Schweiz
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Hussain reiste als 15-Jähriger allein in die Schweiz ein. Bild: Kenneth Nars (Basel, 19. August 2020)

Minderjähriger Flüchtling wurde als volljährig eingeschätzt – mit verheerenden Folgen

Als minderjähriger Asylsuchender kam Hussain 2018 in die Schweiz. Erst jetzt wird er auch so behandelt – mit Folgen.

Silvana schreier / ch media



«Wie alt sind Sie?» Es ist eine simple Frage, die ihm die Migrationsbehörden im August 2018 stellten. Doch für das Leben von Hussain* ist sie folgenschwer.

Als der junge Afghane die Frage beantworten muss, ist er 15 Jahre alt. Er reiste allein in die Schweiz ein, wurde im Bundesasylzentrum in Basel untergebracht. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) befragte ihn zu seinen Fluchtgründen, seiner Identität und eben seinem Alter. Hussain gab sein Geburtsdatum an, beweisen konnte er es aber nicht: Seinen afghanischen Personalausweis – die Tazkera – liess er bei Schwester und Tante im Iran zurück. Ein Handyfoto davon reichte den Behörden nicht, es sei kein «fälschungssicheres Dokument».

«Wir werden Ihr Geburtsdatum auf den 01.01.2000 datieren», lautete der Beschluss im Gesprächsprotokoll, das dieser Zeitung vorliegt. Bis der junge Afghane ein offizielles Dokument vorlegen könne, gelte er für das Asylverfahren als volljährig.

Einsame Flucht nach Europa

Hussain ist Waise, seine Eltern verunfallten, als er acht oder neun Jahre alt war. Danach lebte er mit seiner Schwester bei einem Onkel. Dieser habe ihn wie einen Diener behandelt, sagt Hussain. Als der Onkel die jüngere Schwester mit einem Cousin verheiratet hatte, gingen die Geschwister zusammen in den Iran. Doch auch dort sah Hussain keine Zukunft für sich. «Wenn ich geblieben wäre, hätten sie mich nach Syrien geschickt.»

Als unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender hätte Hussain in der Schweiz Anspruch auf Hilfe gehabt. Eine Vertrauensperson, einen Beistand, Deutschkurse, Schulförderung, eine altersgerechte Unterkunft. Hussain wurde aber von Beginn weg als Erwachsener behandelt. Das führte dazu, dass er von Asylunterkunft zu Asylunterkunft geschoben wurde, mit erwachsenen Männern das Zimmer teilen musste und keine Schulbildung erhielt. Der junge Afghane entwickelte schwere psychische Probleme: Im Dezember 2018 versuchte er, sich mit einer Tablettenüberdosis das Leben zu nehmen. In der Klinik seien sich die Psychiater einig gewesen, dass Hussain als Jugendlicher behandelt werden sollte, sagt Hussains Anwalt Guido Ehrler. Im November 2019 zog er den Fall vor das Bundesverwaltungsgericht.

Ehrler wusste nicht, was zu erwarten war. «Die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist uneinheitlich», sagt der Basler Anwalt. Je nach Richter oder Richterin würde ein anderes Urteil gefällt. Für Hussain fiel es positiv aus: Das Gericht urteilte, das SEM müsse beweisen, dass das im Zentralen Migrations­informationssystem eingetragene Geburtsdatum wahrscheinlicher als die Angaben des Jugendlichen sei. Das Amt habe überdies die Begründungspflicht verletzt. Die Beschwerde wurde gutgeheissen, die Sache zur Neubeurteilung ans SEM zurückgewiesen.

«Ich möchte einen normalen Sekundarschulabschluss machen und Pflegefachmann werden.»

Hussain

Im Juni 2020 erhielt Hussain die erlösende Nachricht: «In Gesamtwürdigung der Aktenlage, mithin in Abwägung der Kriterien, die für und gegen die Minderjährigkeit Ihres Mandanten sprechen, sowie mit Blick auf die Prozessökonomie und die lange Verfahrensdauer, verzichtet das SEM auf die Durchführung eines Altersgutachtens und geht bei der weiteren Behandlung des Asylgesuchs ihres Mandanten von seinem gegenüber den Asylbehörden angegebenen Geburtsdatum aus.» Hussain ist nun offiziell minderjährig.

Der Fall von Hussain sei exemplarisch, sagt Ehrler. Er vertrat schon etliche Mandanten in ähnlichen Situationen. Einer seiner Fälle sei derzeit beim UN-Kinderrechtsausschuss hängig. «Natürlich gibt es Asylsuchende, die sich bei den Befragungen jünger machen, um einer Dublin-Abschiebung zu entgehen. Es gibt aber auch solche, die machen sich älter, weil sie befürchten, als Jugendliche nicht ernst genommen zu werden.» Gleichzeitig gebe es aber auch Fehlentscheide der Behörde, wie im Fall Hussain. Darum, sagt Ehrler, sollte ein Asylsuchender im Zweifelsfall als Minderjähriger behandelt werden. «Alles andere verletzt die Rechte dieses Menschen.»

