Schweiz
Blaulicht

Deutscher Reisecar verunfallt schwer im Tessin: Ein Toter, 13 Verletzte

27-Jährige stirbt bei Unfall auf der A2 +++ Pfosten schlitzte Car auf +++ 14 Verletzte

Im Tessin ist am Sonntagmorgen ein deutscher Reisebus mit vielen Jugendlichen an Bord schwer verunfallt.
14.10.2018, 22:3914.10.2018, 22:39
epa07092300 The wreck of a bus is seen at the site of an accident on the highway A2 in Sigirino, canton of Ticino, Switzerland, 14 October 2018. The A2 highway between Rivera and Lugano-North was clos ...
Der deutsche Reisebus ist auf der Autobahn nahe dem Lago Maggiore in einen Pfosten mit Signalanlagen geprallt.Bild: EPA/KEYSTONE

Beim schweren Unfall eines deutschen Reisecars am Sonntagmorgen im Tessin mit anfänglich 15 Verletzten ist am Abend eine 27-jährige Frau aus Deutschland gestorben. Von den insgesamt 25 Personen im Bus blieben nach Angaben der Tessiner Kantonspolizei zehn unverletzt.

Zwei der Passagiere erlitten schwere Verletzungen, acht weitere mittlere und vier leichte Verletzungen. Niemand schwebe mehr in Lebensgefahr, hiess es am Abend. Der Fahrer war nach Angaben der Polizei unter den Schwerverletzten. An eine Vernehmung sei vorerst nicht zu denken. Bei den Bus-Insassen handelt es sich laut Polizei vor allem um eine Gruppe junger Leute, etwa 16 bis 23 Jahre alt.

Der weisse Reisebus war mit den Passagieren und zwei Fahrern in Köln aufgebrochen, wie Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA sagte. Er übernahm für das betroffene Unternehmen die Notfall-Koordination. Der Bus sei auf dem Weg nach Assisi gewesen. Nach seinen Worten wollte die Reisegruppe mehrere Tage in Italien verbringen.

Pfosten hat den Bus aufgeschlitzt

Der Unfall passierte auf der Autobahn A2 bei Sigirino im Tessin nahe dem Lago Maggiore, vor dem Ceneri-Tunnel. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei prallte der Bus auf einen Pfosten. Der Bus kam aufrecht in Fahrtrichtung zum Stehen. Über den genauen Unfallhergang und die Ursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen zur Unglücksursache liefen.

The accident site of a bus registered in Germany that crashed into signal post on the highway A2 in Sigirino, canton of Ticino, Switzerland, on Sunday, October 14, 2018. The A2 highway between Rivera  ...
Der Pfosten hat den Bus bis hinter die Fahrerkabine aufgerissen.Bild: TI-PRESS

Die Fahrerkabine wurde völlig zerstört. Von den Scheiben ist nichts übrig, das Lenkrad hängt im Freien. Verbogenes Metall ragt in alle Richtungen und abgerissene Kabel hängen herab.

Mit Nothammer Fluchtweg gebahnt

Krankenpfleger Giuseppe Gulino fuhr wenige Meter hinter dem Bus her, wie er dem «Blick» berichtete. Er sei sofort zu dem verunglückten Bus gelaufen. Die Jugendlichen seien in Panik gewesen, berichtete er der Zeitung. Er habe vorn einsteigen können und den Insassen mit dem Nothammer einen Fluchtweg gebahnt.

«Sie standen unter Schock», sagte er. «Einige hatten geschlafen.» Sowohl der Fahrer als auch ein Beifahrer und eine junge Frau seien zwischen Metallteilen eingeklemmt gewesen. Es dauerte nach Angaben der Polizei mehrere Stunden, um alle Verletzten zu bergen. Die Autobahn blieb in Richtung Süden stundenlang gesperrt.

Zahlreiche Krankenwagen, Feuerwehrautos, Notärzte und Sanitäter waren im Einsatz. Regierungsrat Norman Gobbi lobte die Rettungskräfte.

(oli/sda/dpa)

Das musst du wissen, um eine Busse zu vermeiden

Video: srf

Aktuelle Polizeibilder: Beim Ausparkieren Unfall gebaut

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
2.3.2020, Bremgarten (AG): Mehrere Feuerwehren rückten nach Bremgarten aus, nachdem ein Brand in einer Liegenschaft ausgebrochen war. Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.bild: kapo Aargau
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Mit ihr auf dem Ticket könnte es eine ähnliche Dynamik geben wie 2015»
Bundesrat Guy Parmelin tritt per Ende 2026 zurück. Was hinterlässt er nach elf Jahren Amtszeit? Und wer aus der SVP hat gute Chancen, ihn zu beerben? Antworten hat Politologe Mark Balsiger.
Bundesrat Guy Parmelin hat seinen Rücktritt per Ende Jahr bekanntgegeben. Geht er, wenn es am schönsten ist?
Mark Balsiger:
Ja, er hat einen optimalen Zeitpunkt gewählt. In diesem Jahr hat er als Bundespräsident bislang eine gute Figur gemacht. Angefangen damit, wie er nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana volksnah und empathisch aufgetreten ist. Ausserdem hat er das Vertragspaket mit der EU und die Handelsbeziehungen mit Indien unter Dach und Fach gebracht. Das ist ein würdiger Abschluss.
Zur Story