Lasagne-Aktion bei Migros: Warum der Rabatt Fragen aufwirft
30 Prozent Rabatt auf zwei Packungen Lasagne: Was zuerst gut klingt, bringt einen Migros-Kunden gehörig auf die Palme. Grund ist der angegebene reguläre Preis, der höher ist, als beim Kauf einzelner Packungen.
Bei der La Trattoria Lasagne Verdure kosten zwei Packungen 3.50 Franken nach Abzug von 30 Prozent Rabatt. Der reguläre Preis ist als 5 Franken für zwei Packungen angegeben, das macht also 2.50 Franken für eine Packung. Beim Blick in die Kühltruhe bemerkt der Kunde jedoch: Eine Packung kostet bloss 2.20 Franken.
Auf Reddit hinterfragt er die Matheskills der Verantwortlichen und macht sich gehörig Luft: «Findet die Migros tatsächlich, dass es in Ordnung ist, Rabatte auf diese Weise zu bewerben? Ich frage mich, wie viele andere Aktionen nach demselben Prinzip berechnet wurden.»
Online steht anderer Preis
Auch in den Kommentaren zeigen viele Unverständnis und beschuldigen die Supermärkte, die Kundschaft über den Tisch zu ziehen. Einer gibt gar den Tipp, eine Beschwerde wegen unlauterer kommerzieller Kommunikation einzureichen.
Andere sehen die Sache weniger krumm und ziehen das Ganze ins Lächerliche: «Wann wird die Exekution livegestreamt?», schreibt einer ironisch. Ein anderer meint, dass auch Migros-Angestellte Fehler machen können und dies menschlich sei.
Wieder ein anderer meint, dass die betreffende Lasagne noch vor wenigen Monaten tatsächlich 2.50 Franken kostete und dies dann später auf 2.20 Franken änderte. Somit könnte die Aktion noch auf dem alten Preis beruhen. Darauf weist auch der Online-Preis der Lasagne hin. Dort ist der reguläre Preis mit 2.20 Franken angegeben und auch der Preis nach Abzug von 30 Prozent wird korrekt mit 3.05 Franken ausgewiesen.
Das sagt die Migros
Doch was hat es nun mit den unterschiedlichen Preisangaben auf sich? Auf Anfrage von watson heisst es von der Medienstelle der Migros:
Für die Kundschaft entstand jedoch kein Nachteil, betont die Migros, denn an der Kasse galt bereits der tiefere Preis. Für zwei Packungen wurden also 3.05 Franken verrechnet.
Konsumentinnen und Konsumenten können also beruhigt aufatmen.
