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Hochgestapelte Stühle, Orangensaft statt Champagner: Auch der Club Soprano in Urdorf bleibt wegen der Corona-Krise geschlossen. bild: watson

«Wie im Ferienlager» – so geht es den Sexarbeiterinnen in einem Zürcher Bordell

Auf Google Maps wird der Club Soprano als «Bar mit Animierdamen» angepriesen. Doch das Coronavirus macht der Animation einen Strich durch die Rechnung. Die Krise trifft auch das Sexgewerbe und allen voran die Sexarbeiterinnen hart. Ein Besuch in einem Zürcher Etablissement.



Das Gebäude ist unscheinbar. Ein verwaschenes Grün ziert die Aussenfassade des Clubs Soprano in Urdorf ZH. Der Lärm der Autobahn, nur wenige Meter entfernt, weht herüber. Im Aussenbereich fläzen sich zwei junge Frauen im Schatten auf einer Rattanlounge. Sie rauchen Zigaretten und blicken neugierig in Richtung der ankommenden Reporterin.

Wäre es ein normaler Donnerstag, würden sich die Frauen womöglich bald auf ihre abendliche Schicht vorbereiten. Sie würden sich schminken und frisieren, hochhackige Schuhe um ihre Knöchel schnüren und sich leicht bekleidet bei Cluböffnung an den schummrig beleuchteten Bartresen setzen. Doch es sind keine normalen Zeiten. Der Bartresen im Innern des Clubs ist versperrt mit hochgestapelten Stühlen. Und den wenigen Sexarbeiterinnen, die freiwillig oder gezwungenermassen im Club Soprano hängen geblieben sind, bleibt nur eines übrig: Zuwarten.

«Es fühlt sich an wie im Ferienlager, einfach ein bisschen langweiliger.»

Mirella, Rezeptionistin Club Soprano

Dino, Mitglied der Club-Geschäftsleitung, 25-jährig, gross gewachsen, schwarze Kleidung, grüsst mit einem kurzen Nicken. Sein Händedruck zu Nicht-Corona-Zeiten wäre ordentlich gewesen. Mit einer kurzen Geste winkt er ins Innere des Clubs, lädt zu einem Rundgang.

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Die Zimmer im Zürcher Club Soprano bleiben bis auf weiteres leer. bild: watson

Die rund 2500 Quadratmeter des Etablissements sind seit nun mehr als einem Monat unbenutzt. Die zahlreichen Zimmer mit den roten Samtsofas, den runden Betten und gläsernen Duschkabinen stehen leer. In den spärlich belichteten Gängen stehen Putzwagen und Staubsauger. Einzig in den kleineren Zimmern und Aufenthaltsräumen für die Sexarbeiterinnen herrscht etwas Betrieb. In der Küche verspeisen drei Frauen einen Nachmittagssnack.

«Es fühlt sich an wie im Ferienlager, einfach ein bisschen langweiliger», schmunzelt die 27-jährige Mirella. Sie ist ursprünglich aus Rumänien. Die Rezeptionistin lebt aber seit Längerem in der Schweiz.

Nach Rumänien zurückzukehren sei für sie keine Option gewesen. «Was will ich in Rumänien? Dort darf man keinen Schritt mehr aus dem Haus machen. Und ich wüsste nicht, wann ich wieder in der Schweiz arbeiten könnte.» Bis am 15. Juni gelten schweizweit strenge Einreiseregelungen. Ja, Geld verdiene sie derzeit nicht, so Mirella. Doch es gehe ja allen gleich.

«Kurz nach dem schweizweiten Lockdown wurden wir mit Anfragen von Frauen überflutet.»

Beatrice Bänninger, Geschäftsführerin Zürcher Stadtmission

Die Corona-Krise trifft die Sexarbeiterinnen hart. Der Umsatz des Sexgewerbes beläuft sich Schätzungen zufolge auf eine halbe bis zu einer Milliarde Franken pro Jahr. Doch nur der geringste Anteil geht an die Sexarbeiterinnen selbst. Seit dem 16. März bleibt ihnen gar nichts mehr. 75 Prozent der Frauen sind Migrantinnen. Jene, die konnten, versuchten in ihre Heimatländer zurückzureisen. Doch nicht alle schafften es.

