Schweiz
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6 Dinge, die du zu den Patienten-Drohnen in Genf wissen musst

In Genf könnten in Zukunft Patienten mit Drohnen von Spital zu Spital transportiert werden. Der Kanton Genf will die Entwicklung von Ambulanz-Drohnen vorantreiben. 6 Dinge, die du darüber wissen musst.



Warum will Genf Ambulanz-Drohnen testen?

Zwischen der Uniklinik in Genf und den Alterszentren werden jährlich mehr als 30'000 Patienten transportiert. Das kostet Geld und Zeit. Gemäss Chrystelle Charat, Direktorin der Entwicklungs- und Zukunftsabteilung des kantonalen Verkehrsamtes, könnten rund ein Drittel der Patienten mit einer Drohne von der einen Klinik zur anderen transportiert werden.

Wie könnte die Drohne aussehen?

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argodesign.com Video: streamable

Die texanische Designagentur «argodesign» befasste sich bereits mit dem Aussehen einer Patienten-Drohne. Die von der Agentur erstellte Animation zeigt eine Kapsel, in der ein Patient auf einer Liege Platz finden würde.

Gemäss «agrodesign» könnte ein einzelner Pilot, der normalerweise einen einzigen Hubschrauber fliegen würde, eine ganze Flotte von solchen Patientendrohnen ferngesteuert verwalten. Mit einem Gewicht von zwei Tonnen und einer Grundfläche so gross wie ein Kleinwagen, soll die Patientendrohne möglichst überall landen können.

Fliegen die Patienten alleine in der Drohne?

Transportiert werden sollen Personen, die zu Genesungszwecken von einem Ort zu einem anderen transferiert werden müssen. Ob sie alleine in der Drohne fliegen oder von Pflegepersonal begleitet werden, sei noch nicht definiert, so Chrystelle Charat, Direktorin der Entwicklungs- und Zukunftsabteilung des kantonalen Verkehrsamtes in Genf.

Wann gibt es den ersten Prototypen zu sehen?

Bis 2025 soll ein erster Prototyp entstehen, so Charat. In einem ersten Schritt geht es aber zuerst darum, den Bedarf und das nötige Budget dafür zu ermitteln.

Sind Drohnen überhaupt sicher genug für Menschentransporte?

Das wird die grosse Frage bleiben. Anfang Jahr testete die Schweizerische Post zusammen mit dem Unispital Drohnen als Transportmittel für Laborproben. Nach zwei Zwischenfällen, bei denen die Drohnen abstürzten, wurden die Tests vorerst gestoppt. Dies zeigt, dass auch weitaus kleinere Drohnen noch nicht vor Abstürzen gefeit sind – von zwei Tonnen schweren Exemplaren einmal ganz zu schweigen.

Kommen Lufttaxis an anderen Orten schon zum Einsatz?

Noch nicht. Aber die Entwicklungen für autonome Lufttaxis laufen auf Hochtouren. Boeing als auch Airbus tüfteln bereits an Passagier-Luftgeräten. Und auch der Fahrdienst Uber will bereits 2023 ein Lufttaxi-Netzwerk starten.

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Video: YouTube/Uber

(ohe)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • peterpan42 05.10.2019 07:12
    Highlight Highlight Autonome Systeme sind in genau definierten Umgebungen und ohne Fehlfunktionen problemlos umsetzbar. Aber was machst du, wenn deine Höhenmesser in der Drohne unterschiedliche Höhen anzeigen? Wenn die Kamera ein Hindernis erfasst, der Radar aber nicht? Auf welche Information vertraust du?

    Und die ganz grosse Frage aller autonomen Systeme - eine Notlandung / ein Crash ist unvermeidbar - Variante A wird Menschen ausserhalb der Drohne / des Autos töten, Variante B bedeutet ein Totalverlust des autonomen Systems mit Tod der Passagiere.

