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Zürcher Stadtrat muss Gesundheitsversorgung überprüfen

A general view shows the University Hospital Zurich (USZ) on Wednesday, January 7, 2026 in Zurich, Switzerland. Several patients injured in the fire disaster at the ÒLe ConstellationÓ bar and lounge i ...
Der Gemeinderat will die Spitäler entlasten.Bild: KEYSTONE

Zürcher Stadtrat muss Gesundheitsversorgung überprüfen

Um die Spitäler zu entlasten und die Gesundheitsversorgung zu verbessern, hat der Gemeinderat am Mittwoch unter anderem über den Ausbau von ambulanten Permanencen debattiert. Vier Vorstösse wurden an den Stadtrat überwiesen.
09.07.2026, 03:5009.07.2026, 03:50

Die SP fordert, dass die Stadt Zürich ein Netz von städtischen ambulanten Permanencen (Notfall- und Gesundheitszentren ohne Termin) plant und dem Gemeinderat eine entsprechende Finanzierungsvorlage vorlegt. Damit möchte sie eine bessere, einheitliche und leicht zugängliche ambulante Gesundheitsversorgung in Zürich mit besserer Triage, weniger Belastung der Spitäler und zusätzlichen Präventionsangeboten erreichen.

Dieser und drei weitere Vorstösse der SP, welche die Gesundheitsversorgung betrafen, wurden am Mittwoch vom Gemeinderat an den Stadtrat überwiesen. Neben dem Ausbau der ambulanten Permanencen forderte die SP eine bessere psychiatrische Versorgung und die Förderung von Kinderarztpraxen sowie die Sicherstellung des Zugangs zur medizinischen Versorgung für die gesamte Bevölkerung der Stadt.

Keine Lösung für Fachkräftemangel

AL und Grüne unterstützten diese Anliegen teilweise, wobei sie einen Fokus auf Prävention und integrierte Versorgungsnetze legten.

Die FDP und SVP äusserten scharfe Kritik. Sie warnten vor einem «Wildwuchs» an neuen Massnahmen, steigenden Kosten und eine unzulässige Einmischung in den privaten Gesundheitsmarkt. Zudem wurde betont, dass für viele dieser Bereiche, insbesondere bei Leistungsaufträgen, die Zuständigkeit bei Kanton und Bund liege und nicht bei der Stadt.

Stadtrat Andreas Hauri (GLP) erkannte in seiner Analyse zwar den fachlichen Handlungsbedarf – insbesondere beim Fachkräftemangel und der Notwendigkeit einer integrierten Versorgung – lehnte jedoch starre, neue Leistungsaufträge ab, da diese das Grundproblem des Personalmangels nicht lösen würden.

Der Stadtrat befürchtet unter anderem, dass städtische Permanencen privaten Anbietern das ohnehin knappe Personal entziehen würden, was lediglich zu einer Verschiebung statt zu einem Ausbau des Angebots führen würde.

Er signalisierte jedoch Bereitschaft, die Anliegen im Rahmen der laufenden «Public Health Strategie» zu prüfen.

Alle vier Vorstösse zur Gesundheitsversorgung wurden schliesslich vom Parlament an den Stadtrat überwiesen. Der Stadtrat hat nun den Auftrag, die verschiedenen Bereiche zu prüfen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. (sda)

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