Jacques Moretti soll seine Frau angegriffen haben – Barbetreiber von «Le Constellation» in U-Haft
Schwere Vorwürfe gegen Jacques Moretti: Der 50-Jährige soll seine Ehefrau Jessica angegriffen haben. Passiert sein soll es in der Nacht vom 11. auf den 12. August, wie RTS und Léman Bleu berichten. Der Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana wurde danach verhaftet und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Die Verletzungen von Jessica Moretti sollen so schwer gewesen sein, dass sie ins Spital musste. Ob sie inzwischen wieder nach Hause gehen konnte, ist derzeit nicht bekannt. Details zum mutmasslichen Übergriff und dessen rechtliche Einordnung sind noch unklar. Zuvor waren keine ähnlichen Vorfälle gegen Jacques Moretti bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Seine Anwälte verwiesen auf die Privatsphäre des Paares im Zusammenhang mit den «jüngsten Ereignissen am Wohnsitz der Morettis». Die Vorkommnisse dürften nicht mit der «Tragödie im Constellation» verwechselt werden, schrieben die Anwälte der Morettis in einer Stellungnahme auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie hätten sich jedoch im Kontext einer «besonders intensiven Belastungssituation» ereignet, welcher die Morettis seit dem 1. Januar zusammen ausgesetzt seien.
Diese Ereignisse seien Teil eines separaten Verfahrens und gehörten ausschliesslich zum Privatleben der Morettis. Dieses müsse nun wieder respektiert werden. Aus diesem Grund würden sie keine Kommentare abgeben. Auch die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, teilte mit, die Staatsanwaltschaft kommuniziere generell nicht in Sachen häuslicher Gewalt.
Die Untersuchungshaft hängt nicht direkt mit dem Verfahren zusammen, das nach dem Brand im «Le Constellation» vom 1. Januar 2026 eingeleitet wurde. Jacques Moretti und seine Ehefrau gehören in diesem Fall zu den 16 Beschuldigten. Ihnen werden unter anderem fahrlässige Tötung, fahrlässige Brandstiftung und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Nun müssen die Ermittlungen klären, ob der mutmassliche Übergriff mit der Tragödie damals zu tun hat. Bei dem Brand waren 41 Menschen ums Leben gekommen und 114 verletzt worden (zen/sda) (schweizheute.ch)