«Kurz nach dem schweizweiten Lockdown wurden wir mit Anfragen von Frauen überflutet», sagt Beatrice Bänninger. Sie ist die Geschäftsführerin der Zürcher Stadtmission, die auch die Beratungsstelle für Sexarbeitende Isla Victoria betreibt. Allein in den ersten zehn Tagen nach dem Lockdown hat Isla Victoria zusammen mit dem Team Flora Dora rund 100 Rückreisen und finanzielle Nothilfe für Sexarbeiterinnen organisiert, Kostenpunkt 30'000 Franken. «Normalerweise haben wir ein kleines Budget für Nothilfe. Doch das reichte bei weitem nicht», so Bänninger. Kurzerhand zückte sie ihre eigene Kreditkarte. «Wir mussten schnell handeln und hatten keine Zeit, um auf Geldsprechung der Politik zu warten.»

Unterdessen hat das Sozialamt des Kantons Zürich 50'000 Franken Unterstützungsgelder gesprochen. Ein grosser Teil der Ausgaben der Zürcher Stadtmission konnten bereits gedeckt werden. «Positiv überrascht» gewesen sei sie über diese unbürokratische und schnelle Nothilfe, so Bänninger. «Das Sexgewerbe wurde von Anfang an von der Politik genauso ernst genommen wie andere Branchen auch. Das stimmt uns zuversichtlich.» Doch wie bei anderen Branchen auch wird sich die finanzielle Situation auch im Sexgewerbe zuspitzen.

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Viele der Sexarbeiterinnen, die zuvor in Clubs gearbeitet haben, konnten bleiben. Im Club Soprano in Urdorf wohnen derzeit noch sieben Frauen. Sie alle schafften es nicht mehr rechtzeitig über die Grenze. Normalerweise müssten sie selbst für Kost und Logie aufkommen. Nun können sie kostenfrei im Soprano bleiben.

«Die Betriebe stehen vor grossen wirtschaftlichen Herausforderungen. Wir gehen davon aus, dass die Frauen nicht ewig kostenlos in den Clubs wohnen können», sagt Bänninger. Doch es ist nicht nur die Unterkunft. Das Geld fehlt auch für ganz alltägliche Dinge: Lebensmittel, Hygieneprodukte, Handy-Abos.

Auch hier unterstützt die Beratungsstelle Isla Victoria die Sexarbeiterinnen. Sieben prall gefüllte Einkaufstaschen mit Lebensmitteln und je 200 Franken Nothilfegeld brachte Grazia Aurora nach Urdorf ins Soprano. Aurora kümmert sich als psychosoziale Beraterin und Pflegefachfrau um die Sexarbeiterinnen. Seit Beginn des Lockdowns sei sie ununterbrochen im Kanton Zürich unterwegs. Sie tingelt von Bordell zu Cabaret und versucht zu helfen, wo sie kann.

«Niemand geht mit Schutzmaske ins Bordell und hält die zwei Meter Distanzregel ein.»

Dino, Mitglied der Geschäftsführung Club Soprano

«Wir sind froh über die Grosszügigkeit von Clubs wie dem Soprano», sagt Aurora. Würden sie die Frauen nicht kostenlos aufnehmen, würden diese auf der Strasse landen. Dino erwidert Auroras Lob mit ernster Miene. «Wir sind wie eine grosse Familie. Die Frauen einfach auf die Strasse zu stellen, kam für uns nicht in Frage.» Solange es irgendwie finanziell zu stemmen sei, werde man den Frauen ein Dach über dem Kopf bieten. Noch hat das Soprano keinen Kredit beantragt. Die festangestellten Mitarbeitenden wurden für Kurzarbeit angemeldet, die Lokalmiete wird von Reserven bezahlt. «Je länger der Club geschlossen bleibt, desto mehr bezahlen wir aus der eigenen Kasse», so Dino.

Der Blick in die Zukunft ist ungewiss. Im Lockerungsfahrplan des Bundes wurde das Sexgewerbe nicht erwähnt. Und auch Dino weiss, dass es noch länger gehen könnte, bis der Club seine Tore wieder öffnen darf. «Solange man Schutzmasken tragen muss, macht es wohl kaum Sinn, zu öffnen. Niemand geht in ein Bordell mit Schutzmaske und hält die zwei Meter Distanzregel ein», so der 25-Jährige. Und solange die strengen Einreisebestimmungen gelten, könne er den Betrieb nur begrenzt hochfahren. «Normalerweise haben wir 27 Frauen, die im Club arbeiten. Können diese nicht mehr in die Schweiz einreisen, wird es sowieso schwierig, den Club zu öffnen.»

