Nach Angriff in Gossau ZH verhaftet Polizei weitere Jugendliche
Nach einer Gewalttat in Grüt (Gemeinde Gossau) hat die Zürcher Polizei sieben weitere Jugendliche verhaftet. Damit erhöht sich die Zahl der Beschuldigten auf elf.
Die Beschuldigten im Alter von 13 bis 16 Jahren wurden nach weiteren Ermittlungen festgenommen, wie die Kantonspolizei Zürich am Freitag mitteilte. Sechs von ihnen wurden am Donnerstagnachmittag verhaftet, während sich ein siebter Jugendlicher am Freitagmorgen selbst stellte.
Bei Hausdurchsuchungen wurde zudem Deliktsgut sichergestellt. Die Jugendlichen mit Schweizer, eritreischer und portugiesischer Nationalität wurden der Jugendanwaltschaft übergeben, die nun auch eine Platzierung in geschlossenen Institutionen prüft.
Opfer mit Machete bedroht
Bereits am Vortag waren vier mutmassliche Angreifer inhaftiert worden. Die gesamte Gruppe steht im Verdacht, am Freitag vor einer Woche einen 14-jährigen Schüler aus Wetzikon massiv attackiert zu haben.
Das Opfer erlitt durch Tritte und Schläge Verletzungen und musste im Spital behandelt werden. Zudem war der Jugendliche mit einer Machete und einer Waffenattrappe bedroht worden. Die Polizei untersucht nun, ob die Gruppierung für weitere ähnliche Taten verantwortlich ist.
Die Tat sorgt in der Bevölkerung für grosse Betroffenheit. Da der verletzte Schüler aus Wetzikon stammt, verurteilte der dortige Stadtrat das Vorgehen am Freitag in einer Medienmitteilung scharf.
Die Behörden reagieren mit verstärkten Kontrollen an bekannten Hotspots für Jugendgewalt im öffentlichen Raum. Auch die örtliche Schule hat Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit der Jugendlichen zu garantieren. (dab/sda)