Kanton will Hussain nicht einschulen

Zwei Jahre hat Hussain verpasst. Seit Sommer 2019 besucht er das Brückenangebot Integration an der Kantonalen Schule für Berufsbildung im Kanton Aargau. Er ist Klassenbester. Der Unterricht unterfordert den heute 17-Jährigen oftmals. Sein Wunsch: «Ich möchte einen normalen Sekundarschulabschluss machen und Pflegefachmann werden.» Das Aargauer Bildungsdepartement will ihn aber nicht einschulen. Nach dem vollendeten 16. Lebensjahr sei ein Eintritt in die Volksschule nicht mehr möglich, darum gebe es die Brückenangebote, teilt das Bildungsdepartement auf Anfrage mit. Ehrler sagt: «Hussain ist sehr bildungsfähig und er wünscht sich nichts sehnlicher als einen Schulabschluss.» Seiner Ansicht nach müsste das SEM nun Wiedergutmachung leisten und dem Jugendlichen den Schulbesuch ermöglichen. Ehrler: «Ihm läuft die Zeit davon.»

*Name der Redaktion bekannt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sam Ville 22.08.2020 14:19
    Highlight Highlight unzählige kommentare hier befassen sich mit der frage warum der ausweis im ursprungsland zurückgelassen wurde.
    würde in seiner situation wascheinlich das selbe machen ..... du lässt dein leben zurück als flüchling du riskierst dein leben um aus dem kriegsgebiet syrien nach europa zu kommen .... bleibst du im balkan, türkei, griechenland hängen wirst du zurückgeschickt in den warscheinlichen foltertod. er gibt an 15 zu sein.... die schweizer behörden taxieren seine geburt auf 1.1.2020 !!!! ( wieso nicht gleich 1. 1. 2000 das ist noch bequemer in die tastatur zu tippen)
  • Demetria 22.08.2020 01:27
    Highlight Highlight Der Pflegebereich ist ja doch da wo alle Hände gebraucht werden. Erinnert mich an eine Freundin: kluger Kopf, 8 Sprachen, als Minderjährige vor einer Zwangsverheiratung geflohen. Ihr Traum war Altenpflegerin, weil alte Menschen in ihrer Kultur viel Respekt geniessen und sie es daher als Ehre sah, sie zu pflegen. Der Staat sagte nein und ihr blieb nur die Heirat. Nun hat sie (obwohl selbst progressiv) einen konservativen Moslem geheiratet und ist Hausfrau. Das ist doch echt Ressourcenverschleuderung. Wir wissen ja jetzt schon nicht mehr wer, all die Boomer pflegen soll. Die sollen ruhig kommen.
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 21.08.2020 18:48
    Highlight Highlight Tja, wenn man die papierlosen dank NGOs und Medien nicht mit medizinischen Mitteln wie Röntgen usw. prüfen darf, dann passiert das halt.
  • Dani123456789 21.08.2020 16:53
    Highlight Highlight Bei aller Tragik ist es doch interessant wie solche Leute dummerweise immer vergessen ihre Dokumente mitzunehmen. Das sagt schon so einiges.
    • borael 22.08.2020 10:51
      Highlight Highlight Tragisch ist... wenn es schon so viele Kommentare zu genau dieser Aussage gibt und man sich weigert, sie zu lesen.
  • MeinSenfHierUndJetzt 21.08.2020 16:38
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum man nicht allen jungen Flüchtlingen hilft, wie wenn sie noch Minderjährig wären. Dass man ihnen bei der Ankunft in der Schweiz am "Ankommen" hilft und ihnen Bildung ermöglicht. Schlussendlich ist es ja egal, ob einer 15 oder 18 ist: In jedem Fall wird er froh sein wenn er unterstützt wird, und ausserdem wird er eher für sich selber aufkommen können, wenn er in der Schweiz eine Ausbildung hat absolvieren können.
    • borael 22.08.2020 10:53
      Highlight Highlight Ein Minderjähriger kostet mehr, weil er engere Betreuung bekommt. Zudem kann er nicht so einfach in einen Dublinstaat zurückgeschickt werden
  • Booker 21.08.2020 14:56
    Highlight Highlight Ich kenne das Gegenteil, einen Vietnamesen der sich damals einige Jahre jünger gemacht hatte um hierbleiben zu können. Mittlerweile Familie und redlicher Job. Aber er ist einer jener der bis 68 arbeiten muss !
  • Sumimasenwiäbitte?! 21.08.2020 13:43
    Highlight Highlight WOW. Also einige scheinen sich zu fragen, warum er wohl seinen Pass nicht dabei hatte oder ihn mitgenommen hat.. Hmm diese Frage, wie könnte man diese beantworten? Also er war bei einer Familie, die ihn wie einen Sklaven behandelt hat, danach wollte man ihn sogar nach Syrien schicken. Hmmm könnte es denn sein, dass eben diese Familie sein ganzes Leben kontrollierte? Und daher auch seinen Pass hatte? Und ihr fragt euch, warum ein Flüchtender, der quasi Gefangen gehalten wurde, nicht noch schnell seinen Pass eingepackt hat?! 🤦🏻‍♂️
  • Burdleferin 21.08.2020 13:23
    Highlight Highlight Wirklich, sorry, Handy, aber keine Papiere?
    Wenn er ein Foto davon besitzt, hat er doch welche... Und sie zu Hause gelassen?

