Schweiz
Bundesrat

Pendelnder Bundespräsident wird zur Twitter-Sensation

Didier Burkhalter

Pendelnder Bundespräsident wird zur Twitter-Sensation

05.09.2014, 12:4206.09.2014, 08:45
Didier Burkhalter bei OSZE-Verhandlungen in Estland - da hielt sich der Bekanntheitsgrad des Bundesrats auf Twitter noch in Grenzen.
Didier Burkhalter bei OSZE-Verhandlungen in Estland - da hielt sich der Bekanntheitsgrad des Bundesrats auf Twitter noch in Grenzen.Bild: EPA/ESTONIAN PRIME MINISTER PRESS

Schweizer Magistratspersonen sind nicht unbedingt für ihre Präsenz in den sozialen Medien bekannt. Im Fall von Bundesratspräsident Didier Burkhalter hat sich das in den letzten Tagen markant geändert. 

Seit der Journalist Serge Jubin von «Le Temps» ein Foto auf Facebook postete, das Burkhalter beim Warten auf den Perron zeigt, ist der Bundesrat zum Social Media Star avanciert. 

«Nein, keine Bodyguards»

Nachdem das Foto von einem Twitter-User mit einer englischen Beschreibung versehen wurde - «Didier Burkhalter, am Warten auf den Zug. Nein, keine Bodyguards» -  machte es die Runde durch das Internet. Bis anhin erreichte die Nachricht 890 Retweets, darunter von Usern aus Indien, Bhutan und Brasilien, zudem wurde die Meldung 383 mal favorisiert. 

Die Reaktionen reichen von heller Begeisterung über die Volksnähe eines Politikers bis hin zu zynischen Kommentaren. 

Ein anderer Twitterer wünschte sich, dass Politiker in Indien genauso wenig Berührungsängste mit der Bevölkerung zeigen würden wie Burkhalter.

Dieser User schliesslich hat eine einfache Erklärung, warum ein Bundespräsident in der Schweiz ohne Bodyguards unbehelligt unters Volk mischen kann.

«Die Tatsache, dass man keine Schutzperson sieht, heisst noch lange nicht, dass niemand dabei ist»

Ob Burkhalter tatsächlich wie behauptet ohne Personenschutz am Bahnsteig stand, ist jedoch nicht erwiesen, wie der «Blick» schreibt.

«Die Tatsache, dass man keine Schutzperson sieht, heisst noch lange nicht, dass niemand dabei ist», erklärt der Chef des Bundessicherheitsdienst in einem Interview mit dem «Beobachter». (wst)

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