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Neue App We+ soll bei Chaos mit Ergänzungsleistungen helfen

THEMENBILD ZU SDA-HINTERGRUND -- Apps fuer ein besseres 2017.

Various apps on a smartphone, photographed in Zurich, Switzerland, on January 5, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Verschiedenste A ...
Die neue App hilft unter anderem, Anträge auszufüllen.Bild: KEYSTONE

Neue App soll bei Chaos mit Ergänzungsleistungen helfen

Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer beantragen nie Ergänzungsleistungen trotz Anspruchs darauf. Eine neue App soll das ändern.
17.07.2026, 10:3517.07.2026, 10:35

Das Sozialversicherungssystem in der Schweiz ist sehr komplex. Ob Bundesleistungen, Kantonsleistungen, Gemeindeleistungen oder Sozialversicherungen wie AHV, IV und Krankenkassen: Wer durchblicken will, muss sich reinfuchsen.

Um das Ganze einfacher zu machen, hat Patrick Hofer in den vergangenen Monaten nun eigenständig eine App entwickelt. Sie heisst We+ und ist je nach Anwendungsfall gratis oder kostenpflichtig, schreibt das SRF. Die App richtet sich in erster Linie an Personen, welche pflegebedürftige AHV- oder IV-Bezügerinnen in der Familie betreuen, meint Hofer. Die neue App hilft Betroffenen herauszufinden, ob sie Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben, sowie Anträge auszufüllen.

Viele Betroffene wissen nicht, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Ergänzungsleistungen auch die Betreuungskosten der Angehörigen übernehmen.

Aufwendig und beschämend

Bea Heim, Co-Präsidentin von VASOS, der Vereinigung aktiver Seniorinnen und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz, sieht den fehlenden Bezug von Ergänzungsleistungen als grosses Problem, da sich die Menschen Alltägliches weniger leisten können.

Gründe, weshalb Menschen Ergänzungsleistungen nicht beantragen, gibt's viele. Das Vorgehen ist kompliziert, grundlegendes Wissen fehlt oder die Leute schämen sich:

«Viele verstehen es eher als eine Art Sozialhilfe. Und das möchte man nicht, nachdem man ein ganzes Leben lang gearbeitet hat, sich durchgeboxt hat und im Alter dann auf Sozialhilfe angewiesen wäre. Aber es ist nicht das.»

Heim sieht deshalb den Staat in der Pflicht, künftig aktiv auf die Betroffenen zuzugehen, die einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben.

(kek)

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