verkehr um.

Der Demonstrationszug setzte sich um 14.30 Uhr in Bewegung, wobei Parolen gegen Armee, Faschismus und Kapitalismus skandiert wurden. Zunächst bewegte er sich Richtung Norden zur UBS-Filiale, wo eine erste Rede gehalten wurde. Die Schweiz und Schweizer Rüstungsunternehmen wurden als Kriegsprofiteure kritisiert und für zivile Opfer in Gaza verantwortlich gemacht, auch im Zusammenhang mit Drohnenkäufen der Schweiz beim israelischen Rüstungskonzern Elbit.

Israelfeindliche Parolen

In der Folge wurden auch Parolen gerufen, die die Befreiung Palästinas verlangen und Israel das Existenzrecht aberkennen. Bei einem Halt beim Ziegelhofareal gegen 14.50 Uhr wurde von einer Rednerin Sexismus in der Armee kritisiert. Gleichberechtigung bedeute nicht, dass Frauen ins Militär müssten, sondern dass niemand ins Militär müsse, hiess es.

Die Demo zog weiter in Richtung Kaserne, wo nach 15 Uhr eine weitere Rede gehalten wurde. Sämtliche Vernetzungen mit dem Militär würden der Kriegsvorbereitung dienen, hiess es. Das wolle man nicht. Das Militär zeigte dabei keine sichtbare Präsenz.

Von dort aus zog die Menge zum Regierungsgebäude, wo das Entlastungspaket 27 des Bundes kritisiert wurde. Es werde am Service Public gespart und in Rüstung investiert, rief eine Rednerin. Auch den Hochschulen würden Gelder entzogen und stattdessen in die Militärforschung gesteckt.

Von dort aus kehrte die Demonstration zum Bahnhof zurück, wo noch einige Parolen gerufen wurden, bis sie sich schliesslich um 16 Uhr vollständig aufgelöst hatte.

In den Tagen zuvor war in den sozialen Medien und auf Webseiten zur Demonstration aufgerufen worden.

Darum geht es bei der Conex 26

Die Grossübung Conex 26 findet vom 1. bis 28. Juni in der Nordwestschweiz statt, wie der Kanton Baselland mitteilte. Dabei komme es zu «sichtbaren militärischen Aktivitäten». Laut Mitteilung des Bundesrats sind rund 3500 Angehörige der Armee beteiligt, die «rasche Mobilisierung und Einsätze im Umfeld erhöhter Bedrohung üben». (sda)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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001243.3e08972a@apple
20.06.2026 17:19registriert Juli 2024
Durch Liestal - dann war die Demo nach 4 Minuten vorbei?
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FaktenImFondue
20.06.2026 22:26registriert Oktober 2025
"Sämtliche Vernetzungen mit dem Militär würden der Kriegsvorbereitung dienen."
Dazu kann ich nur sage, Si vis pacem, para bellum.

Ein paar dümmliche Kinderchen die irgendwelche Parolen rufen, von denen sie nicht verstehen was sie bedeuten.
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