Schweiz
Gesellschaft & Politik

Ständerat sagt Nein zur Mitte-Initiative gegen die Heiratsstrafe

Ständerat sagt Nein zur Mitte-Initiative gegen die Heiratsstrafe

04.06.2026, 10:3204.06.2026, 10:46

Das Stimmvolk hat im März der Einführung der Individualbesteuerung zugestimmt, und dabei soll es bleiben. Der Ständerat hat mit knappem Mehr entschieden, den Stimmenden ein Nein zur Mitte-Initiative gegen die Heiratsstrafe bei den Steuern zu empfehlen.

Die Initiative fordert die Beseitigung der Heiratsstrafe bei der direkten Bundessteuer. Sie schlägt aber nicht individuelle Steuern unabhängig vom Zivilstand vor, sondern sie will Verheiratete wie heute gemeinsam veranlagen.

Gesetzesbestimmungen sollen dann aber verhindern, dass Verheiratete gegenüber Konkubinatspaaren diskriminiert werden. Für den Ständerat ist das kein gangbarer Weg: Mit 24 zu 21 Stimmen beschloss er am Donnerstag ein Nein zur Initiative. Auch der Nationalrat und der Bundesrat lehnen das Begehren ab. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Freiheit und Toleranz
04.06.2026 11:20registriert Oktober 2018
Eigentlich hätte die Mitte Initiative auch im Frühling gleichzeitig mit der (kompliziert, ineffizienten) Vorlage zur Seite Individualbesteuerung zur Abstimmung kommen. Doch gewisse parlamentarische Kräfte haben dies (bewusst) verhindert, mit der Idee nun der kommenden Abstimmungsvorlage das Wasser abzugraben. Dabei sollte auch diese neue Vorlage die volle Aufmerksamkeit verdienen, vorallem da damit eine neue Variante Steueranpassung vorliegt, welche pragmatischer und effizienter umzusetzen wäre.
226
Melden
Zum Kommentar
19
SVP-Kantonsrat sammelt Spenden für mögliche Bussen bei Wolfsabschüssen
Im Kanton Schwyz gibt es ein Wolfsrudel, das bisher keine grossen Schwierigkeiten bereitet hat. Dennoch wurden 200 Jägerinnen und Jäger für die künftige Regulierung des Bestands ernannt. Um sie vor finanziellen Folgen bei Fehlschüssen zu schützen, sammelt ein Kantonsrat Geld. Zum Ärger von Tierschützern.
Der Wolf erhitzt im Kanton Schwyz weiter die Gemüter. Um den Bestand zu regulieren, gibt es rund 200 Jägerinnen und Jäger, die dafür zuständig sein können. Bei einem Fehlabschuss drohen jedoch Bussen von bis zu 5000 Franken.
Zur Story