    Ich werde sicher angegifted, aber da stimmt was nicht...
    • TJ Müller 21.08.2020 13:47
      Highlight Highlight Lies doch mal all die Gründe die unter anderen Kommentaren genannt werden und pass deine vorgefertigte Meinung an. Gründe wie Gefahr des Verlierens oder dass dich die Schlepper nicht erpressen können. Und lesen lernen ware auch noch ein Tipp, er steht nirgends, dass er keine Papiere hatte, nur das SEM hat sie nicht anerkannt, wie es das SEM bei Flüchtlingen aus Afghanistan meistens handhabt, da es angeblich keine beglaubigten Urkunden sind. Ist dann halt einfach Scheisse, wenn du in einem Land geboren bist, welches keine so fancy RFID Pässe herstellt wie die Schweiz, was?
    • Rabbi Jussuf 22.08.2020 07:18
      Highlight Highlight TJ
      Lies du doch erst mal den Artikel, bevor du andere korrigierst. Was du dir da zusammenreimst, steht nirgends.
    • Shlomo 22.08.2020 09:25
      Highlight Highlight @TJ: ein RFID bei einem Reisepass ist gemäss ICAO nicht Vorschrift.
  • Lowend 21.08.2020 13:18
    Highlight Highlight Normalerweise heisst doch einer unserer wichtigsten Rechtsgrundsätze «Im Zweifel für den Angeklagten» und zudem ist es doch grundsätzlich so, dass der Ankläger die Schuld und nicht der Angeklagte seine Unschuld beweisen muss?

    Was ist passiert, dass genau diese wichtigen Grundsätze des Rechtsstaates im Falle von Asylanträgen nicht mehr gelten und im Zweifel meist gegen den Antragsteller entschieden wird und er auch die ganze Beweislast trägt?

    Da läuft etwas gehörig schief im Rechtsstaat Schweiz!
    • Rabbi Jussuf 22.08.2020 07:21
      Highlight Highlight Lowend
      Bei dir und deinem Verständnis eines Rechtsstaates läuft etwas gehörig schief.
      Wenn man schon von einem "Ankläger" sprechen will, dann ist das in diesem Fall der Asylsuchende und nicht der Staat.
    • Who knows 22.08.2020 08:56
      Highlight Highlight Es gibt das Prinzip „ in dubio pro minore“ (im Zweifel für die Minderjährigkeit), leider wird es vom SEM oftmals ignoriert!
    • Lowend 22.08.2020 11:44
      Highlight Highlight Sie betreiben die klassische Täter-Opfer-Umkehr, die wir uns ja von rechtsaussen inzwischen gewohnt sind.

      Der Staat richtet über das Leben eines Menschen und Sie behaupten, dass der, über den gerichtet wird, der Ankläger ist?

      Sie verwechseln da eher unseren Rechtsstaat mit einer rechtsextremer Diktatur, wo solche Ansichten normal wären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Serge Künzli 21.08.2020 12:16
    Highlight Highlight Ich finde man sollte die menschenverachtende Juristerei mal beiseite lassen. Es geht um Not und um Menschenleben, egal woher die Menschen kommen und egal wie alt sie sind. Sie müssen versorgt und betreut werden. Integration ist ganz oben auf der Liste. Die Schweiz ist enorm reich. Corona hat das offenbart. Also soll auch genug Geld und Ressourcen für Flüchtende da sein. Wohnraum ist ebenfalls genug vorhanden. Im Aargau sind ganze Siedlungen leer. Wir müssen aus der Krise raus – auch aus der menschlichen. Nähe ist das Stichwort; nicht Social Distancing!
    • StGb Art. 258 @ Bundesrat 21.08.2020 18:50
      Highlight Highlight "Ich finde man sollte die menschenverachtende Juristerei mal beiseite lassen. Es geht um Not und um Menschenleben, egal woher die Menschen kommen und egal wie alt sie sind."
      Ja wenn du dank der Coronapanik arbeitslos wirst und deine Steuern nicht mehr bezahlen kannst, wird das sicher auch so gehandhabt werden :)))
  • Baccaralette 21.08.2020 12:14
    Highlight Highlight Und wieder könnte ich anhand der Kommentar hier einfach noch kotzen.

