Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Poké Bowls enthalten Fisch, Reis oder Nudeln und Salat sowie diverse Toppings und Saucen. Bild: ona poké

Diese Gastro-Kette serviert «instagrammables» Essen – jetzt expandiert sie in der Schweiz

Die Kette Ona Poké setzt auf ein Trend-Gericht aus Hawaii. Nun eröffnet sie neue Filialen. Social Media sind für den Erfolg wichtig. Damit ist die Kette nicht allein.

Stefan Ehrbar / ch media



Ein Trend-Gericht aus Hawaii erobert das Binnenland Schweiz: die Poké Bowls. Die Schalen setzen sich im Wesentlichen aus Fisch, Reis oder Nudeln und Salat zusammen. Das Ganze wird mit Saucen und Früchten angereichert – und gilt als sehr gesund. Das haben auch Schweizer Firmen gemerkt.

Die Kette Kaisin eröffnete 2017 ihren ersten Standort und ist mittlerweile viermal in Zürich und Basel präsent. Im gleichen Jahr trat «Ona Poké» mit dem ersten Laden in Zürich in den Markt ein. Nun will die Firma rasch wachsen. Sie sucht derzeit nach Investoren für eine neue Finanzierungsrunde, wie einem Branchenschreiben zu entnehmen ist. Das mittelfristige Ziel ist die Eröffnung von zehn Filialen. Derzeit sind es zwei.

Ex-Chef von Mc Donald's hilft mit

Gründer und Verwaltungsratspräsident Flavian Hächler sagt: «Poké ist in den USA ein riesiger Hype. Unser erster Laden in Zürich kam sehr gut an. Deshalb konnten wir rasch einen zweiten Standort in Zürich eröffnen. Nun möchten wir die weitere Expansion angehen.» Dabei kann Ona Poké auch auf prominente Unterstützung zählen: Im Verwaltungsrat sitzt Harold Hunziker, der frühere Chef von Mc Donald's Schweiz und Bruder von Michelle Hunziker.

Den dritten Standort eröffnet «Ona Poké» im Herbst an der Bahnhofstrasse in Zürich, ein weiterer Standort in Genf ist ebenfalls gesichert. Dessen Eröffnung soll im Frühling 2021 erfolgen. «Wir setzen auf Genf, weil die Stadt das Potenzial für mindestens drei Standorte hat. Nur so können wir das Konzept einigermassen wirtschaftlich betreiben.»

Folgt die Expansion ins Ausland?

Zürich und Genf seien von der Grösse her die einzigen beiden Schweizer Städte, in denen diese Voraussetzungen gegeben seien. Die Landesgrenze sei aber kein Hindernis: «Man darf immer gross denken», so Hächler. Eine Expansion ins Ausland sei möglich. «Fürs Erste konzentrieren wir uns aber auf die Schweiz.»

Poké ist auch deshalb beliebt, weil es zwei Trends aufnimmt: Das Bedürfnis nach gesundem, leichtem Essen - und der Wunsch nach Gerichten, deren Fotos sich gut in den sozialen Medien wie Instagram vermarkten lassen. In der Investorenbroschüre von «Ona Poké» heisst es denn auch, die Gerichte kämen «in unvergleichlicher und instagrammable Optik» daher.

Instagram wird immer wichtiger

Diese Entwicklung nehmen auch andere Anbieter auf: So setzt etwa die US-amerikanische Burger- und Milkshake-Kette Black Tap, die im Herbst in Zürich ihre zweite Schweizer Niederlassung eröffnet, bewusst auf die Optik (CH Media berichtete). Die Gäste sollen nicht nur satt werden, sondern mit den Fotos ihrer Verpflegung auch viele Likes erhaschen - eine willkommene Gratiswerbung für die Firma. Damit zielen die Anbieter auf eine jüngere Kundschaft, der Social Media wichtig sind.

Flavian Hächler sagt, seine Gäste ernährten sich gerne gesund, hätten aber auch Freude an einem modernen Konzept und «ein Auge für die Ästhetik». Die Zielgruppe seien urbane Menschen, die etwas Leichtes essen möchten: «Sie wollen nach dem Essen noch arbeiten können.» In der Investorenbroschüre wird die Zielgruppe der sogenannten «Dinks» angepeilt: «Double income, no kids». Auf Deutsch also: Doppeltes Einkommen, keine Kinder.

Coronakrise traf Ona Poké «brutal»

Die Coronakrise habe «Ona Poké» während des Lockdowns zwar «brutal» getroffen, so Hächler. Mittlerweile erreiche seine Kette aber wieder Umsätze wie vor der Krise - auch, weil man in der Krise schnell das Geschäft mit Lieferdiensten aufgebaut habe. Mittlerweile arbeitet «Ona Poké» mit Uber Eats, eat.ch und smood zusammen.

Ob die Kette ihre Expansion bei zehn Filialen stoppt, ist nicht klar. Dann wollen Hächler und sein Team aber nicht mehr dabei sein. «Zehn Standorte können wir selber noch gut bewirtschaften», sagt er. «Danach wird das Geschäft zu gross». In vier bis fünf Jahren soll die Kette deshalb an eine grössere Betreibergesellschaft verkauft werden. «Das Ziel ist sportlich», sagt Hächler, «aber es ist machbar».