    Wer legt die Richtlinien fest?
  • thelastpanda 03.10.2019 23:39
    Highlight Highlight Wie wärs denn mit einer Art Rohrpost für Patienten?
    • Kritiker 2.0 04.10.2019 17:36
      Highlight Highlight Futurama lässt grüssen 😅
  • Pafeld 03.10.2019 21:03
    Highlight Highlight Eine Menschen-transportierende Drohne ist ein Oxymoron. Nur so...
    • Charlie Brown 04.10.2019 09:59
      Highlight Highlight Nicht ganz... Unbemannt bezieht sich bei der Drohne darauf, dass keine Besatzung auf dem Flugobjekt ist. Ladung in Form von Passagieren kann es aber trotzdem geben.
  • Sarkasmusdetektor 03.10.2019 20:43
    Highlight Highlight 2 Tonnen? Das klingt nach ziemlich viel, um eine Person zu transportieren. Die Hälfte davon ist wohl Batterie, oder wie ist das zu verstehen? Ein 2-Tonnen-Helikopter transportiert jedenfalls deutlich mehr als einen Menschen.
  • Trude45 03.10.2019 20:33
    Highlight Highlight Einerseits faszinierend! Andererseits finde ich es nicht entspannend, wenn dann permanent Drohnen der verschiedenster Anbieter über unseren Köpfen rumfliegen...
  • Gigi,Gigi 03.10.2019 20:27
    Highlight Highlight Da freut man sich aufs Alter! Per Paketpost ins Altersheim.
    • zeromg 04.10.2019 15:08
      Highlight Highlight ...aus Sicherheitsgründen würde ich "Eingeschrieben" fliegen ;-))
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 03.10.2019 20:20
    Highlight Highlight Was für ein Mist! Bis 2025 im Leben nie! ... da macht man Shuttle Dienst oder Rotes Kreuz Krankentransporte und gut ist... es ist ja auch nicht so, das die Strassen wegen der Krankentransporte verstopft sind. Wenn die Gesunden etwas mehr das Velo nehmen würden, hat es Platz genug.
    • Restless Lex 04.10.2019 08:31
      Highlight Highlight Wenn die gesunden, insbesondere in der Stadt, mehr das Velo benutzen würden, bräuchte es im Alter vermutlich auch weniger solcher Transporte. ;o)
      Aber das zeigt wieder einmal, dass man lieber die Symptome umgeht statt die Ursache - nämlich überfüllte Strassen - zu bekämpfen!
    • Pixelmator 04.10.2019 17:06
      Highlight Highlight Na ja, die Frage stellt sich auch, was für den Patienten bezüglich Erschütterungen und Beschleunigen/Bremsen verträglicher ist. Im Prinzip sollte es in der Luft weniger Ampeln geben als auf der Strasse und bei der zu erwartenden Flughöhe sollten Turbulenzen ausser bei starkem Wind auch nicht ein Thema sein. Das miteinander zu vergleichen gehört da sicher auch dazu.
  • Finöggeli 03.10.2019 20:17
    Highlight Highlight Blöde Frage: wären hier nicht vollautonome Autos sinnvoller und passender? Ich meine wenn was im Auto schief laufen sollte, ist es nicht ein sicheres Todesurteil für den Patienten.
  • Nate Smith 03.10.2019 20:04
    Highlight Highlight Genf sind die Prämien wohl nicht hoch genug, dass sie auf Teufel komm raus noch Geld für sowas raushauen müssen.
    • hüttechäs 04.10.2019 14:12
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass die Drohnen langfristig günstiger wären (z.B. durch Personalkosten einsparen).

      Kenn mich aber auch nicht aus und lasse mich gerne belehren.

      Grundsätzlich aber sollten wir für Forschung und Entwicklung immer Geld zur Verfügung haben, ansonsten wir nie etwas verbessern könnten. Sparen sollten wir an anderen Orten.
  • DunkelMunkel 03.10.2019 19:58
    Highlight Highlight Das ist alles eine Frage der Zeit. Die ersten Flugzeuge sind auch alle abgestürzt. Heute geht die Entwicklung schneller.
    • peterpan42 05.10.2019 07:00
      Highlight Highlight Wusste gar nicht, dass die Boeing 737 Max 8 zu den ersten Flugzeugen gehört..

  • Charlie Brown 03.10.2019 19:56
    Highlight Highlight Es wird hier wie beim autonomen Fahren sein. Nicht die technischen sondern die ethischen Fragen werden entscheidend sein.
  • dasKorrektorat 03.10.2019 19:43
    Highlight Highlight Weil Lufttransport bekanntermassen so eine energieeffiziente, ja energiersparende Art der Fortbewegung darstellt...
    Ist ja wohl kaum eine "Segeldrohne"...

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