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Jedes zehnte Mädchen nutzt Social-Media auf problematische Weise

Jedes zehnte Mädchen nutzt Social-Media auf problematische Weise

Erstmals liegen auch nationale Daten zum problematischen Gaming bei Jugendlichen vor.
08.05.2023, 11:3908.05.2023, 16:40

Rund sieben Prozent der Schweizer Schulkinder weisen einer Studie zufolge eine problematische Nutzung sozialer Netzwerke auf. Mädchen sind dabei mehr als doppelt so stark betroffen wie Jungen, teilte Sucht Schweiz am Montag mit.

mädchen social media handy
Gemäss Umfragen entgleitet immer mehr Mädchen die Kontrolle über die eigene Social-Media-Nutzung.Bild: Shutterstock

Im Jahr 2022 litten laut der repräsentativen Umfrage mit zehn Prozent der befragten 11- bis 15-jährigen Mädchen fast doppelt so viele unter einem Kontrollverlust über die eigene Social-Media-Nutzung wie bei der letzten Befragung im Jahr 2018.

Die Autorinnen und Autoren der Studie führen diesen Anstieg auf die besonderen Umstände der Coronapandemie zum Zeitpunkt der Befragung zurück. Im Gegensatz dazu blieb der Anteil der betroffenen Knaben bei etwa vier Prozent unverändert.

Viele fast den ganzen Tag online

Acht von zehn Jungen und neun von zehn Mädchen im Alter von 15 Jahren sind laut der Studie täglich in sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Snapchat, TikTok oder Instagram unterwegs. Etwa jeder sechste Junge (16 Prozent) und mehr als jedes fünfte Mädchen (22 Prozent) gaben zudem an, «fast den ganzen Tag» Online-Kontakte zu anderen Personen zu haben.

Die alle vier Jahre durchgeführte Studie Health Behaviour in School-aged Childern (HBSC) steht unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation Europa und untersucht verschiedene gesundheitsrelevante Verhaltensweisen der 11- bis 15-Jährigen.

Problematisches Gaming

Laut Mitteilung liegen nun erstmals auch nationale Daten zum problematischen Gaming bei Jugendlichen vor. 31 Prozent der Jungen und 5 Prozent der Mädchen im Alter von 15 Jahren spielten täglich Online-Videospiele.

Die Studienverfasser schätzen, dass unter denjenigen, die solche Spiele nutzen, etwa drei Prozent ein problematisches Gamingverhalten haben (Jungen und Mädchen etwa gleich).

«Die problematische Nutzung kann in manchen Fällen auf eine Suchterkrankung hindeuten. Tatsächlich schliesst die Weltgesundheitsorganisation WHO die Videospielnutzungsstörung in ihre Liste der Krankheiten mit ein.»

Sucht Schweiz führte die Studie im Jahr 2022 zum zehnten Mal durch. Die Teilnahme an der Befragung war freiwillig und anonym. Die finale nationale Stichprobe umfasst 9345 Mädchen und Jungen.

Quellen

(saw/sda)

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