    Ihr neidet diesem jungen Flüchtling eine korrekte Behandlung? Was verliert IHR denn, wenn er bleibt und seine Schulbildung nachholt, eine Ausbildung macht und sich integriert????

    Er kommt aus Afghanistan und hat im Iran gelebt. Denkt ihr, im Iran leben die Afghanen in Saus und Braus und können sich dort ein Leben aufbauen? Sie leben in Camps. Weit ausserhalb der Gesellschaft und das meine ich nicht örtlich.
    • Enzasa 21.08.2020 15:12
      Highlight Highlight Sie dürfen nicht zur Schule gehen
      Sie haben keine Möglichkeit auf Legalität
      Sie haben keinen Anspruch auf legale Arbeit
      Sie sind Menschen ohne Rechte
    • Rabbi Jussuf 22.08.2020 07:30
      Highlight Highlight Hört doch auf auf die Tränendrüse zu drücken. Ist ja fast widerlich.
      Klar dürfen die zur Schule gehen, klar haben sie die "Möglichkeit auf Legalität" (Was immer damit gemeint sein könnte.) Und Anspruch auf eine Arbeit hat niemand, es sei denn er ist dafür geeignet. Diese Menschen haben so viele Rechte, dass einem trümlig werden könnte.
      Ich habe zum Beispiel keinen eigenen Anwalt, die schon - mit einer ganzen Lobby dahinter.
      Also bitte verdreht nicht die Realität.
    • Who knows 22.08.2020 09:01
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf, scheinst etwas falsch verstanden haben. Es geht in den beiden vorherigen Kommentaren um die Lebensbedingungen von Afghanen im Iran. Aufgrund des anhaltend Konfliktes in Afghanistan gibt es sehr viele Afghanen, besonders solche, die der schiitischen Minderheit angehören, die versuchen sich im Iran ein Leben aufzubauen. Leider haben sie in Iran wenige Chancen auf einen Ausweis, ohne diese ist alle Arbeit illegal und Kinder dürfen nicht zur Schule. Ständig müssen sie sich vor Polizeirazzias und der Deportation fürchten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andre Buchheim 21.08.2020 11:23
    Highlight Highlight Das kommt daher, wenn der Bürokratieapparat nicht im Sinne, sondern gegen die Interessen der Menschen gerichtet ist. Das ist pure Schikane und mit inhumanistischem Kalkül hat man sogar einen Selbstmord provoziert. Ich find sowas unfassbar und wünsche den entscheidenden Beamt/innen, sollten sie mal ein wichtiges Anliegen haben, dass sie auf genau solche Verneiner bei den Behörden treffen. Aber wschl. steht das nicht zu befürchten, da wird dann eher untereinander gekungelt. Nach dem Motto, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
    • Rabbi Jussuf 22.08.2020 07:32
      Highlight Highlight Diese Bürokratie ist sehr wohl im Sinne der Menschen, aber eben der Bürger dieses Landes!
    • Who knows 22.08.2020 09:03
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf, nein. Diese Bürokratie wurde für ihren Umgang mit Hussain und seinem Alter vom Bundesverwaltungsgericht gerügt. Ich denke nicht, dass es im Sinne von irgendjemandem ist, wenn die Schweizer Behörden sich nicht an grundlegende Menschen- und Kinderrechte halten.
    • Andre Buchheim 22.08.2020 11:06
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf Und das glaubst Du wirklich? Sollte Bürokratie nach rassistisch-nationalistischer Begrenzung im Kopf entscheiden? Damit würde sie sich endgültig disqualifizieren in meinen Augen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phoria 21.08.2020 09:53
    Highlight Highlight Ein paar Infos zu Ausweispapieren: Ich glaube kein Afghane, den ich kenne, besass jemals einen Pass. Den hat man in solchen Ländern häufig nur, wenn man reist, was für die wenigsten möglich ist, unter anderem weil man ein bestimmtes Vermögen benötigt um ein Visum zu kriegen. Alle haben die Tezkera, eine ID, die aber im Gegensatz zu unserer gar nicht fälschungssicher ist: Ein handgeschriebener Papierfötzel mit oft altem Foto. Das SEM hat deshalb oft auch schon den Angaben auf der Originaltezkera keinen Glauben geschenkt.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 21.08.2020 11:17
      Highlight Highlight Aber auch dieses Dokument hat er zu Hause gelassen
    • Phoria 21.08.2020 13:19
      Highlight Highlight Mein Punkt ist, dass es ev. keinen grossen Unterschied macht ob er die Tezkera hat oder nicht weil ihr Beweiswert gering ist. Eigentlich macht man in solchen Fällen ein Altersgutachten.
    • borael 21.08.2020 13:36
      Highlight Highlight Bei den Altersgutachten gilt eine Spannweie von drei Jahren, dann wird ein 15-Jähriger auch plötzlich 18. Die Gutachter können es dann auslegen wie sie wollen.
      Ich habe mal einen 16-jährigen offensichtlichen Jugendlichen kennengelernt. Er galt als 19 weil er "erwachsen" aussah. Ich weiss nicht, was mit diesem Arzt los war, der das beurteilte. Aber ändern konnte man es nicht mehr... und so wurde das Leben und die Integration für den Jugendlichen deutlich erschwert.
  • Ueli der Knecht 21.08.2020 09:38
    Highlight Highlight Man sollte am 1. Januar nicht nur Neujahr feiern, sondern generell auch die Flüchtlinge, denn gefühlt gegen 90% aller Flüchtlinge haben am 1. Januar Geburtstag.

