Schweiz
Drogen

In Basel wird ein Kokain-Rekordfund bei der Migros-Tochter Delica beschlagnahmt – und das Zeug ist auch noch von extrem hoher Reinheit 

Schnee im Sommer Oktober: Was wie eine Auswahl von Fairtrade-Schoggi aussieht, ist ein Kokain-Rekordfund.
Schnee im Sommer Oktober: Was wie eine Auswahl von Fairtrade-Schoggi aussieht, ist ein Kokain-Rekordfund.
bild: polizei basel-landschaft

In Basel wird ein Kokain-Rekordfund bei der Migros-Tochter Delica beschlagnahmt – und das Zeug ist auch noch von extrem hoher Reinheit 

04.11.2015, 09:5904.11.2015, 10:55

Am Montag, dem 19. Oktober hat die Baselbieter Polizei am Birsfelder Hafen 191 Kilogramm Kokain sichergestellt. Dieses wurde in einem Container gefunden, der von Santos (Brasilien) nach Antwerpen (Belgien) verschifft worden war. Geladen hatte er Kaffee, der für die Birsfelder Migros-Tochter Delica bestimmt war; entsprechende Informationen der «Tageswoche» wurden von der Polizei bestätigt.

Er wurde nachher weiter in die Schweiz transportiert, die Drogen waren jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht für den Schweizer Markt bestimmt und hätten vor ihrem Eintreffen in Birsfelden ausgeladen werden sollen. Dies ergab eine Abklärung mit den belgischen Behörden, wie die Baselbieter Polizei am Mittwoch mitteilte.

Bei der Entladung des Containers waren acht Taschen mit Kokain gefunden worden, die von der Baselbieter Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Der Marktwert der 191 Kilogramm Kokain mit Reinheitsgrad 90% wurde auf 70 Millionen Franken geschätzt. Es handelt sich dabei um die grösste Menge an Kokain, die in der Schweiz je beschlagnahmt wurde. Es wurde ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet. (iwi/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Nicht mehr rekonstruierbar»: Die rätselhaften Lücken im Mengele-Dossier
Im veröffentlichten Dossier des Nachrichtendiensts fehlen Dokumente zu einer brisanten Episode aus dem Jahr 1961. Weshalb, kann der Nachrichtendienst nicht sagen.
Die Veröffentlichung des Dossiers über den NS-Kriegsverbrecher und KZ-Arzt Josef Mengele durch den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) sorgte weltweit für Schlagzeilen. Im Inland konzentrierte sich die Kritik in den letzten drei Wochen auf einige geschwärzte Namen, Geburtsdaten und Adressen. Von «Zensur» war die Rede, der «Tages-Anzeiger» schrieb von einer «Blamage für den NDB».
Zur Story