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Verzasca-Tal: So will die Gemeinde den Touri-Ansturm drosseln

Zahlreiche Osterausfluegler kommen am Sonntag, 4. April 2021, nach Lavertezzo am Fluss Verzasca. Am Ponte dei Salti und den angrenzenden Gebieten gilt wegen der grassierenden Corona-Pandemie die allge ...
Besonders an sonnigen Wochenenden sind die Strassen des Verzasca-Tals verstopft.Bild: keystone

Barriere ins Verzasca-Tal: So will die Gemeinde den Touri-Ansturm drosseln

Die Gemeinde Verzasca will den starken Verkehr auf ihren Strassen drosseln. Eine Arbeitsgruppe hat dafür Massnahmen ausgearbeitet, wovon bereits eine umstritten ist.
08.06.2021, 17:0908.06.2021, 17:14

Besonders in den warmen Monaten treibt es viele Deutschschweizer:innen ins Tessin. Hoch im Kurs ist das Verzasca-Tal. Die Gemeinde sieht sich derweil mit vollgestopften Strassen konfrontiert. Nun will sie die Situation mit unterschiedlichen Massnahmen unter Kontrolle bringen.

Entlang des Verzasca-Flusses führt eine 25 Kilometer lange Strasse von Sonogno nach Gordola. Auf der Strecke finden sich Wanderwege, Denkmäler und malerische Brücken, wie die «Ponte dei salti», von denen man ins kühle Nass springen kann. Fahrzeuglenker:innen bilden auf der Suche nach Destination und freien Parkplätzen zum Teil ein einziges Verkehrschaos.

Der Touristenansturm besorgt Gemeindepräsident Ivo Bordoli. «Wir freuen uns natürlich, dass unser Tal so beliebt ist, aber bei diesem Verkehrsaufkommen ist das Strassennetz beeinträchtigt», sagt er gegenüber der Tageszeitung «Corriere del Ticino». Der Verkehr sei nicht das einzige Problem: Kosten würden entstehen, um die Parkplätze, Parkhäuser und die Touristenattraktionen aufrechtzuerhalten.

Von Ampeln bis Zugangsbarrieren

Anfang Woche habe der Gemeinderat deshalb beschlossen, den Kanton anzuschreiben. Dieser soll intervenieren. Die Gemeinde will ihm zusammen mit der Arbeitsgruppe «Mobilität im Tal» konkrete Vorschläge vorlegen, um den Zustrom von Touristen zu regeln.

Momentan lägen unterschiedliche Ideen auf dem Tisch: Ein Shuttlebus ins Tal, Ampeln vor engen Fahrbahnen oder Elektro-Schilder mit der Anzahl noch freier Parkplätze. Es gäbe auch einschneidendere Vorschläge, die den Zugang beschränken wollen: Nur so viele Fahrzeuge dürften ins Tal fahren, wie Parkplätze verfügbar sind. Bürgermeister Bordoli sieht diesen Plan allerdings als eher unplausibel: «Wahrscheinlich gibt es keine rechtliche Grundlage für solch drastische Massnahmen.»

Die Gemeinde Verzasca muss den Kanton konsultieren, weil es sich bei der Strasse ins Tal um eine kantonale handelt. Das Schreiben mit den Vorschlägen werde zurzeit vorbereitet, heisst es.

(van)

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