    Es ist eine Stigmatisierung, ähnlich dem J-Stempel im Zweiten Weltkrieg, die den Flüchtlingen mit dieser systematischen Fälschung ihrer Geburtsdaten angetan wird. Praktisch alle Flüchtlinge, die in ihrem Ausweis am 1. Januar Geburtstag haben, wissen genau, wann sie geboren wurden, und wie alt sie sind. Aber die Ämter glauben ihnen nicht. So werden Flüchtlinge systematisch mit Geburtstag 1. Januar zwischen 1 und 5 Jahre älter gemacht.
    • Super 21.08.2020 10:24
      Highlight Highlight Klar, jeder Anlass ist dir recht um den Genozid an den Juden zu relativieren.
    • Hans12 21.08.2020 10:47
      Highlight Highlight Das is m.E. unterschwelliger Antisemitismus, leider weit Verbreitet.
    • Emil Eugster 21.08.2020 12:06
      Highlight Highlight "Es ist eine Stigmatisierung, ähnlich dem J-Stempel im Zweiten Weltkrieg, die den Flüchtlingen mit dieser systematischen Fälschung ihrer Geburtsdaten angetan wird."
      Das kann man nicht oft genug sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 21.08.2020 09:21
    Highlight Highlight Der Mensch persönlich tut mir immer leid und ich wünsche ihm viel Glück auf seinem Weg und hoffe er wird glücklich.

    Jetzt aber zur Sache. Anstatt auf die Tränendrüse zu drücken, stellt sich doch die Frage, auf welcher Basis der Herr überhaupt hier ist? Ich hoffe mal nicht aus wirtschaftlichen Gründen, denn das wäre ein Skandal gegenüber anderen Flüchtlingen.

    Oder kurz, wieso soll ich dafür bezahlen wenn er im Iran keine Zukunft sieht. Da müsste man auch einem Franzosen aus den Banlieus Asyl geben. Dass Anwälte, und reiche Akademiker das toll finden, in ihren Filterblasen, ist klar.
    • Hierundjetzt 21.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Jeder der die Fluchteigenschaften erfüllt erhält Asyl. Die Gründe sind abschliessend definiert und via Volksabstimmung angenommen worden.

      Wenn der Bub die Definitionen erfüllt, dann erhält er zu Recht Asyl.

      Da Frankreich ein funktionierender Staat mit funktionierendem Rechtssystem ist, bekommt kein Franzose Asyl.
    • Ueli der Knecht 21.08.2020 09:42
      Highlight Highlight "Ich hoffe mal nicht aus wirtschaftlichen Gründen, denn das wäre ein Skandal gegenüber anderen Flüchtlingen."

      Ein Skandal? Ooooch, du tust mir auch leid. Packt dich der Neid?

      Das Recht auf Migration ist ein Menschenrecht. Auch wenn jemand aus wirtschaftlichen Gründen migriert, ist das sein gutes Recht, und ganz normal. Das ist überhaupt kein Skandal, wie du dich offenbar darüber empören willst.

      Zu deiner Information:
      Ein Franzose aus den Banlieus kann auch ohne Asyl jederzeit in die Schweiz kommen und hier arbeiten und Geld verdienen. Problemlos. Auch das wäre kein Skandal.
    • Jonas der doofe 21.08.2020 10:25
      Highlight Highlight Ueli, ich bin zwar ab und zu deiner Meinung, aber hier bist du einfach nur mühsam!!! Du kommst immer mit demselben Sprüchlein.

      Dein Menschenrecht auf Migration erlaubt dir, dein Land zu verlassen. Es erlaubt dir nicht, dahin zu gehen, wo du willst.

      Du kannst jetzt nochli täubele, aber ich habe schon gemerkt, dass du eigentlich sehr schlau bist, also kann ich mit Sicherheit sagen, dass du schon weisst, dass ich recht habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 21.08.2020 08:57
    Highlight Highlight Uh da wird wieder mal auf die Tränendrüse gedrückt, als obs kein Morgen mehr gäbe.

