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Der schnellste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz geht in Betrieb

Der AI-Supercomputer von Phoeniqs soll die digitale Souveränität der Schweiz erhöhen.
Der AI-Supercomputer von Phoeniqs soll die digitale Souveränität der Schweiz erhöhen.
bild: Phoeniqs

Der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz geht in Betrieb

17.06.2026, 16:5117.06.2026, 17:10

In Arlesheim bei Basel ist der leistungsfähigste kommerziell betriebene KI-Supercomputer der Schweiz offiziell in Betrieb genommen worden. Die Anlage auf dem Innovationscampus Uptownbasel soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen den Betrieb anspruchsvoller Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Schweiz ermöglichen.

Der Rechner verfügt über 192 Hochleistungsprozessoren des Typs Nvidia H100, wie der Betreiber Phoeniqs und die Projektpartner am Mittwoch mitteilten. Er soll unter anderem für das Training grosser Sprachmodelle, die Pharmaforschung, Robotik, digitale Zwillinge oder die Optimierung von Produktionsprozessen eingesetzt werden.

Ein zentrales Argument der Betreiber ist, dass Daten und Anwendungen unter Schweizer Recht im Land verbleiben und nicht über ausländische Cloud-Anbieter verarbeitet werden müssen. Nach Angaben der Betreiber stehen für den Betrieb rund drei Megawatt Leistung zur Verfügung. Die entstehende Abwärme wird zur Beheizung des Areals genutzt und in ein regionales Wärmenetz eingespeist.

Der neue Rechner ist zwar der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz, jedoch nicht der leistungsstärkste Computer des Landes insgesamt. Diese Rolle kommt dem Supercomputer «Alps» des Schweizerischen Hochleistungsrechenzentrums (CSCS) in Lugano zu. Das 2024 eingeweihte System gehört zu den leistungsfähigsten Supercomputern der Welt und wird unter anderem für Klimaforschung, Wetterprognosen und die Entwicklung komplexer KI-Modelle genutzt.

Der Innovationscampus Uptownbasel in Arlesheim vereint Unternehmen aus Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Quantencomputing, Life Sciences und digital vernetzter Industrie. Bis 2030 sollen dort bis zu 100 Unternehmen mit rund 2500 Arbeitsplätzen angesiedelt werden.

(sda/awp)

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34 Kommentare
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Sam1984
17.06.2026 17:43registriert Dezember 2014
Eine Korrektur: H100 ist eine GPU von Nvidia, welche schon etwas älter ist. Das H steht für die Hopper Architektur. Der zugehörige ARM CPU wäre Grace.

Mittlerweile ist schon die neuere Blackwell Architektur im Handel und die noch neuere Rubin Architektur in Planung und bald erhältlich.

Ein Cluster mit 192 H100 ist jetzt nicht gerade etwas womit man angibt.

Zum Vergleich, der ALPS Cluster am CSCS hat 10000 H100.

Stand der Technik wären B300 Server aber da brauchst du fast schon ein eigenes Kraftwerk um 192 davon zu betreiben.
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