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Jugendliche in der Schweiz werden zunehmend im Verkehr straffällig

Ein Jugendlicher auf einem Trottinett in der Stadt Genf dicht hinter einem Bus.
Ein Jugendlicher auf einem Trottinett in der Stadt Genf dicht hinter einem Bus.bild: keystone

Jugendliche in der Schweiz werden zunehmend im Verkehr straffällig

15.06.2026, 10:0115.06.2026, 10:04

Die Jugendkriminalität in der Schweiz wandelt sich: Während die Gesamtzahl der Urteile stagniert, gibt es seit 2020 stark mehr Verkehrsdelikte, aber deutlich weniger Drogendelikte. Die unbedingten Freiheitsentzüge nahmen ebenfalls zu.

Die Zahl der Jugendurteile ist seit dem Jahr 2020 um 18 Prozent gestiegen. Dies geht aus den neusten Zahlen hervor, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 22'957 Urteile ausgesprochen. Diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Mehr Verkehrs- und weniger Drogendelikte

In den letzten sechs Jahre veränderte sich aber die Art der Delikte deutlich. So nahmen die Urteile wegen Straftaten gegen das Strassenverkehrsgesetz zwischen 2020 und 2025 um 83 Prozent zu. Ebenfalls stiegen die Verurteilungen wegen Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz um 68 Prozent an.

Im gleichen Zeitraum waren die Urteile wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz hingegen stark rückläufig. Sie sanken um 63 Prozent. Die Anzahl der Straftaten gemäss Strafgesetzbuch blieb mit einem leichten Plus von zwei Prozent relativ stabil.

Zunahme bei unbedingten Freiheitsentzügen

Auch bei den verhängten Strafen gab es Verschiebungen. Die Zahl der unbedingten Freiheitsentzüge verdoppelte sich von 2020 bis 2025 von 258 auf 524. Dieser Anstieg ist laut BFS ausschliesslich auf ausländische Jugendliche ohne B- oder C-Ausweis zurückzuführen. Die Zahl der entsprechenden Verurteilungen stieg von 161 auf 422.

Im vergangenen Jahr wurden zudem 1098 Jugendliche strafrechtlich fremdplatziert. Die durchschnittliche Dauer dieser Platzierungen erhöhte sich von 151 Tagen im Vorjahr auf 159 Tage. Auch die durchschnittliche Dauer eines Freiheitsentzugs nahm zu. Sie stieg zwischen 2024 und 2025 von 94 auf 105 Tage an. (hkl/sda)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
15.06.2026 11:06registriert Mai 2025
Jetzt ist die Politik gefordert. Denn genau diese Straftäter, die keine B- oder C-Aufenthaltsbewilligung haben, sind das Problem und hätten fast zur Annahme der 10Mio Initiative geführt. Woher das Problem kommt, wissen wir auch. Grenzen nach Frankreich müssen viel stärker kontrolliert werden, so lange Frankreich das nicht in den Griff kriegt. Das sollte auch mit der Personenfreizügigkeit vereinbar sein.
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