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

16 spezielle Sushi-Kreationen, die du lieben wirst

Sorry Schweiz, ich muss mit dir über das Gipfeli reden...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Seuli 01.09.2020 16:53
    Highlight Highlight "instagrammable Optik"
    Hachach, werde in dem Fall einen Bogen machen. Habe kein Instagram, dafuer Hunger.

  • dmark 01.09.2020 12:21
    Highlight Highlight Sind wir eigentlich schon soweit, dass Essen eher fotografiert als verzehrt wird?

  • Hirngespinst 01.09.2020 11:34
    Highlight Highlight "Instagrameable".
    Wohl Hauptkriterium bei den allermeisten oder wie ist das zu verstehen? 😏
    • Weggli 01.09.2020 11:42
      Highlight Highlight klar, muss in erster Linie "Instagrameable" sein. Denn ich meine essen? Dieses Zeug?...das möchte sich dann schon niemand antun, oder? ;-D
    • Kruk 01.09.2020 12:10
      Highlight Highlight Ich würde es ja noch verstehen wenn man dies mit selbst zubereitetem macht.
      Aber ein Restaurant nach dem Kriterium auswählen?

  • LubiM 01.09.2020 11:14
    Highlight Highlight Mit keinem Wort wird die Nachhaltigkeit der Fische erwähnt - MSC? ASC? Bio? FotS? Fehlanzeige... Heisst: Billiger Fisch teuer präsentieren und verkaufen?
    • dmark 01.09.2020 13:05
      Highlight Highlight @LubiM:
      Mit ein wenig Farbstoff - wegen Kontrast und so...
  • Hans der Dampfer 01.09.2020 10:42
    Highlight Highlight Eher semi-gut das man im Herbst eröffnen will. Ich war 2, 3 Mal. Es war gut und teuer aber für den Winter oder Kalte Jahreszeit ist das eher nichts. Wer hat schon lust kaltes Essen zu ordern wenn es draussen auch nasskalt ist? Ich jedenfalls nicht.
  • CalibriLight 01.09.2020 10:07
    Highlight Highlight Seltsam. Ich habe plötzlich so Lust nach Pizza.
  • TheKen 01.09.2020 09:36
    Highlight Highlight Die Bowle sieht besser aus als ein Döner
  • Tagedieb 01.09.2020 09:36
    Highlight Highlight Zielgruppe "Dinks". Also Leute mit "überflüssiger" Kohle.

    Dann 4-5 Jahre absahnen & expandieren - und bevor der Hype vorbei ist (möglichst teuer) verkaufen. Doch, doch sehr sympathisches Geschäftsmodell.
    • Hans12 01.09.2020 12:54
      Highlight Highlight ja und?
  • Vecchia 01.09.2020 09:21
    Highlight Highlight "weil es zwei Trends aufnimmt: Das Bedürfnis nach gesundem, leichtem Essen - und der Wunsch nach Gerichten, deren Fotos sich gut in den sozialen Medien wie Instagram vermarkten lassen."

    jaaa, weil echte Nachhaltigkeit sowas von gestern ist.

    Ich bin auch von gestern und kapiere absolut nicht, wie man bei drohendem Klimawandel, Überfischung und Wasserknappheit auf Avocado, Thunfisch und Chiasamen etc. setzen kann. Für mich ist das pure Ignoranz, aber beim schönen Bildli foutiert sich Trendsetter natürlich um Herkunft und Hintergründe.
  • Trouble 01.09.2020 08:31
    Highlight Highlight Kaisin ist nicht in Basel präsent, das Restaurant ist auf dem Novartiscampus. Und der Novartiscampus ist ein Land für sich.
  • Xonic 01.09.2020 08:00
    Highlight Highlight Die Begründung „Poké ist ein Riesenhype“ ist natürlich eine gute wirtschaftliche Grundlage. /s

  • Chalbsbratwurst 01.09.2020 07:51
    Highlight Highlight Ob man dieses Essen mag oder nicht ist Geschmacksache. Aber was die Optik betrifft könnten sich viele eine Scheibe davon abschneiden. Ich habe z.Bsp. noch nie einen Burger erhalten der so aussah wie in der Werbung.
    • Garp 01.09.2020 12:50
      Highlight Highlight So ein Linseneintopf sieht jetzt nicht so toll aus, aber er schmeckt köstlich!
      Bei mir ist der Geschmack immer noch wichtiger als das Aussehen. Bei Menschen ist mir der Vharakter wichtiger als ihr Aussehen.

Die Corona-Rebellen lancieren eine radikale Initiative

Schon am 20. September will eine Gruppe um den Waadtländer Ökonomen François de Siebenthal eine Initiative zur Totalrevision der Bundesverfassung starten. Würde sie angenommen, müsste das Parlament zurücktreten.

Ist er ein Querulant? Oder gar ein Verschwörungstheoretiker? Als beides hat ihn die Zeitung «Le Temps» schon bezeichnet. Für den Journalisten Peter Rothenbühler ist er schlicht ein politischer Irrläufer.

François de Siebenthal, 65, hat von allem etwas. Der Waadtländer Bankier, Ökonom, Dauerwahlkämpfer und achtfache Vater gilt in der Westschweiz als schillernde und umstrittene Figur. Er selbst sieht sich als Ritter der Gerechtigkeit.

Eben erst hat er das Referendum gegen die Swiss-Covid-App …

Artikel lesen
Link zum Artikel