    Warum nimmt er den Pass / Dokument nicht mit (nur die absolut reichsten Afgahnen haben ein Reisedokument, es gibt im Land selbst vielleicht 10 Ausgabestellen)

    Knochenanalyse des Unterarms ist Standart bei UMA (unbegleiteten Minderjährigen)

    Ein Bub der einen Anwalt hat, der ihn pro Bono zum BVer begleitet. Ok.

    So und nun konkret:
    von wo stammt er?
    Süden von Afgahnistan? Dort wo der Iran wegem Krieg die Grenze geschlossen hat? Und kam trotzdem in den Iran?
    • Hierundjetzt 21.08.2020 09:18
      Highlight Highlight Werte Blitzer, es geht nicht darum ob er einen Fluchtgrund hat oder nicht.

      Es geht um Fakten die mir im Artikel fehlen.

      Eine Flucht von Afgahnistan mit Aufenthaltsgarantie im Zielland kostet $ 45‘000.- ohne 30‘000.- (Zahlbar online mit Kreditkarte nur bei Pakistani gibts Kredit)

      Er ist kaum am morgen aufgewacht und entschloss sich zu fliehen 😏

      Das SEM hat noch nicht entschieden ob er nur Vorläufig Aufgenommen ist oder ob er den Flüchtlingstatus erhält.

      Wenn er Fluchtlingstatus erhalt: Willkommen in der Schweiz. Wenn nicht: Viel Glück in Deinem weiteren Leben
    • Ueli der Knecht 21.08.2020 09:46
      Highlight Highlight "Eine Flucht von Afghanistan mit Aufenthaltsgarantie im Zielland kostet $ 45‘000.- ohne 30‘000.- (Zahlbar online mit Kreditkarte nur bei Pakistani gibts Kredit)"

      Fakenews! Hast du Pegida-Propaganda gelesen?

      Vielleicht solltest du mal von deinen rechtspopulistischen Propaganda-Medien wegkommen, und vorallem nicht deren Desinformation weiter verbreiten, @Hierundjetzt. Natürlich darfst du daran glauben. Aber mit der Weiterverbreitung solcher Lügenpropaganda machst du dich nur noch lächerlich.

      Lies mal bitte anständige Zeitungen und nicht nur Schund wie Schweizerzeit und Weltwoche. Danke.
    • TJ Müller 21.08.2020 10:37
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 21.08.2020 08:51
    Highlight Highlight Einmal mehr stellt sich eine Behörde des Kantons Aargau speziell "dumm" an in Asylfragen.
    • Judge Dredd 21.08.2020 10:07
      Highlight Highlight Auf welche Behörde bezieht sich ihr Kommentar?
    • bokl 21.08.2020 10:13
      Highlight Highlight Das Aargauer Bildungsdepartement
    • Hockey-Fan 21.08.2020 10:44
      Highlight Highlight @bokl: Es gibt Gründe, weshalb man Ü16 nicht mehr einschult ... Es ist definitiv nicht optimal, wenn 14- oder 15 Jährige mit 17- oder 18 Jährigen in der gleichen Klasse sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dunou 21.08.2020 08:47
    Highlight Highlight «In Gesamtwürdigung der Aktenlage, mithin in Abwägung der Kriterien, die für und gegen die Minderjährigkeit Ihres Mandanten sprechen, sowie mit Blick auf die Prozessökonomie und die lange Verfahrensdauer, verzichtet das SEM auf die Durchführung eines Altersgutachtens und geht bei der weiteren Behandlung des Asylgesuchs ihres Mandanten von seinem gegenüber den Asylbehörden angegebenen Geburtsdatum aus.» Meine Güte, das versteht man als Muttersprachler ja kaum, können die Behörden ihr Geschwurbel nicht sein lassen und verständlich mit den Menschen kommunizieren?
    • nichtMc 21.08.2020 12:42
      Highlight Highlight Von Beamtisch zu Deutsch übersetzt:
      Wir wollen nicht noch mehr Geld in diesen Einzelfall stecken.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 22.08.2020 08:23
      Highlight Highlight Ergänzend möchte ich den Ausführungen hinzufügen:
      "So. Genug genervt. Und jetzt geh spielen."
  • insert_brain_here 21.08.2020 08:42
    Highlight Highlight Wenn der Paragraph wichtiger ist als der Mensch, gelebte Bürokratie.
    • MaximaPoena 21.08.2020 12:38
      Highlight Highlight Korrekt, wir haben einen Rechtsstaat. Behördenwillkür öffnet Tür und Tor für Missbrauch und mündet unweigerlich in einer Katastrophe.
    • insert_brain_here 21.08.2020 13:03
      Highlight Highlight @MaximaPoena: Einem Siebzehnjährigen den Schulbesuch zu verweigern weil er zwei Jahre lang aufgrund eines willkürlichen Entscheides als Erwachsener behandelt wurde und allein dadurch die Altersgrenze bereits überschritten hat ist nichts anderes als pedantische Paragraphenreiterei. Welche furchtbare Katastrophe droht denn, wenn wir einem Jugendlichen den Besuch der Schule ermöglichen? Dass er anschliessend auch eine Lehre macht und ein selbständiges Leben führt?
    • Judge Dredd 21.08.2020 13:55
      Highlight Highlight @ibh, die Situation ist weder die Schuld des Jugendlichen, noch die Schuld der Bildungsbehörde. Die Bildungsbehörde hat einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und dieser untersteht gewissen Regulierungen. Da die reguläre Einschulung nicht mehr möglich zu sein scheint, bietet sie Brückenangebote um den Bildungsauftrag zu erfüllen. Nun die Schuld einfach auf das Bildungsdepartement zu schieben ist zu einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sick Ranchez 21.08.2020 08:32
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass dieser Trick mit dem Angeben des falschen Geburtsdatums sehr oft probiert wird und man kann nicht einfach immer jedem trauen. Unglaublich was gewisse Leute hier in den Kommentaren meinen, wie die Welt funktioniert.
    • Herr Ole 21.08.2020 09:46
      Highlight Highlight Kannst du irgendwie belegen, dass das oft probiert wird?
    • Ueli der Knecht 21.08.2020 09:52
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • homo sapiens melior 21.08.2020 10:32
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 21.08.2020 08:22
    Highlight Highlight Eine tragische Geschichte. Aber meines Erachtens ist absolut nicht klar, ob er nicht doch schon volljährig war. Es wurde ja schlicht auf ein Gutachten verzichtet. Denn wieso sollte er das Ausweisdokument im Iran lassen?
    • bokl 21.08.2020 08:48
      Highlight Highlight @PlayaGua
      "Denn wieso sollte er das Ausweisdokument im Iran lassen"

