Der Schweiz droht ein deutlicher Temperaturanstieg – ausser die Welt reagiert
Gemeinsam mit der Universität Leipzig hat die ETH Zürich untersucht, welches Extremszenario am wahrscheinlichsten ist. Sie kamen zum Schluss, dass die Erderwärmung bis 2100 die Temperaturen um 3,25 Grad in die Höhe treiben könnte, berichtet SRF. Da sich die Schweiz schneller erwärmt als andere Regionen, würde dies hierzulande einen Temperaturanstieg von 4,9 Grad bedeuten.
Bemerkbar machen würde sich das etwa mit mehr Hitzetagen. Der Sommer 2026 bot bereits einen Vorgeschmack. Doch laut den Autoren gibt es auch noch Möglichkeiten, das Szenario abzuwenden. Das allerdings nur, wenn die Emissionen deutlich gesenkt würden. Bis 2030 müssten sie weltweit halbiert, bis 2050 gar auf null gesenkt werden.
In der Praxis heisst das: Benziner müssten durch Elektroautos ersetzt werden, Öl- und Gasheizungen müssten Wärmepumpen und Geothermie Platz machen. Zudem müsste stärker auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Auch eine Reduktion von Fleisch- und Milchproduktekonsum könnte dazu beitragen.
Die Forschenden stützten sich bei ihrer Untersuchung nicht nur auf die Erderwärmung durch Kohlendioxid in der Atmosphäre in der Vergangenheit, sondern auch auf Satellitenmessungen, die zeigen, wie viel Licht und Wärme der Planet ins All zurückstrahlt. Dabei zeigte sich, dass das, was zurückbleibt und nicht ins All zurückgeworfen wird, sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt hat. (vro)
- Die Fehler beim Klimawandel dürfen wir bei der KI nicht wiederholen
- So will die Kartoffelbranche zukünftig dem Klimawandel trotzen
- Riesige Waldbrände in Europa, aber nicht in der Schweiz: Das sind die Gründe dafür
- US-Energieexperte warnt Europa: «Folgt uns nicht!»
- Klimawandel erhöht auch in der Schweiz die Gefahr von Bergfluten
