Berner Inselgruppe lässt Einsatz von Cardioband-System untersuchen
Im Mai brachte eine Administrativuntersuchung an der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich Mängel und eine Übersterblichkeit ans Licht. Unter anderem geht es in dem Bericht auch um den Einsatz neuer Medizinprodukte, insbesondere um das vom damaligen Zürcher Klinikdirektor Francesco Maisano mitentwickelte Cardioband.
Auch die Zürcher Staatsanwaltschaft befasst sich mit dem Fall. Der ehemalige Zürcher Klinikdirektor hat die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.
Am Berner Inselspital wurde dieses 36 Mal implantiert, wie die Insel Gruppe in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Nach heutigem Kenntnisstand gebe es keine Hinweise auf Sicherheitsprobleme bei den am Inselspital durchgeführten Eingriffen, heisst es in der Mitteilung weiter.
«Patientensicherheit und Behandlungsqualität haben für uns oberste Priorität. Deshalb lassen wir die durchgeführten Behandlungen und die zugrunde liegenden Entscheidungen umfassend und unabhängig überprüfen», sagt Jennifer Diedler, CEO der Insel Gruppe, laut Mitteilung.
Die Abklärungen in Bern erfolgen unter der Leitung des Lausanner Professors René Prêtre, der bereits für den Zürcher Bericht mitverantwortlich zeichnete.
Gemäss aktuellen Kenntnissen gab es am Inselspital keine Todesfälle, die in direktem zeitlichem Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff auftraten. Das Cardioband wird am Inselspital nicht mehr eingesetzt. Es ist nicht mehr verfügbar. (hkl/sda)
