Schweiz
Gesellschaft & Politik

Barbetreiber von «Le Constellation» soll seine Frau angegriffen haben

Jacques Moretti soll seine Frau angegriffen haben – Barbetreiber von «Le Constellation» in U-Haft

Erneut ermittelt die Polizei gegen Jacques Moretti. Der Betreiber der Unglücksbar «Le Constellation» in Crans-Montana, wurde verhaftet. Er soll seiner Ehefrau gegenüber gewalttätig geworden sein.
23.08.2026, 21:0524.08.2026, 00:15
Jacques and Jessica Moretti, owners of '"Le Constellation'", where 41 people died due to a fire during New Year celebrations, arrive surrounded by police officers for a hearing wit ...
Jacques Moretti soll seine Frau Jessica Moretti angegriffen haben.Bild: keystone

Schwere Vorwürfe gegen Jacques Moretti: Der 50-Jährige soll seine Ehefrau Jessica angegriffen haben. Passiert sein soll es in der Nacht vom 11. auf den 12. August, wie RTS und Léman Bleu berichten. Der Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana wurde danach verhaftet und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die Verletzungen von Jessica Moretti sollen so schwer gewesen sein, dass sie ins Spital musste. Ob sie inzwischen wieder nach Hause gehen konnte, ist derzeit nicht bekannt. Details zum mutmasslichen Übergriff und dessen rechtliche Einordnung sind noch unklar. Zuvor waren keine ähnlichen Vorfälle gegen Jacques Moretti bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Seine Anwälte verwiesen auf die Privatsphäre des Paares im Zusammenhang mit den «jüngsten Ereignissen am Wohnsitz der Morettis». Die Vorkommnisse dürften nicht mit der «Tragödie im Constellation» verwechselt werden, schrieben die Anwälte der Morettis in einer Stellungnahme auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie hätten sich jedoch im Kontext einer «besonders intensiven Belastungssituation» ereignet, welcher die Morettis seit dem 1. Januar zusammen ausgesetzt seien.

Diese Ereignisse seien Teil eines separaten Verfahrens und gehörten ausschliesslich zum Privatleben der Morettis. Dieses müsse nun wieder respektiert werden. Aus diesem Grund würden sie keine Kommentare abgeben. Auch die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, teilte mit, die Staatsanwaltschaft kommuniziere generell nicht in Sachen häuslicher Gewalt.

Die Untersuchungshaft hängt nicht direkt mit dem Verfahren zusammen, das nach dem Brand im «Le Constellation» vom 1. Januar 2026 eingeleitet wurde. Jacques Moretti und seine Ehefrau gehören in diesem Fall zu den 16 Beschuldigten. Ihnen werden unter anderem fahrlässige Tötung, fahrlässige Brandstiftung und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Nun müssen die Ermittlungen klären, ob der mutmassliche Übergriff mit der Tragödie damals zu tun hat. Bei dem Brand waren 41 Menschen ums Leben gekommen und 114 verletzt worden (zen/sda) (schweizheute.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
38 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ImmerMitderRuhe
23.08.2026 21:12registriert Februar 2023
Die beiden hätten vom 1.1. bis heute wegen Verdunkelungsgefahr in U Haft gehört. Dann wäre auch das nicht passiert.
13625
Melden
Zum Kommentar
avatar
flubbi
23.08.2026 22:08registriert Juli 2026
War kein einfaches Jahr für Herr Moretti. Aber dass er nun die Nerven verlor, kann ihn zusammen mit der Vorgeschichte sehr teuer zu stehen kommen. Richtig spannend wird es, falls Jessica Moretti nun ihm an den Karren fahren will und der Staatsanwaltschaft Akten zu deren Finanzen übergibt. Das könnte gleich noch ein paar zusätzliche Jahre Gefängnis geben.
678
Melden
Zum Kommentar
avatar
Qualmkopf
23.08.2026 21:23registriert Juni 2022
Was macht der da draussen?
5915
Melden
Zum Kommentar
38
Darum gibt's jetzt viel weniger betrügerische Anrufe im Namen von Behörden
Die Bedrohung durch Cyberkriminalität bleibt hoch: Im ersten Halbjahr 2026 wurden dem Bund rund 27'100 Vorfälle gemeldet. Stark zurückgegangen sei die Zahl betrügerischer Telefonanrufe im Namen von Behörden.
Dass Betrügerinnen und Betrüger ihre Opfer unter einer vermeintlichen Schweizer Nummer anrufen und sich als Mitarbeitende von Schweizer Behörden ausgeben, gehörte jahrelang zu den am häufigsten gemeldeten Vorfällen. Das teilte das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) am Montag mit.
Zur Story