Schweiz
Bundesrat

Pierre Alain Schnegg über seine Bundesrats-Kandidatur und Steuererhöhung

Pierre Alain Schnegg, Regierungspraesident Kanton Bern, spricht an einer Medienkonferenz an der Eroeffnung Hospiz Bern, am Freitag, 14. August 2026, in Bern. Es ist das erste Hospiz fuer Erwachsene im ...
Pierre Alain Schnegg wäre bei Amtsantritt 64 Jahre alt.Bild: keystone

Pierre Alain Schnegg: «Die Steuern so zu erhöhen, macht mir Angst»

28.10.2026, 14:4728.10.2026, 14:47

Pierre Alain Schnegg will Bundesrat werden – und hat in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger über seine Pläne gesprochen. Er fühle sich «fit und motiviert», obwohl er vor acht Jahren gegenüber der Zeitung noch gesagt hatte, er fühle sich «zu alt».

Zunächst geht es um Céline Amaudruz. Schnegg glaube nicht, dass er ein Verhinderer der SVP-Politikerin sei. Stattdessen gehe er davon aus, «dass eine Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten aus der Romandie die Chancen erhöht, den Sitz für die Westschweiz zu halten». Er fände es schade, stünden zwei Deutschschweizer auf dem SVP-Ticket.

Auf die Frage, welchen Bundesrat die Schweiz brauche, antwortet der Romand, dass es eine Regierung brauche, die ihre Bevölkerung schützen könne. Weiter sagt er zum «Tages-Anzeiger»:

«Junge müssen etwas anpacken können. Und wir haben vorher vom Alter gesprochen – wir brauchen eine Altersvorsorge, die stabil und stark ist.»

Schnegg lehnt Mehrwertsteuererhöhung ab

Schnegg lässt durchblicken, dass er gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist. «Es gibt Lösungen, die nur auf den ersten Blick gut klingen», sagt er der Zeitung. In anderen Ländern würde viel mit der Mehrwertsteuer finanziert – da sei der Anreiz «irgendwann gross», die Steuer zu umgehen. Es sei ein möglicher Weg, die Steuern für die Finanzierung der AHV zu erhöhen, doch er mache ihm Angst.

Der Bernjurassier sei ausserdem der Meinung, dass eine Aufrüstung nötig sei. Doch auch hier ist er gegen eine Steuererhöhung, sagt er gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Er sei überzeugt, dass es abgesehen davon noch viel Spielraum gebe. So habe seine Direktion aus sieben Ämtern zwei gemacht. Andere Kantone würden heute «nach dem gleichen Rezept» handeln. (hkl)

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