Schweiz
Energie

Stromtarife für 2027 dürften in der Schweiz erneut sinken

Ein Starkstrommasten auf der Linie Airolo-Mettlen der nationalen Strom Netzgesellschaft Swissgrid auf der obersten Ebene und die Starkstromleitung der SBB auf der unteren Ebene, steht mitten in der Ge ...
Eine Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen deutet auf erneut sinkende Preise wegen günstigerer Beschaffung hin.Bild: Keystone

Trotz Iran-Krieg: Stromtarife für 2027 dürften erneut sinken

29.06.2026, 06:0429.06.2026, 06:05

Stromkundinnen und Stromkunden in der Schweiz können 2027 wohl mit tieferen Tarifen rechnen. Eine Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen deutet auf erneut sinkende Preise wegen günstigerer Beschaffung hin. Der Krieg im Iran wirkte sich demnach nicht negativ aus.

«Trotz des Preisanstiegs seit dem Beginn des Irankriegs blieb der Einfluss auf die Tarife vorerst aus», schrieb der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) in einer am Montag veröffentlichten Umfrage. Die langfristigen Beschaffungsstrategien würden sich auch in einem angespannten geopolitischen Umfeld stabilisierend auswirken.

Seit Inkrafttreten des Stromgesetzes würden mehr Energieversorgungsunternehmen den Strom auf dem Markt langfristig beschaffen – zwei bis drei Jahre im Voraus. Mit den neuen gesetzlichen Vorgaben habe die kurzfristige Beschaffung Bedeutung eingebüsst. Weiter seien aber auch die Preise an den Stromgrosshandelsmärkten gesunken.

Preise sinken bis zu 7 Prozent

An der Umfrage des VSE beteiligten sich 75 Energieversorgungsunternehmen, wie es weiter hiess. Bei den 35 Anbietern, die bereits konkrete Zahlen nannten, sinken die Tarife für Haushaltskunden im Median, dem statistischen Zentralwert, um 3 bis 6 Prozent. Für Geschäftskunden beträgt der Rückgang 4 bis 7 Prozent.

Die rund 580 Grundversorger müssen ihre definitiven Tarife für 2027 bis Ende August festlegen. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) veröffentlicht diese Anfang September. (sda)

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