Schweiz
Justiz

Pascal Jaussi zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt

Pascal Jaussi, Gruender von Swiss Space Systems (S3), erscheint beim Wirtschaftsstrafgericht des Kantons Freiburg, am Montag, 29. Juni 2026, in Granges-Paccot. Pascal Jaussi wird unter anderem wegen B ...
Der Raumfahrtunternehmer wurde unter anderem der Veruntreuung, Betrugs, Urkundenfälschung und Brandstiftung für schuldig befunden.Bild: keystone

«Schweizer Elon Musk» Jaussi zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt

30.06.2026, 02:2330.06.2026, 02:23

Das Freiburger Wirtschaftsstrafgericht hat Pascal Jaussi am Montag zu einer fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Raumfahrtunternehmer wurde unter anderem der Veruntreuung, Betrugs, Urkundenfälschung und Brandstiftung für schuldig befunden.

Von weiteren Anklagepunkten wurde der Gründer von Swiss Space Systems (S3) hingegen freigesprochen, darunter der Unterlassung der Buchführung. Die Staatsanwaltschaft forderte acht Jahre Gefängnis, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Das Gericht schloss sich zudem der These an, dass es sich beim mysteriösen Vorfall vom August 2016 um eine Inszenierung handelte. Jaussi war damals mit schwersten Verbrennungen in einem Wald aufgefunden worden. Während er behauptete, Opfer eines Angriffs geworden zu sein, sah die Staatsanwaltschaft darin eine manipulative Inszenierung, um den Konkurs seines Unternehmens hinauszuzögern.

Seine Strafe wurde dadurch aber nicht verschärft. Nach Ansicht des Gerichtspräsidenten Alain Gautschi hatte der Unternehmer «mit seinem eigenen Leib ausreichend bezahlt». Er bezog sich damit auf Jaussis damals erlittene körperliche Verletzungen.

Jaussi hinterliess Millionen-Defizit

Einst als «Schweizer Elon Musk» gefeiert, versprach Jaussi, den Zugang zum Weltraum zu revolutionieren. Mit dem Plan, Minisatelliten ins All zu schicken und «Zero-Gravity»-Flüge anzubieten, sammelte Jaussi grosse Geldsummen.

Allein der Ticketverkauf für die Schwerelosigkeitsflüge brachte 1,64 Millionen Franken ein – abgehoben ist aber niemand. Stattdessen endete der Traum im Januar 2017 im Konkurs. Jaussi hinterliess laut Anklage ein Defizit von 31,6 Millionen Franken. Die Verteidigung bestritt diese Schadenssumme, ein Antrag auf Neubewertung wurde vom Gericht aber abgelehnt. (sda)

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