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Atomenergie: Zuspruch steigt in der Schweiz laut Umfrage

Umfrage: Zuspruch für Atomenergie wächst

07.06.2026, 14:4707.06.2026, 14:47

Die Unterstützung für die Atomenergie in der Schweiz hat laut einer neuen Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) deutlich zugenommen. Angesichts wachsender Sorgen um die langfristige Stromversorgung spricht sich die Hälfte der Befragten eher für den Bau eines neuen Atomkraftwerks als für eine Vielzahl zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus.

Die am Sonntag veröffentlichte Studie des Forschungsinstituts gfs.bern zeigt, dass 58 Prozent der Bevölkerung über die langfristige Versorgungssicherheit besorgt sind. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig bezweifeln 64 Prozent, dass erneuerbare Energien allein ausreichen, um den künftigen Strombedarf der Schweiz zu decken.

Zweifel an Sonnen- und Windenergie

Besonders hoch bleibt die Unterstützung für bestehende Atomkraftwerke: 79 Prozent befürworten deren Weiterbetrieb, solange die Anlagen als sicher gelten. Zudem halten 59 Prozent den Bau von Atomkraftwerken der neuen Generation für sinnvoll. Erstmals seit Beginn der Umfragereihe im Jahr 2022 bevorzugt die Hälfte der Befragten ein neues Atomkraftwerk gegenüber zahlreichen zusätzlichen Anlagen für erneuerbare Energien.

Die Umfrage zeigt zugleich einen wachsenden Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Sonne und Wind. 55 Prozent sind der Ansicht, dass diese die Stromversorgung nicht ausreichend sicherstellen können und es deshalb Atomkraftwerke brauche. Falls der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht ausreiche, würden sich 58 Prozent für Atomkraftwerke als Ergänzung aussprechen, aber nur 26 Prozent für Gaskraftwerke.

Für Einschränkung des Beschwerderechts

Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, den Ausbau der Stromproduktion zu beschleunigen. So unterstützen 68 Prozent Einschränkungen bei Beschwerden gegen Energieprojekte, damit diese schneller umgesetzt werden können. Ebenso sind 58 Prozent bereit, zur Stärkung der inländischen Stromproduktion Abstriche beim Umweltschutz in Kauf zu nehmen.

Generell gewichtet die Bevölkerung die Versorgungssicherheit inzwischen stärker als Klimaschutz oder Strompreise. Für 45 Prozent der Befragten hat eine sichere Stromversorgung oberste Priorität. Zudem unterstützen 66 Prozent weiterhin ein Stromabkommen mit der Europäischen Union.

Für die Studie befragte gfs.bern im Auftrag des VSE zwischen dem 23. März und dem 15. April insgesamt 1015 Stimmberechtigte. Der Stichprobenfehler beträgt plus/minus 3,1 Prozentpunkte. (sda/awp)

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Buchstabe I (Zusammenhang wie Duschvorhang)
07.06.2026 15:02registriert Januar 2020
Atomstrom ist weder sauber (Atommüll) noch wirtavhaftlich (Subventionen in Milliardenhöhe durch Steuerzahler bezahlt).

Wir entwickeln uns weiter, einfach ruckwärtsgewandt.
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kume
07.06.2026 15:33registriert Januar 2025
Die SVP, die Solar- und Windkraft nach Kräften blockiert, dürfte fast zufrieden sein. Und wir dürfen uns auf überteuerten, andere Technologien blockierenden, brennstoffabhängigen, staatlich garantierten unflexiblen überflüssigen Atomstrom freuen. Und dazu in der heutigen Sicherheitslage auf Drohnen- und Raketenfänger. Kein Wort von den 89 % Energieeffizienzbefürwortern, den 85 % für den Ausbau von Wasserkraft sowie den 82 % für den Ausbau von Solaranlagen. Interessant ist noch der Zeitpunkt der Veröffentlichung der im März/April 26 durchgeführten Studie: am Tag vor der Debatte im Nationalrat.
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MeinBeitrag2
07.06.2026 15:29registriert September 2025
Atomstrom macht weder wirtschaftlich noch nachhaltig irgendeinen Sinn. Dezentrale Enegieversorgung sind heute wichtiger denn je und auch in einem Kriesen/Kriegsfall viel unproblematischer. Die Schweiz ist in der glücklichen Lage, dass sie sich vollkommen autark nur durch Wind-, Wasser- und Photovoltaikanlagen versorgen könnte. Ausserdem wäre das die mit Abstand günstigste Versorgung, wenn man eine seriöse Vollkostenrechnung macht. Packen wir es endlich an und generieren nebenbei interessante Arbeitsplätze im Innland, statt Uran aus Russland zu kaufen und viel Geld an die Ölstaaten abzuliefern.
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