Schweiz
Basel

In Basel fressen Rehe Grabschmuck – jetzt müssen sie in den Jura

ARCHIV
Gefrässig auf dem Friedhof Hörnli in Basel. Ein Reh.Bild: keystone

In Basel fressen Rehe Grabschmuck – jetzt werden sie in den Jura abgeschoben

24.01.2024, 15:1124.01.2024, 15:17

Nach der ersten Umsiedlungsaktion vor einem Jahr sollen nun die restlichen Rehe auf dem Basler Friedhof Hörnli eingefangen und in den Kanton Jura verbracht werden. Danach soll die Einzäunung verstärkt werden.

Während des Einfangens der Tiere bleibt der Friedhof geschlossen, teilte das Basler Bau- und Verkehrsdepartement am Mittwoch mit, Als Termine werden die Mittwoche zwischen dem 31. Januar und dem 13. März angegeben.

Die geplanten Umsiedlungen würden wiederum durch die Fondation Franz Weber unter der Leitung von Claude Fischer durchgeführt, einem Wildtier-Spezialisten der Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architécture de Genève (HEPIA), hiess es. Das Bundesamt für Umwelt habe das Vorhaben geprüft und die entsprechende Bewilligung erteilt.

Zusätzlich zum Fang mit Stellnetzen kommen gemäss Communiqué Kastenfallen zum Einsatz. Anschliessend würden die Tiere in Einzelkisten in den Jura transportiert, wo sie mit einer Ohrmarke versehen und in vorgängig bestimmten Rayons freigelassen werden.

Grabschmuck gefressen

In den vergangenen Jahren haben sich die Rehe auf dem Friedhof am Hörnli stark vermehrt. Die grosse Population habe zu Stress und Inzucht unter den Tieren geführt. Zudem hätten die Tiere neben Hecken und Zäunen auch den Grabschmuck gefressen, was für viele Angehörige der Verstorbenen belastend gewesen sei.

Sobald der Hauptteil des Friedhofs frei von Rehen ist, sollten ein neuer Zaun und ein neues Tormanagement sicherstellen, dass keine neuen Rehe auf das Gelände gelangen. Derzeit werde ein entsprechender Ratschlag ausgearbeitet. Aufgrund der zu erwartenden Kosten werde der Grosse Rat abschliessend darüber befinden, hiess es weiter. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9
Nach Ausschreitungen an Palästina-Demo: Polizei veröffentlicht verpixelte Fahndungsfotos
Bei der Gaza-Kundgebung im Oktober 2025 kam es zu massiven Ausschreitungen. Nun hat die Kantonspolizei Bern verpixelte Bilder von 32 Personen veröffentlicht, die noch nicht identifiziert werden konnten.
Die Demonstration schlug damals hohe Wellen. Sowohl an den Einsatzkräften, als auch an den Demonstrierenden wurde heftige Kritik geübt. Die Kundgebung war damals in der Stadt Bern eskaliert, es wurden zahlreiche Menschen verletzt, der Schaden belief sich über eine Million Franken.
Zur Story