«Ich muss da sein» – Blocher sagt Auslandaufenthalt wegen Neutralitätsinitiative ab
Christoph Blocher weile am 27. September im Ausland, er werde das Abstimmungsergebnis seiner eigenen Neutralitätsinitiative nicht kommentieren. Dies liess sein Sekretariat vergangene Woche gegenüber TeleZüri verlauten.
Keine Interviews «in diesem Geschwätz drin»
Nach der Berichterstattung hat sich der Initiant umentschieden: «Ich verschiebe den Auslandaufenthalt, ich muss da sein bei einer so wichtigen Abstimmung», sagt der Urheber der Neutralitätsinitiative jetzt. Dem Abstimmungskomitee will er indes fernbleiben.
Er werde nicht mittags um 12 Uhr «in diesem Geschwätz drin» Auskunft geben, sondern exklusiv auf TeleBlocher, verrät der ehemalige Bundesrat im Interview mit «20 Minuten» weiter. Er wählt also seine eigene Sendung, um das Abstimmungsergebnis doch noch zu kommentieren.
Reaktion auf Kritik
Sein ursprünglicher Plan, am Abstimmungssonntag nicht in der Schweiz zu sein, stiess auf Kritik. Der bekannte Politanalyst Mark Balsiger sah das Gebot der Fairness verletzt. Tatsächlich ist es Usus, dass an einem Abstimmungssonntag Gewinner wie auch Verlierer Rede und Antwort stehen.
Blochers geplante Abwesenheit wurde so interpretiert, dass er mit einer Niederlage rechnet. Denn alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt wird. Sein Auslandaufenthalt sei allerdings «schon lange» geplant gewesen, rechtfertigt sich Blocher.