Auch die Geschäftsführerin der Zürcher Stadtmission stellt sich auf eine längere Durststrecke ein. «Wir können das wirtschaftliche Ausmass der Corona-Krise noch gar nicht fassen. Das wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen», so Bänninger. Für sie ist klar: Es braucht weitere Gelder von Stadt und Kanton. Und es brauche endlich eine klare Definition der arbeitsrechtlichen Situation von Prostituierten. Denn noch ist oft unklar, ob Sexarbeiterinnen arbeitsrechtlich als Arbeitnehmende oder Selbstständigerwerbende zu betrachten sind. Es sei im Einzelfall zu beurteilen, ob ein Arbeitsvertrag vorliege oder nicht, schreibt die Zürcher Kantonsregierung 2019 in einer Stellungnahme zum Sexgewerbe.

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Auch dieses Zimmer im Soprano bleibt unbenutzt. Mindestens bis im Juni, vielleicht aber auch länger. bild: watson

Das Problem dabei: Verschiedene Stellen wie die SVA, das Migrationsamt oder das RAV gehen von unterschiedlichen Definitionen aus. Genau da liege das Problem, so Bänninger. In der Krise würden sich diese systemischen Probleme noch krasser zeigen. Zum Teil sei völlig unklar ob, die Sexarbeiterinnen in Clubs und Salons ein Recht auf Unterstützungsbeiträge hätten oder nicht. «Der Ämtergang ist kompliziert, der Administrationsaufwand gross. Viele der Frauen stehen zwischen Stuhl und Bank.» Nach der Corona-Krise sei es an der Zeit, diese rechtlichen Lücken endlich zu füllen.

Für Mirella und die weiteren Frauen im Club Soprano wird sich so schnell nicht viel an ihrer Situation ändern. Sie müssen abwarten. Und hoffen, dass es nicht zu einer zweiten Coronavirus-Welle kommt. Bis dahin sitzen sie in Urdorf fest. Immerhin seien sie in guter Gesellschaft, meint Dino zum Abschied. «Wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, gehen wir in den Garten, schmeissen den Grill an und trinken eine Flasche Wein.» Die Frauen nicken lächelnd zum Abschied. Eine von ihnen wedelt mit einem federverzierten Katzenspielzeug und der bengalische Kater Soprano, der dem Club den Namen gab, setzt zum Angriff an.

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45
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mügäli 22.04.2020 09:14
    Highlight Highlight Tatsache 2!
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  • Mügäli 22.04.2020 09:13
    Highlight Highlight Tatsache!
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  • Mügäli 22.04.2020 08:04
    Highlight Highlight Jeder Frau muss bewusst sein was es für eine Frau bedeuten muss jeden Tag x verschiedene Männer über sich ergehen zu lassen. Diese Demütigung, diese Erniedrigung, dieser Missbrauch ist so schrecklich und gleichzeitig (siehe hier in den Kommentaren) so akzeptiert.

    Wir Frauen können diese Situation für diese 1000enden Missbrauchsopfer nur endlich beenden wenn wir zusammenhalten und uns gegen diese Ausbeutung endlich zu wehr setzten.

    Von den meisten Männern ist keine Unterstützung zu erwarten, da es ihnen egal ist wies diesen Frauen geht, ihnen geht's einzig um ihre Befriedigung ...
    • Dageka 22.04.2020 08:29
      Highlight Highlight An Prostitution per se ist meiner Meinung nach nichts verwerflich. Es ist aber wichtig, dass alle, die in diesem Gewerbe arbeiten, dies mit freiem Willen tun und keine Opfer von Menschenhandel sind. Wenn diese Voraussetzung zutrifft, dann ist es ignorant und respektlos, diese Personen als gedemütigte Opfer darzustellen.
    • Mügäli 22.04.2020 13:22
      Highlight Highlight @Dageka - ich habe genug lange Frauen aus diesem Milieu begleitet um mir ein Urteil fällen zu können. Natürlich gibt es Einige welche das freiwillig machen aber diese sind in der Minderzahl.

      Vergiss nicht, nicht alle Freier sind der nette Typ von nebenan, du hast anscheinend echt keine Ahnung was diese Frauen durchmachen oder du verdrängst es wie die Meisten.

      Heute gibt es genug Möglichkeiten willige Sexpartnerinnen zu finden man muss sich nicht mehr einen Frauenkörper zu Benützung 'kaufen'.

      Prostitution ist einer modernen Gesellschaft unwürdig.
  • atorator 21.04.2020 19:35
    Highlight Highlight Alle Innendekorateure von Puffs sollen bitte sofort gefeuert werden.
  • Bratansauce 21.04.2020 16:20
    Highlight Highlight Also wenn Coiffeure wieder Haare schneiden dürfen, sollten eigentlich auch die Prostituierten wieder loslegen können. Die Nachvollziehbarkeit könnte man ja genauso gewährleisten.
  • Küsel64 21.04.2020 13:04
    Highlight Highlight Doppelmoral: Praktisch alle waren irgendwann schon mal dort, und wahrscheinlich ein recht grosser Teil sogar regelmässig. Denn sonst wäre das Gewerbe nicht so gross.