      Damit er es unterwegs nicht verliert / es ihm nicht gestohlen wird wäre eine Variante.
    • PlayaGua 21.08.2020 08:53
      Highlight Highlight @bokl
      Ob er es im Iran lässt oder verliert/gestohlen wird, ist ja völlig egal.
    • Glaedr 21.08.2020 09:15
      Highlight Highlight @bokl
      Damit die Dokumente nicht gestohlen werden macht man also mit dem Handy ein Foto, da ja kein Mensch auf der Welt ein Handy klaut.
      Er weiss doch das er die Dokumente braucht, daher muss man sie mitnehmen, auch wenn das Risiko besteht das man sie verliert
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidi 21.08.2020 08:08
    Highlight Highlight Fehler passieren. Aber dass man denen, die sich bemühen und integrieren wollen, Steine in den Weg legt ist dumm.
    • TJ Müller 21.08.2020 09:37
      Highlight Highlight Die Fehler haben System. Wer sich die Zahlen anschau, der sieht, dass die Verteilung der Alter beim Asylantrag nicht der Normalverteilung folgen, sondern es massiv überproportional mehr 18-Jährige als 17 hat. Aber diese Tatsache ist für die hier Schreibenden wohl zu komplex, anders kann ich mir die Ignoranz und den Hass in den Kommentaren nicht erklären.
    • Hockey-Fan 21.08.2020 10:54
      Highlight Highlight @TJ Müller: Doch, es lässt sich gut erklären, wenn man im nahen Umfeld Jugendliche hat, welche von Asylsuchenden schon mehrfach bedroht und auch angegriffen wurden und ihnen anschliessend von der Polizei geraten wurde, zukünftig jene Bhf-Unterführung nicht mehr zu benutzen und im Zweifelsfall die Strassenseite zu wechseln ... Und fragen Sie mal auf einer beliebigen Jugendstaatsanwaltschaft nach, wie sich der prozentuale Anteil denn so verhält ... Und das sind nun mal Tatsachen!
    • Bündn0r 21.08.2020 11:28
      Highlight Highlight @TJ hast du mir bitte die Quelle dazu?
      Ich finde leider nur Angaben mit zusammengefassten Altersklassen à 5 Jahre.

      Möglicherweise könnten die Abweichungen auch damit erklärt werden, dass Personen, die sich fälschlicherweise als Minderjährige ausgeben und entlarvt werden,das Alter 18 zugewiesen bekommen und nicht 19, 20 etc
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  • Jonas der doofe 21.08.2020 08:03
    Highlight Highlight Natürlich kann man sagen, dieser junge Mann sollte gar nicht erst hier sein. Oder, dass es wohl recht häufig Missbrauch gibt bei den Altersangaben. Aber: Der Mann ist nunmal hier und geht auch nicht mehr weg, obs einem nun passt oder nicht. Jetzt haben wir hier mal einen, der sich krass Mühe gibt, klassenbester ist und nun legt man ihm Steine in den Weg. Ist doch egal, ob er bitzli zu alt ist, für die 'normale' Schule. Er wird mal für sich selbst sorgen können! Ist mir allemal lieber als einen, der jahrzentelang Sozialhilfe brauchen wird. Davon hats in Aarau am Bahnhof schon genug.
    • ruvos 21.08.2020 09:42
      Highlight Highlight Die Botschaft an seine Familie, Bekannte, Landsleute ist doch klar.

