Schweiz
Food

Kantonales Labor Zürich überführt Safran-Fälscher – Reis beanstandet

Kantonales Labor Zürich überführt Safran-Fälscher – Mineralöl-Rückstände in Reis

23.04.2024, 11:1723.04.2024, 15:40

Das Kantonale Labor Zürich hat im vergangenen Jahr über 18'000 Proben im Labor untersucht, wie es in einer Medienmitteilung schreibt. Daneben gab es über 9000 vom Inspektorat durchgeführte Betriebskontrollen.

Von den 18'427 im Labor untersuchten Proben waren etwas mehr als 10 Prozent zu beanstanden – rund die Hälfte davon wegen mikrobiologischer Mängel. Doch das bedeutet nicht, dass jedes zehnte Lebensmittel schlecht ist, denn das Kantonale Labor untersucht gezielt Produkte, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht.

Aus Gewürzkontrollen resultierten Rückrufe für Chili, Paprika, Kurkuma und Muskat. Das Kantonale Labor kam ausserdem einem Safran-Fälscher auf die Spur. Er streckte das teure Gewürz mit mehreren synthetischen Farbstoffen.

Safran, Saffron
Safran: Das «rote Gold» ist sehr teuer.Bild: shutterstock

Weiter wurden in Reis vereinzelt Mineralöl-Rückstände aus der Verpackung sowie Pestizidrückstände gefunden. Drei von 20 Basmatireis-Proben enthielten Mineralöl – es dringt aus den Juteverpackungen ein. Die Mehrheit der Proben war allerdings in Ordnung. Beim Softeis stellte das Kantonale Labor ein hohes Qualitätsniveau fest.

Bei geprüften Vitamin-D-Präparaten zeigte sich, dass der angegebene Vitamingehalt nicht immer stimmte. In einem Fall war die Dosis zu hoch und damit gesundheitsschädigend – es musste zurückgerufen werden.

Positive Bilanz bei Milchprodukten: Bei 26 untersuchten Produkten in Polystyrolbechern wurde festgestellt, dass keine Bestandteile der Verpackung ins Lebensmittel übergehen.

Das Kantonale Labor Zürich (KLZH) ist ein Amt der Gesundheitsdirektion. Es handelt im Dienst der Gesundheit der Zürcher Bevölkerung.

(rbu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Röntgenbilder, die viel Raum für Spekulationen lassen
1 / 25
Röntgenbilder, die viel Raum für Spekulationen lassen
«Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!»
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
watson-Duell: Baroni gegen Cécile im Aromat-Knatsch
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Pestizide im Grundwasser – die wichtigsten Fragen und Antworten
Das Fungizid Chlorothalonil ist seit 2020 verboten – und steckt trotzdem noch immer im Grundwasser. Wieso Pestizide nicht einfach verschwinden und was das für Gewässer heisst.
Pestizide schützen Pflanzen vor Schädlingen, Pilzen und Unkraut. Doch sie bleiben oft nicht auf dem Acker: Viele Wirkstoffe gelangen in Schweizer Bäche, Flüsse und Seen. Ein Teil versickert im Boden und erreicht das Grundwasser, aus dem der grösste Teil unseres Trinkwassers stammt.
Zur Story