    Die Frauen haben keine Rechte und sollen aber Sozialversicherung bezahlen. Das Obligationenrecht tut das Geschäft einfach als nichtig ab, da unmoralisch (Art. 20 OR). So altbacken und realitätsfremd ...
    • 90er 21.04.2020 20:31
      Highlight Highlight Stimmt so zum Glück nicht mehr.
      Die Prostitution ist nicht (mehr) sittenwidrig. Wurde auch so von Gerichten bestätigt.
  • happygoalone 21.04.2020 12:51
    Highlight Highlight Vielleicht wäre der Zeitpunkt nicht schlecht, um innezuhalten und sich zu fragen, weshalb nur ein Minimum am Umsatz den Frauen direkt zugute kommt und sich zu fragen, ob nun diese Frauen tatsächlich freiwillig tagein tagaus Freier bedienen und ob sie wohl festsitzen, weil sie Schulden für die Anreise, die Miete oder den Unterhalt abarbeiten müssen. Mich graust.
    • Graviton 22.04.2020 12:47
      Highlight Highlight In allen Wirtschaftszweigen kommt nur ein Minimum des Umsatzes den Mitarbeitern zugute.

      Freiwillig machen die Menschen ihren Job idR auch nicht. Jeder muss aufgrund ökonomischer Zwänge eine Arbeit ausüben, die genügend Einkommen generiert und die sich mit den persönlichen Präferenzen deckt. So werden gewisse Leute Bäcker, Anwalt, Hebamme, Buchhalter, Project Manager usw.

      Wenn sich jemand FREIWILLIG (soweit möglich in unserem Wirtschaftssystem) entscheidet, Sexarbeiter zu werden, gibt es da nichts zu meckern.

      Jemanden illegal dazu zu zwingen gehört aber selbstverständlich bestraft.
  • fools garden 21.04.2020 12:50
    Highlight Highlight Die Politiker sind mit sicherheit zu Feige diesen Damen zu helfen, selbst wenn sie selber noch so gerne mal davon profitieren.
    Die Politikerinnen reagieren eher stutenbissig, oder sind sonst froh etwas weniger Konkurenz zu haben.
    Diese Frauen fallen mit Sicherheit durch jeden Filter,
    Loby ist keine in Sicht und vom Arbeitgeber werden sie auch ausgenützt.
    • sowhat 21.04.2020 20:55
      Highlight Highlight Hast du den Text gelesen?
      Es wurde explizit erwähnt, das rasch 50'000.- gesprochen wurden.
      Das Problem liegt woanders. Nämlich, dass die Arbeitsverhältnisse nich sauber geklärt sind.
  • Coffeetime ☕ 21.04.2020 12:04
    Highlight Highlight Auf online umstellen? 🤪
  • Xiakit 21.04.2020 12:01
    Highlight Highlight Mir fehlt noch ein Bericht über den Dackelverein Wallisellen, wie trifft es den? Wird er aus der Corona-Krise herausfinden? Oder muss der Dackelverein nun kürzertreten (höhö)?
    • Zauggovia 21.04.2020 16:21
      Highlight Highlight Der beste Kommentar mit den meisten Blitzern 😂
    • Grave 21.04.2020 18:10
      Highlight Highlight Alles für den dackel !
    • alekanekelo 21.04.2020 18:35
      Highlight Highlight Alles für den Dackel. alles für den Club🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 21.04.2020 11:52
    Highlight Highlight Da würde wohl so mancher dazustossen wollen - in dieses gelangweilte Ferienlager.
    • Hierundjetzt 21.04.2020 12:29
      Highlight Highlight Poaeh Snowy. Der ist jetzt dermassen flach. Musste grad ein wenig zu fest lachen. 😒

      Trotzdem, geht gar nicht. Sorry m8te ➡️🚪

    • ManuJot 21.04.2020 12:37
      Highlight Highlight Hihi, "stossen" 😒
    • Bits_and_More 22.04.2020 09:44
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      "Flach" ist in solchen Etablissements in der Regel gar nichts ;-)
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 21.04.2020 11:09
    Highlight Highlight Bei den Damen ist jetzt Homeoffice angesagt und bei den Herren Do It Yourself.
    • Sarkasmusdetektor 21.04.2020 11:44
      Highlight Highlight Home Office wäre doch kein Problem. Einfach ein paar Webcams aufstellen. Für die Kulisse scheint ja gesorgt zu sein, wenn man die Fotos oben so sieht.
    • Pana 21.04.2020 16:07
      Highlight Highlight Und mit home office lässt sich sogar durchaus Geld machen. Aber das werden die schon wissen ;)
  • äti 21.04.2020 11:05
    Highlight Highlight Ich bin für sofortiges öffnen aller Rot-Licht-etablissments
    Ich bin für sortiges öffnen meines Coiffeursalons
    Ich bin für sofortiges öffnen meiner Lieblingbar und Beiz

