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Gesundheit

Krankenversicherungskosten pro Kopf auf 4834 Franken angestiegen

Krankenversicherungskosten pro Kopf auf 4834 Franken angestiegen

11.08.2026, 17:1011.08.2026, 17:10

In den letzten zwölf Monaten sind die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung um 0,4 Prozent angestiegen. Die Steigerung dürfte aber höher ausfallen, weil die Systemumstellung die Abrechnung von ambulanten ärztlichen Leistungen verzögert.

Eine versicherte Person verursachte durchschnittlich Krankenversicherungskosten von 4834 Franken in den letzten zwölf Monaten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag in seinem Kostenmonitoring bekanntgab. Das waren 21 Franken mehr als im Vorjahr.

Alles aus einer Hand: Die Krankenkassen wollen künftig wieder geeint auftreten.
Kosten für die Krankenkassen steigen.Bild: Christian Beutler / Keystone

Dabei hätten fast alle Leistungsarten einen Kostenanstieg verzeichnet. Prozentual am stärksten machte sich dies mit einem Anstieg um 14,9 Prozent in den Leistungen der Spitex-Organisationen bemerkbar, gefolgt von der Psychotherapie durch Psychologinnen und Psychologen (+10,9 Prozent) und der Physiotherapie (+7,2 Prozent).

Der kostenmässige Hauptanteil der Gesundheitsausgaben geht mit 1101 Franken pro Kopf und einem Plus von 73 Franken auf die ambulanten ärztlichen Behandlungen zurück. Dahinter folgen mit 913 Franken oder plus 28 Franken pro Kopf die Abgabe von Arzneimitteln, die stationären Spitalbehandlungen (899 oder plus 28 Franken) sowie die ambulanten Spitalbehandlungen (807 oder minus 150 Franken).

Bei den ambulanten Spitalleistungen sind die Zahlen aber noch alles andere als definitiv. Hier dürften die Kosten noch deutlich höher ausfallen, schrieb das BAG. Denn die Einführung des neuen Tarifsystems für ambulante medizinische Leistungen hat die Leistungsabrechnungen verzögert.

Am stärksten sind die Bruttoleistungen pro Versicherte in den letzten 12 Monaten mit einem Plus von 9,6 Prozent im Kanton Schaffhausen gestiegen. Die tiefste Veränderung verzeichnete mit einem Minus von 8,7 Prozent der Kanton Zug. Den höchsten Jahresbetrag verzeichnete das Tessin – den tiefsten Appenzell Innerrhoden. (hkl/sda)

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