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Bürgerliches Trio im ersten Anlauf in Freiburger Staatsrat gewählt

Les nouveaux elus au Conseil d'Etat fribourgeois, Didier Castella, (PLR), Marie-France Roth Pasquier, (Le Centre) et Romain Collaud, (PLR), de gauche a droite, reagissent lors du 1er tour des ele ...
Didier Castella, Marie-France Roth Pasquier und Romain Collaud (von links nach rechts).Bild: keystone

Bürgerliches Trio im ersten Anlauf in Freiburger Staatsrat gewählt

Ein bürgerliches Trio hat am Sonntag im ersten Wahlgang die Wahl in den Freiburger Staatsrat geschafft. Die beiden FDP-Staatsräte Romain Collaud und Didier Castella gehören zu den Siegern, ebenso die Mitte-Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier als neue Kandidatin.
08.11.2026, 16:4008.11.2026, 17:25

Von den übrigen Kandidierenden erreichte niemand das absolute Mehr. Es kommt daher in zwei Wochen, am 29. November, um die vier verbleibenden Sitze zu einem zweiten Wahlgang. Bis Mittwochmittag wird klar, wer zum zweiten Wahlgang antreten wird.

Bei den Wahlen am Sonntag standen sich zwei grosse Parteiallianzen entgegen, ein bürgerliches und ein linksgrünes Bündnis. Im siebenköpfigen Staatsrat sind drei Sitze neu zu besetzen. Die Regierungsmitglieder Jean-François Steiert (SP), Olivier Curty (Mitte) und Jean-Pierre Siggen (Mitte) traten nicht mehr zur Wiederwahl an.

Für eine weitere Legislatur kandidierten die Bisherigen Philippe Demierre (SVP), Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne), Didier Castella (FDP) und Romain Collaud (FDP).

Während Collaud und Castella am Sonntag klar obenaus schwangen, müssen Demierre und Bonvin-Sansonnens in den zweiten Wahlgang steigen.

FDP und Mitte sind Gewinner

Das bürgerliche Bündnis stieg mit einem Fünferticket ins Rennen, neben den amtierenden Staatsräten waren zwei Neulinge auf dem Ticket: Mitte-Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier und Mitte-Grossrat Markus Julmy, ein Deutschfreiburger. Julmy schaffte zwar den Sprung in die Regierung nicht im ersten Anlauf, konnte sich aber mit dem viertbesten Ergebnis am Sonntag eine gute Ausgangslage schaffen.

Das linksgrüne Lager trat ebenfalls mit einer Fünferliste an. Am Sonntag konnte insbesondere die Oberamtfrau des Saanebezirks, Lise-Marie Graden, punkten, lag sie doch noch vor der amtierenden Staatsrätin Bonvin-Sansonnens. Die übrigen Kandidierenden der linksgrünen Liste kamen auf deutlich weniger Stimmen. Collaud kam am Sonntag auf 44'217 Stimmen, Castella auf 43'789 Stimmen und Roth Pasquier auf 41'977. Sie übertrafen damit das absolute Mehr von 39'554 Stimmen und schafften ihre Wahl im ersten Wahlgang. Julmy kam auf 38'293 Stimmen, Demierre auf 37'095. Graden erreichte 34'716 Stimmen und Bonvin-Sansonnens kam auf 32'617 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,09 Prozent.

Die Bürgerlichen zeigten sich am Sonntag erfreut über das gute Abschneiden des gewählten Trios. «Das bürgerliche Bündnis hat sich in der ersten Runde durchgesetzt, aber es ist noch nicht vorbei», erklärte Castella auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Wir halten zusammen für unsere Kolleginnen und Kollegen.» Das Ziel für den zweiten Wahlgang ist klar: Fünf Vertreter des bürgerlichen Bündnisses sollen in den Staatsrat einziehen.

Die grüne Staatsrätin Bonvin-Sansonnens sagte gegenüber Radio SRF, sie sei nicht überrascht über ihr Abschneiden. Der rechte Block sei «eine Dampfwalze» gewesen.

Die Freiburger Wahlberechtigten bestimmen auch das Kantonsparlament, den Grossen Rat, neu. Die Ergebnisse standen am späten Sonntagnachmittag noch aus.

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