Schweiz
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Soll ein Vater nach der Geburt seines Kindes eine vierwöchige Auszeit erhalten? Die Schweizer werden wohl darüber abstimmen müssen. 

Interview

Volksinitiative zu vier Wochen Vaterschaftsurlaub: «Es profitiert die ganze Gesellschaft»

Gewerkschafter Arno Kerst verteidigt den Vaterschaftsurlaub und erklärt, wieso wir uns die knapp 400 Millionen Franken leisten sollten.

anna wanner / Aargauer Zeitung



Im Parlament hatte der Vaterschaftsurlaub bisher keine Chance. Nun soll es das Volk richten. Seit gestern werden Unterschriften gesammelt für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub. Hinter der Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» stehen der Gewerkschafts-Dachverband Travailsuisse, die Dachverbände Männer.ch und Alliance F sowie Pro Familia. Arno Kerst, Präsident der Gewerkschaft Syna, erläutert im nachfolgenden Interview die Gründe, die für einen Vaterschaftsurlaub sprechen.

Herr Kerst, Schweizer wollen weder einen Mindestlohn noch sechs Wochen Ferien. Gestern haben Sie eine Initiative zum Vaterschaftsurlaub lanciert. Warum sollte das Volk diesem zustimmen?
Arno Kerst: Mehrere Umfragen haben ergeben, dass über 80 Prozent der Bevölkerung einen Vaterschaftsurlaub befürworten. Das Bedürfnis ist vorhanden, vor allem bei jungen Paaren, die Eltern werden.

Das spiegelt sich im Parlament wider: Viele junge Väter engagieren sich dafür, ältere haben kein Gehör dafür. Das Bedürfnis ist begrenzt, es profitieren nur sehr wenige.
Mit dieser Logik begibt man sich auf einen gefährlichen Pfad. Junge Mütter gibt es verhältnismässig auch nur wenige, dasselbe gilt für Arbeitslose oder Menschen mit Behinderung. Würde die Argumentation weitergeführt, könnten sämtliche Leistungen für Gruppen gestrichen werden. Zudem profitieren nicht nur Väter, Mütter und deren Kinder, sondern die ganze Gesellschaft.

Zur Person

Arno Kerst ist Präsident der Gewerkschaft Syna und Mitinitiant der gestern lancierten Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub.

Wie?
Väter können sich in der Familie engagieren, haben gleichzeitig den Kopf frei, wenn sie wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Sie sind ausgeglichener und motivierter. Das kommt auch dem Arbeitgeber zugute.

«Das ist weniger als ein Hundertstel der AHV!»

Ist das heute nicht möglich?
Väter sollen die Chance haben, in den ersten Tagen ihres Kindes präsent zu sein und eine Bindung aufzubauen. Das Paar soll erfahren, was es bedeutet, die Aufgaben zu Hause aufzuteilen. Wenn wir wirklich wollen, dass auch Mütter wieder 100 Prozent arbeiten können, müssten auch Männer Gefallen an der Familienarbeit finden – und womöglich selbst Teilzeit arbeiten.

Besiegelt der Vaterschaftsurlaub das Ende des klassischen Familienmodells?
Nein. Wir wollen kein Familienmodell bevorzugen. Wir wollen gleich lange Spiesse schaffen. Fakt ist, dass die heutige Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht alle Modelle zulässt. Männer verdienen mehr und können seltener Teilzeit arbeiten. Der Vaterschaftsurlaub würde eben nicht nur nach der Geburt ansetzen. Väter, die für sich entscheiden, drei freie Tage nach der Geburt reichen mir, können die restlichen Tage aufsparen und über vier Monate einen Tag pro Woche frei machen. Der Vorteil: So lernen ganze Branchen, mit Teilzeitarbeit umzugehen.

Wieso sollen sich Väter nicht wie bisher selber organisieren?
Das wünscht sich die Wirtschaft, dass jede Familie sich Geld oder Ferien zusammenspart, um nach der Geburt bezahlten oder unbezahlten Urlaub zu nehmen. Das kann sich der Banker erlauben, für den normalen Arbeiter reicht das Budget nicht. Wer sich einen Vaterschaftsurlaub leistet, muss ein gewisses Einkommen haben. Die grosse Mehrheit bleibt aussen vor. Insofern ist die Forderung grenzwertig.

Sie wollen den Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanzieren. Das bedeutet zusätzliche Lohnprozente. Aktuell will die Politik Löhne stärker belasten, um die AHV zu finanzieren. Ihr Anliegen hat keine Priorität.
Der Altersvorsorge müssen wir grosse Aufmerksamkeit schenken, wir müssen überlegen, wie wir die Finanzierung in Zukunft sichern wollen, ob über Lohnprozente oder die Mehrwertsteuer. Gerade beim Vaterschaftsurlaub kann die Finanzierung allerdings kein Argument sein. Der Bundesrat hat ausgerechnet, dass vier Wochen für jeden Vater 380 Millionen Franken kosten würde. Das ist weniger als ein Hundertstel der AHV, für die wir 42 Milliarden pro Jahr ausgeben.