      Lasst alle den Reisepass zuhause und kommt in die reiche Schweiz. Da gibts gratis Anwälte, die für dich da sind und gratis Schule inkl. Bleiberecht in der Schweiz.
    • Jonas der doofe 21.08.2020 10:11
      Highlight Highlight Ruvos, da hast du natürlich recht und das wird auch ausgenutzt werden. Aber solange wir als Staat uns an rechtstaatliche Prinzipien zu halten haben, wird das immer möglich sein.

      Dasselbe mit den 200'000 sans papiers. Wenn wir die legalisieren, sendet es das Signal, kommt in die Schweiz, taucht einfach lange genug unter, irgendwann bekommt ihr einen Aufenthaltsstatus. Aber der aktuelle Zustand ist halt auch der Schweiz unwürdig. Also was tun? Ich weis es halt auchnicht.

      Das ist grundsätzlich das Problem in unserem System, es bevorzugt die renitenten. Wer koopieriert, verliert.
    • Jonas der doofe 21.08.2020 10:16
      Highlight Highlight Und weil wir uns an rechtstaatliche Prinzipien zu halten haben, dauert auch immer alles so lange. In diesen 3 Jahren, die das von Instanz zu Instanz locker dauert, sind dann auch einfach so 2 Kinder geboren und ab dann ists sowiso ein Härtefall und niemand verlässt die Schweiz mehr.

      Deshalb habe ich Probleme damit, wenn man diesem jungen Herrn jetzt bürokratische Hürden aufstellt, denn er wäre einer jener, die ihrem Lebensunterhalt schon auf kurze Zeit selbst bestreiten könnten.
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  • walsi 21.08.2020 08:00
    Highlight Highlight Die Frage die niemand stellt, warum hat er seinen Pass zuhause gelassen? Hätte er den dabei gehabt, wäre das alles nicht passiert.
    • flausch 21.08.2020 08:09
      Highlight Highlight Eine Flucht ist nicht dasselbe wie Ferien auf Malle...
    • Joël Scherrer 21.08.2020 08:11
      Highlight Highlight Weil der Pass häufig von Schleppern und Menschenhändler als Druckmittel einbehalten wird...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 21.08.2020 08:20
      Highlight Highlight Würdest du denn ausgerechnet an deinen Pass denken, wenn du fliehen müsstest?
      Schätze kaum.
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  • MisterM 21.08.2020 07:55
    Highlight Highlight Einerseits fliessen haufenweise Ressourcen in bildungsfaule Kids, die während der ganzen Volksschulzeit nichts können wollen, andererseits stellt die Bürokratie wie bei diesem Beispiel hier jemandem ein Bein, der offensichtlich will und kann.

    Die feine, helvetische Papierli-Bürokratie mag ja in vielen Fällen ein gutes Qualitätssicherungsinstrument sein, aber wir brauchen schlankere Prozesse für Fälle wie diesen.

    Ich wünsche Hussain alles Gute!
  • Antichrist 21.08.2020 07:52
    Highlight Highlight Was genau soll der Asylgrund sein? Seine Schwester soll doch einfach den Ausweis schicken, damit er wieder zurückreisen kann.
    • Chumitze 21.08.2020 08:44
      Highlight Highlight Na ja, so einfach ist das nicht, aber die Frage nach dem Asylgrund ist berechtigt. Es sieht eher danach aus, als dass er ein Wirtschaftsflüchtling ist und nicht an Leib und Leben bedroht wird/wurde. Aber verständlich, viele von uns würden auch versuchen, in ein Land mit Perspektiven zu gelangen und wenn er die Chance nutzt, dann soll er sie bekommen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 21.08.2020 10:53
      Highlight Highlight Du gehst von Schweizer Verhältnissen aus. Das ist nicht überall so. Für den ersten Eindruck hier entlang: https://www.google.com/amp/s/www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-probleme-mit-post-aus-dem-iran-_arid,1755390_type,amp.html
    • Who knows 21.08.2020 11:53
      Highlight Highlight Vielleicht vergesst ihr, dass er nicht aus Deutschland sondern aus Afghanistan kommt. Er gehört einer ethnischen Minderheit an, kommt aus einer von Taliban und Regierung umkämpften Provinz und hatte zudem schlimme Probleme mit seinem Onkel. Tönt für mich nicht gerade nach Wirtschaftsflüchtling...
  • Eisvogel 21.08.2020 07:44
    Highlight Highlight Es ist schlicht himmeltraurig und der Schweiz unwürdig.

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