    Der Rest kann ruhig warten ✌🍷🍵⚘
    • ThePower 21.04.2020 12:38
      Highlight Highlight Ich an sich auch, aber mal im Ernst: Glaubst du, du könntest es geniessen? Denkt daran, dass du im Verlauf des Tages nicht der einzige "soziale Kontakt" der Girls bist...Bei Weitem nicht..
    • Hierundjetzt 21.04.2020 13:00
      Highlight Highlight Voilà. Prioritätensetzung done right.

      So geht das.

      Bitte Platzer informieren. Meeeeerci
  • Domimar 21.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Gerade gestern habe ich mich in einem Gedankenspiel gefragt, was wohl diese Angestellten im Moment machen. Spannend danke. Allerdings frage ich mich schon, warum der Status nicht klar ist. Entweder sie beziehen einen Lohn (stundenweise oder fest) und sind entsprechend Angestellte oder sie gelten als Selbständigerwerbende, in diesem Fall hätten sie AHV bezahlen müssen. Eines der beiden Konzepte hätte von Beginn weg gewählt werden müssen, dann wäre die jetzige Situation auch klar und wie sie Unterstützung erhalten ebenfalls. Das lässt Kostenvermeidung seitens Soprano vermuten und ist nicht nett.
    • 90er 21.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Wenn das ganze in der Praxis nur so einfach wäre... Das Grundproblem fängt schon bei der Kantonalen Zuständigkeit an. Jeder Kanton kann selber entscheiden wie er das ganze Thema Sexarbeit angeht. Sprich braucht es eine Bewilligung oder nicht?, sind die Sexarbeitenden selbständig oder angestellt? Wie gestaltet man einen Arbeitsvertrag ohne Art. 195 StGB zuverletzen und so weiter. Weiter kommt der oft ungekehrte Geldfluss hinzu, wo anderst als in anderen Branchen die Geldflüsse via Arbeitnehmer laufen und nicht Arbeitgeber und so weiter. Die Thematik ist sehr komplex und es gibt keine Lobby...
    • Küsel64 21.04.2020 12:45
      Highlight Highlight Es gibt noch eine Dritte: Das Schlupfloch der SVP das es ermöglicht kurzzeitig ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz zu schleusen etwa für das Sexgewerbe oder die Landwirtschaft. Ja ... Ausländer ist eben nicht gleich Ausländer ... Es kommt eben drauf an ...
    • Domimar 21.04.2020 14:41
      Highlight Highlight Aber ob es eine bewilligung braucht oder nicht ist in der aktuellen thematik nebensächlich. Die frage ist, ist man sozialversichert. Und jede person mit wohnaufenthalt und hauptarbeitsort in der schweiz (glaube mind. 25% wenn kumulativ) und lohnbezug muss in der schweiz sozialversichert werden. Man(n) hätte auch in eigeninitiative ein arbeitsverhältniss auf normaler arbeitsbasis machen und abrechnen können. Eine bewilligung ist ein separates verfahren. Zwei verschiedene behördenstellen. Aber eben, es gibt günstigere wege.
    Weitere Antworten anzeigen
  • herrkern (1) 21.04.2020 10:57
    Highlight Highlight Auf den einschlägigen Websites sind immer noch Inserate drauf. Offiziell seien die nur für online Kontakte. Ich hoffe mal, dass sich alle dran halten. Die grossen Puffs werden sicher kontrolliert, aber was ist mit allen anderen?
    • PlayaGua 21.04.2020 11:43
      Highlight Highlight Die grossen werden sicher nichts riskieren. Aber die meisten arbeiten mehr oder weniger für sich, da wird das Geschäft sicher bei einigen weiterlaufen.
  • w'ever 21.04.2020 10:31
    Highlight Highlight ein freund sagte mir, dass die damen sind jetzt einfach alle auf tinder sind.
    • Drunken Master 21.04.2020 10:48
      Highlight Highlight "ein freund sagte mir" :-D
    • w'ever 21.04.2020 11:33
      Highlight Highlight @drunken master
      ;)
    • Küsel64 21.04.2020 12:46
      Highlight Highlight Zum Glück gibt Freunde ...
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