Der Bundesrat hat jüngst die EO-Lohnprozente um 0,05 auf 0,45 gesenkt. Sie wollen sie nun wieder erhöhen?
Wenn man den Beitrag einer Sozialversicherung senken kann, bedeutet das, es geht ihr gut. Wir teilen diese Einschätzung aufgrund der rückläufigen Militärtage und den Erfahrungen, die wir mit der Mutterschaftsversicherung gemacht haben. Die EO schreibt schwarze Zahlen. Die Frage ist eine andere: Wenn die Gesellschaft anerkennt, dass der Vaterschaftsurlaub wichtig ist, dann muss sie auch den kleinen Schritt machen und die EO-Lohnprozente erhöhen. Wahrscheinlich würde der frühere Stand bei 0,5 Prozent für eine langfristige Finanzierung sogar ausreichen.

«Das Geld ist vorhanden, es ist eine Frage des Willens.»

Auf Kosten der Altersrenten?
Nein. Aber wir müssen ein überzeugtes Zeichen setzen und erklären, dass Geld nicht nur den älteren Mitbürgern zur Verfügung steht, sondern auch unseren Familien. Zudem hilft es der Finanzierung künftiger Renten, wenn es viele Kinder gibt. Also müssen die Arbeits­bedingungen attraktiver werden, damit Frauen und Männer arbeiten und gleichzeitig Familie haben können.

Trotzdem belasten 380 Millionen Franken die Schweizer Löhne zusätzlich – Löhne, die heute schon kaum mehr konkurrenzfähig sind.
Der Vaterschaftsurlaub wird solidarisch, also je hälftig vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanziert. Das wären je 0,06 Lohnprozent, insgesamt etwas mehr als 0,1 Lohnprozent.

Die Wirtschaft wird sich dagegen wehren.
Ja. Nur schafft es die gleiche Wirtschaft, dass die Lohnsumme jährlich um 1,1 Prozent steigt. Da sind doch 0,1 Lohnprozente zu verkraften. Das Geld ist vorhanden, es ist eine Frage des Willens.

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turi 25.05.2016 21:04
    Highlight Highlight Interessant, wie Feministinnen gegen diese Initiative kämpfen. Allen Gleichberechtigungs-Rufen zum Trotz. Ihre Masche: "Ich bin für einen Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen, fordere aber gleichzeitig 6 Wochen mehr für die Mütter." Heuchlerinnen.
  • Mr. Meeseeks 25.05.2016 14:18
    Highlight Highlight Es ist doch ganz einfach: Frau 9 Monate vor Ostern befruchten, am Dienstag nach Ostern Wohnungsumzug, dann 2 Tage Krankfeiern, am Freitag heiraten und wenn man Glück hat stirbt auch noch die Oma am nächsten Montag. Vaterschaftsurlaub... wer braucht das schon, kann man ja auch, bis die Initiative in gefühlten 10 Jahren angenommen wird, selber basteln.
    • Lopsi 25.05.2016 17:35
      Highlight Highlight Das mit der Oma kann man auch beschleunigen, wenn der Arbeitgeber gar väter-feindlich sein sollte. Omas ziehen immer.
  • fabianhutter 25.05.2016 09:36
    Highlight Highlight Wenn wir es uns leisten können junge Männer während der Arbeitszeit in die RS und sechsmal in einen WK zu schicken, dann muss durchschnittlich weiniger als zwei mal vier Wochen Vaterschaftsurlaub pro mann auch drinnliegen.

    Ausserdem leisten gute Väter mehr für die Gesellschaft als gute Soldaten.
    • Lopsi 25.05.2016 17:37
      Highlight Highlight Warten Sie nur, bis Krieg ist. Dann sind Sie froh um jeden Soldat und seine Söhne. Und genügend Konserven im Keller.
  • 7immi 25.05.2016 09:32
    Highlight Highlight was bringen mir die ersten vier wochen mit meinem kind, wenn ich nachher keine zeit mehr habe? es würde doch gesamthaft mehr bringen, wenn man als betrieb familienfreundliche ferien anbietet. in allen firmen, in denen ich bisher arbeitete, hatten väter mehrere tage vaterschaftsurlaub. ausserdem hatten sie zu schulferienzeiten priorität. das bringt dem kind deutlich mehr als diese vier wochen.
    gut ,dass wir darüber abstimmen. so können alle ihre meinung äussern.
    • Nica Rother 25.05.2016 10:14
      Highlight Highlight Ich denke, du hast nie in der Baubranche gearbeitet, dort ist so etwas wie Vaterschaftsurlaub unbekannt. Nur eine gesetzliche Vorschrift wird daran etwas ändern.
    • Menel 25.05.2016 10:18
      Highlight Highlight Sagt ihnen Bonding etwas?
    • 7immi 25.05.2016 11:39
      Highlight Highlight @nica
      habe ich auch einmal. dort hatten wir-zumindest im vertrag- diese möglichkeit auch. ich war damals allerdings praktikant und interessierte mich noch nicht wahnsinnig dafür, daher kenne ich die details nicht.
      mein vater hatte auch keine 4 wochen vaterschaftsurlaub. dennoch nahm er sich zeit für uns (kinder) und verzichtete halt ein stück auf seine eigenen bedürfnisse. väter von kollegen zogen es vor, an den freitagen ohne kinder fahrrad zu fahren mit den freunden. da hätte auch ein vaterschaftsurlaub nichts geändert. die prioritäten sind ausschlaggebend, nicht die verfügbare zeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 25.05.2016 09:31
    Highlight Highlight Die Initiative hat noch weitere Facetten, anstatt immer nur das Geld und die Finanzierung.

