Immer mehr Demenz: Bis 2050 könnte sich der Anteil mehr als verdoppeln
Der Anteil der Menschen mit Demenz dürfte in der Schweiz in den kommenden Jahrzehnten deutlich steigen. Im Jahr 2000 waren schätzungsweise 1,35 Prozent der Bevölkerung betroffen, 2025 sind es bereits rund 2 Prozent. Bis 2050 könnte der Anteil auf gut 3 Prozent wachsen. Damit wäre er mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende.
Ein wesentlicher Grund dafür ist die Alterung der Bevölkerung. Denn mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung stark an. Bei den 70- bis 74-Jährigen liegt die geschätzte Prävalenz bei Frauen und Männern bei 3,7 Prozent. Bei den 80- bis 84-Jährigen sind es bereits 13,2 Prozent der Frauen und 11,1 Prozent der Männer. Besonders gross ist der Unterschied im hohen Alter. Von den Frauen über 90 Jahren sind schätzungsweise 44,7 Prozent betroffen, bei den Männern sind es 30,8 Prozent.
Die Zahlen zeigen auch, wie stark Demenz die Versorgung im letzten Lebensabschnitt prägt. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium untersuchte die letzten vier Lebensjahre von 19’323 Menschen mit Demenz, die 2021 starben. Am häufigsten lebten die Betroffenen zuletzt im Pflegeheim, ohne zuvor hospitalisiert worden zu sein. Das traf auf 27,9 Prozent zu. Weitere 23,1 Prozent kamen nach ein bis zwei Hospitalisierungen ins Pflegeheim. (schweizheute.ch)
