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Flüchtlinge retten die Wintersaison von Jugendherbergen



Die vielen Flüchtlinge bessern den Schweizer Jugendherbergen (SJH) die Wintersaison auf. Weil Flüchtlinge temporär in Jugendherbergen untergebracht werden, die im Winter für Gäste geschlossen sind, steigen bei den Jugendherbergen die Buchungszahlen.

Aktuell liege der Buchungsstand der SJH für den Winter um knapp 10 Prozent über dem Niveau des Vorwinters, teilte die Gesellschaft Parahotellerie Schweiz am Mittwoch in einem Communiqué mit. Das Plus sei auf die neuen Verträge mit den Migrationsämtern zur zeitweisen Unterbringung von Flüchtlingen zurückzuführen. Bei den touristischen Übernachtungszahlen würden die Jugendherbergen ziemlich genau auf Vorjahresniveau liegen.

Für das gesamte Wintergeschäft würden die Jugendherbergen mit einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr 2014 rechnen, schrieb Parahotellerie Schweiz weiter, die von Reka, Interhome, TCS Camping, den Schweizer Jugendherbergen und Bed & Breakfast Switzerland gegründet wurde.

Ferienwohnungen massiv weniger gefragt

Anders als bei den Jugendherbergen sieht es beim grössten Schweizer Ferienwohnungsanbieter Interhome aus: «Unter dem Strich resultiert bei den Winterbelegungstagen zurzeit ein Rückgang um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr», hiess es weiter.

Bereits im Sommer waren die Reservationen aus dem europäischen Ausland um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Gäste aus Deutschland sackte um 35 Prozent ab, jene aus den Niederlanden gar um 39 Prozent. Dagegen seien die Buchungen aus der Schweiz stabil geblieben, die der mit Abstand wichtigste Markt für Interhome ist.

Besser sieht es bei der Reka aus. Dort sind die Buchungen für den ganzen Winter im Plus, wie Roger Seifritz von der Reka erklärte. Zwar fiel der Dezember etwas schlechter als im Vorjahr, während der Januar auf dem gleichen Niveau blieb. Für die Monate Februar und März betrage aber das Buchungsplus 3 Prozent.

Sensationeller Sommer half Campingplätzen

Auf den TCS-Campingplätzen habe sich im Sommer der Rückgang der europäischen Gäste ausgewirkt. Ausgeblieben seien allen voran die Besucher aus Deutschland und den Niederlanden.

Dass die Übernachtungszahlen gegenüber 2014 nur um 1,8 Prozent zurückgingen, ist unter anderem auch dem sensationellen Sommerwetter zu verdanken. Vor allem die Campingplätze in der Deutschschweiz waren sehr gut gebucht. Im Winter sind die meisten Campingplätze geschlossen. (whr/sda)

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