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Energie

Stadt Zürich vervierfacht Produktion von Solarstrom-Energie bis 2030

Stadt Zürich will Produktion von Solarstrom-Energie bis 2030 vervierfachen

20.09.2021, 13:5020.09.2021, 15:04
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Die Stadt Zürich will die Dächer künftig besser für die Produktion von Solarstrom ausnutzen: Bis 2030 soll die Produktion auf Stadtgebiet vervierfacht werden, auf städtischen Gebäuden gar verfünffacht. Sogar bei inventarisierten Bauten sollen Solarzellen möglich sein.

Arbeiter montieren Panels der Solar-Grossanlage des Elektrizitaetswerk der Stadt Zuerich (ewz) am Albigna-Stausee, aufgenommen am Montag, 10. August 2020, in Bregaglia. Mit
Am Albigna-Stausee montieren Arbeiter ein Panel der Solar-Grossanlage des Elektrizitätswerks ewz, August 2020.Bild: keystone

Die neue Solarstrom-Strategie der Stadt sieht vor, dass auf Stadtgebiet bis 2030 rund 120 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr produziert werden, wie die Stadt am Montag mitteilte. Verglichen mit heute wäre das eine Vervierfachung.

Bei ihren eigenen Liegenschaften will die Stadt Zürich noch etwas weiter gehen, um quasi als gutes Vorbild voranzugehen. Die Solarstromproduktion auf städtischen Dächern soll gar verfünffacht werden, auf 20 GwH pro Jahr. Bis 2030 will die Verwaltung zudem mindestens zehn Prozent ihres Verbrauchs mit Sonnenenergie decken.

Solarzellen auf Schulhäusern

Um dieses Ziel zu erreichen, will die Stadt verstärkt 2000-Watt-Beiträge ausschütten. Das Elektrizitätswerk ewz hilft zudem Privaten, eine Anlage zu erstellen.

SCHWEIZ OERLIKON ELEKTRIZITAETSWERK DER STADT ZUERICH EWZ
Der Hauptsitz der Elektrizitaetswerke der Stadt Zuerich EWZ fotografiert am 4. Dezember 2020 in Zuerich-Oerlikon. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die ewz wird Private dabei unterstützen, eine Anlage zu erstellen.Bild: keystone

Bei städtischen Neubauten und Dachsanierungen sollen wenn immer möglich Solarzellen installiert werden. Auch auf geschützten oder inventarisierten öffentlichen Gebäuden will die Stadt Photovoltaikanlagen ermöglichen. Bei einem Fünftel der städtischen Gebäude sei dies durchaus möglich, schreibt die Stadt.

Das Amt für Städtebau habe alle inventarisierten Schul- und Sportanlagen «in einem sorgfältigen Prozess» geprüft und definiert, wo Solarzellen möglich seien. Bereits gebaut ist etwa eine Solaranlage auf dem Dach des Schulhauses Allenmoos.

Solar-Ziegel noch ungenügend

Neben herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen, die auf Dächern montiert werden, testete das ewz etwa den Einsatz von Modulen, die in Dachziegeln integriert sind. Verglichen mit einer konventionellen Installation sei deren Leistung allerdings noch ungenügend. Nun würden Anlagen für Hausfassaden weiterentwickelt. Die Stadt will gezielt auch solche neuen Anlagen fördern.

Bisher wird nur ein Bruchteil des Zürcher Stromverbrauchs mit Sonnenenergie gedeckt: Im vergangenen Jahr lag die Solarstromproduktion in der Stadt bei rund 29 GWh pro Jahr. Dies ist verglichen mit dem Wert von 2010 zwar eine Versechsfachung – entspricht aber immer noch nur einem Prozent des Verbrauchs.

Grüne fordern «Nachbessern»

Die Grünen finden es zwar grundsätzlich gut, dass die Stadt bei der Solarenergie vorwärts machen will. Die vorgestellten Massnahmen würden aber nicht ausreichen, um die selber gesteckten Ziele zu erreichen, schreiben sie in einer Stellungnahme.

Die Strategie möge gut klingen, schöpfe das Potenzial auf Dächern und vor allem an Fassaden aber längst nicht aus. Die Grünen fordern die Stadt deshalb zum Nachbessern auf.(yam/sda)

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