Schweiz
Christoph Blocher

Christoph Blocher bleibt für Neutralitätsinitiative in der Schweiz

KEYPIX - Alt-Bundesrat Christoph Blocher bei seiner Ansprache anlaesslich der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz vom Samstag, 22. August 2026 in der Waldmannhalle in Baar. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Hellebarde als Zeichen der bewaffneten Neutralität: Christoph Blocher rüstet sich für den Abstimmungssonntag. Bild: keystone

«Ich muss da sein» – Blocher sagt Auslandaufenthalt wegen Neutralitätsinitiative ab

Christoph Blocher reagiert auf die Kritik und bleibt am Abstimmungssonntag nun doch in der Schweiz. Das Ergebnis seiner Neutralitätsinitiative will er exklusiv in seiner eigenen Sendung kommentieren.
26.08.2026, 11:4326.08.2026, 11:43
Matthias Steimer
Matthias Steimer

Christoph Blocher weile am 27. September im Ausland, er werde das Abstimmungsergebnis seiner eigenen Neutralitätsinitiative nicht kommentieren. Dies liess sein Sekretariat vergangene Woche gegenüber TeleZüri verlauten.

Keine Interviews «in diesem Geschwätz drin»

Nach der Berichterstattung hat sich der Initiant umentschieden: «Ich verschiebe den Auslandaufenthalt, ich muss da sein bei einer so wichtigen Abstimmung», sagt der Urheber der Neutralitätsinitiative jetzt. Dem Abstimmungskomitee will er indes fernbleiben.

Er werde nicht mittags um 12 Uhr «in diesem Geschwätz drin» Auskunft geben, sondern exklusiv auf TeleBlocher, verrät der ehemalige Bundesrat im Interview mit «20 Minuten» weiter. Er wählt also seine eigene Sendung, um das Abstimmungsergebnis doch noch zu kommentieren.

Reaktion auf Kritik

Sein ursprünglicher Plan, am Abstimmungssonntag nicht in der Schweiz zu sein, stiess auf Kritik. Der bekannte Politanalyst Mark Balsiger sah das Gebot der Fairness verletzt. Tatsächlich ist es Usus, dass an einem Abstimmungssonntag Gewinner wie auch Verlierer Rede und Antwort stehen.

Blochers geplante Abwesenheit wurde so interpretiert, dass er mit einer Niederlage rechnet. Denn alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt wird. Sein Auslandaufenthalt sei allerdings «schon lange» geplant gewesen, rechtfertigt sich Blocher.

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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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Die beliebtesten Kommentare
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Eat.Sleep.Work.Repeat
26.08.2026 11:51registriert März 2022
Alte Männer, sollten sich aus der Politik zurückziehen und auch nicht mehr abstimmen.

Was sie entscheiden oder beeinflussen kommt erst zum Tragen, wenn sie gar nicht mehr da sind.
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GlaubederCHniealles
26.08.2026 12:01registriert Juli 2026
Typisch, zuerst palavern der Auslandsaufenthalt sei wichtiger, dann wieder zurückkrebsen. Wie damals beim Bundesratsgehalt für abtretende Bundesräte.
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MeinSenf
26.08.2026 12:02registriert April 2016
Ob abwesend oder nur in TeleBlocher, das macht den Braten nicht feis. Der soll sich gefälligst kritischen Fragen stellen und auch darauf antworten...
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