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Stadt Kriens: KI soll die Fragen der Bevölkerung telefonisch beantworten

Am 17. Juni 2026 will die Stadt Kriens im Kanton Luzern ihren neuen KI-basierten Telefonassistenten (Voicebot) in Betrieb nehmen.
Am Mittwoch soll der KI-basierte Telefonassistent (Voicebot) in Betrieb gehen.Bild: PD

KI soll Fragen der Bevölkerung telefonisch beantworten – und versteht angeblich Mundart

In Kriens im Kanton Luzern werden die Öffnungszeiten der Stadtverwaltung digital verlängert. Ein KI-basierter Assistent sei speziell darauf trainiert worden, Schweizerdeutsch zu verstehen.
16.06.2026, 10:5616.06.2026, 10:57

Wer auf die Hauptnummer der Krienser Stadtverwaltung anruft, hat bald eine Künstliche Intelligenz (KI) in der Leitung. Die Stadt nimmt ab Mittwoch einen digitalen Telefonassistenten in Betrieb, der rund um die Uhr Fragen der Bevölkerung beantwortet.

Damit können einfache Auskünfte oder Anfragen auch ausserhalb der Bürozeiten bearbeitet werden, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Zudem soll dies Wartezeiten verkürzen und Mitarbeitende von administrativen Routineaufgaben entlasten. Für die persönliche Beratung, die vorgängig vereinbart werden kann, soll so mehr Zeit bleiben.

«Das System analysiert die Anfrage in Echtzeit und verbindet die Anrufenden direkt mit der zuständigen Fachstelle oder beantwortet die Frage gleich selbst.»

Während der regulären Öffnungszeiten stehe die Stadtverwaltung für komplexe Fragen weiterhin zur Verfügung.

KI soll Dialekt verstehen

Die Stadt will den KI-Assistenten schrittweise einführen. Er soll künftig den Anruf entgegen nehmen. «Das System analysiert die Anfrage in Echtzeit», hiess es weiter, und: Es versteht Schweizerdeutsch. «Anrufende können ihr Anliegen daher in ihrem gewohnten Dialekt schildern.»

Die KI beantwortet die Frage selbst oder leitet an die zuständige Fachstelle weiter. Kann sie das Anliegen nicht zuordnen oder bearbeiten, wird der Anruf während der Öffnungszeiten an einen Pool der Departementssekretariate weitergegeben. So soll bei Bedarf eine Ansprechperson persönlich erreichbar bleiben, hiess es weiter.

Der Umfang der Anliegen, welche der KI-Chatbot bearbeitet, soll nach der Einführung laufend wachsen.

Das Tool sei in den vergangenen Wochen getestet worden und starte nun in die Pilotphase. Im Verlaufe des Sommers werde die bisherige, temporäre Vermittlungsstelle im Einwohnerservice vollständig durch die Software ersetzt.

Kreuzlingen war Vorreiter

In der Stadt Kreuzlingen im Kanton Thurgau setzt das Einwohneramt bereits im Rahmen der Smart-City-Strategie einen KI-Assistenten ein, um Telefonanrufe zu beantworten.

Quellen

(dsc)

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