Schweiz
Gesellschaft & Politik

Elternzeit: Vaterschaftsurlaub-Initiative vor Rückzug

Väter sollen 15 Wochen Papi-Urlaub erhalten.
Väter sollen 15 Wochen Papi-Urlaub erhalten. Bild: shutterstock

Mit der Elternzeit geht es voran: Papiurlaub-Initiative vor Rückzug

Die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub behindert die Einführung einer fortschrittlicheren Elternzeit. Nun zeichnet sich eine Lösung ab.
08.09.2019, 13:0010.09.2019, 10:41

Es tut sich was bei der Familien-Gleichstellung: Das Komitee, das einen Vaterschaftsurlaub von vier Wochen fordert, offeriert den Rückzug der eigenen Initiative. Damit will es der weitergehenden Forderung nach einer Elternzeit zum Durchbruch verhelfen. Nebst einer Gruppe aus dem Umfeld der Onlineplattform «Wecollect »hat kürzlich auch die SP eine Initiative in diesem Bereich angekündigt.

«Wir dürfen den Elternzeit-Vorhaben nicht den Schwung nehmen», sagt Adrian Wüthrich, SP-Nationalrat und Präsident der Vaterschaftsurlaub-Initiative, gegenüber der SonntagsZeitung. Wenn das Volk in einer Abstimmung einen vierwöchigen Urlaub ablehne, behindere das die Einführung der Elternzeit. «Das Thema könnte auf Jahre hinaus blockiert werden. Dieses Risiko sollten wir nicht eingehen.» Deshalb sei der Rückzug der Initiative eine «ernsthafte Option».

Wüthrich stellt aber eine Bedingung: Das Parlament muss in der Herbstsession dem Gegenvorschlag, einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, zustimmen.

Jedoch ist keineswegs klar, dass sich Wecollect und die SP finden werden. Die Wecollect-Variante sieht eine Elternzeit von je 15 Wochen für Mütter und Väter vor. Die SP will weiter gehen und neben einem Mutter- und Vaterschaftsurlaub von je 14 Wochen noch zehn Wochen Elternzeit obendraufpacken.

(red)

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