    Wie vielen Frauen wird heute nach Ablauf der Schutzzeit gekündigt, wenn sie Kinder kriegen? Ist ja ein riesen Nachteil, Frauen anzustellen, wenn sie 14 Wochen ausfallen dürfen. Einem Mann muss ich nur einen tag geben. = Initiative schützt Frauen, da es einander zumindest ein wenig angleicht.

    Und von der Scheidungsrate fange ich gar nicht erst an. Wie viele Familien könnten gerettet werden, wenn Männer dadurch in die Vaterrolle hineinwachsen könnten, anstatt in die des "wirtschaftlichen Versorgers"...
    • Lopsi 25.05.2016 17:49
      Highlight Highlight Sie sagen es. Es ist eine Familien-Initiative, nicht eine reine Väter-Initiative.
  • Nica Rother 25.05.2016 08:58
    Highlight Highlight Unterschreiben kann man übrigens unter:
    https://wecollect.ch/de/campaign/vaterschaftsurlaub/
    • EvilBetty 25.05.2016 10:57
      Highlight Highlight Done ✔️
    • Menel 25.05.2016 11:58
      Highlight Highlight So did I ☺️
  • Lopsi 25.05.2016 08:36
    Highlight Highlight Ja! Ja! Ja! Das Volk ist viel schlauer als die gekauften Politiker.
  • Groovy 25.05.2016 08:32
    Highlight Highlight Ich bin mittlerweile soweit, dass ich alles ablehne, was nur "Randgruppen" etwas nutzt aber alle Steuerzahler berappen müssen. Uns Ehepaaren wurde ja nicht mal das Abschaffen der Heiratsstrafe gegönnt. Von mir gibts nichts mehr.
    • Kian 25.05.2016 08:36
      Highlight Highlight Hast du dir schon mal überlegt, von welchen Transferzahlungen DU profitierst, die alle Steuerzahler berappen?
    • Lopsi 25.05.2016 08:37
      Highlight Highlight Hören Sie auf zu trollen.
    • Groovy 25.05.2016 08:40
      Highlight Highlight @Kian: Ja, natürlich. Bin aber definitiv ein Nettozahler
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 25.05.2016 08:27
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit unserer Gesellschaft passiert? Nur noch Egoisten? Wir sind EINE Gesellschaft, wir sollten uns tragen und unterstützen. Dafür ist der primär Staat konzipiert. Nicht für die Wirtschaft oder Einzelpersonen, für uns alle. Wir zahlen AHV, damit die, die unsere Gesellschaft über Jahre unterstützt haben, einen guten Lebensabend verbringen können. Aber genauso ist es wichtig, dass wir schauen, dass unsere Zukunft - UNSERE Kinder und die, die sie in den ersten Jahren begleiten - unterstützt werden. Wir wollen doch weiter eine starke Gesellschaft bleiben.
  • Zeit_Genosse 25.05.2016 08:25
    Highlight Highlight Mir gefiele ein Elternmodell. Nicht Mutterschafts-/Vaterschaftsurlaub, sondern, dass das Paar eine Anzahl Tage/Wochen mit einem festen Betrag finanziert erhält, die es gemeinsam planen kann. Etwas komplizierter, dafür flexibel und finanzierbar (alle erhalten gleich viel/wenig).
    • Menel 25.05.2016 08:29
      Highlight Highlight Das sehe ich auch so. Elternzeit wäre das Ideale. So wird man jedem Familienmodell gerecht und zwingt diese nicht in irgendwelche vorgefertigten Modelle.
    • Nica Rother 25.05.2016 08:38
      Highlight Highlight ...leider ist ein solches Modell in der Schweiz nicht mehrheitsfähig...
  • Kstyle 25.05.2016 07:55
    Highlight Highlight Das ist schon lange Zeit nötig. Sorry aber wen wir dem Militär soviel Geld geben können sind die 400 mio ein klacks. Und kommt mir nicht wieder mit den gleich dämlichen argumenten wie bei der 6 wochen ferie initiative.
    • EvilBetty 25.05.2016 11:00
      Highlight Highlight Welche Argumente denn? Angstmacherei? 😂

      Das muss man sich mal reinziehen, dass jemand freiwillig und AKTIV auf Ferien verzichtet...
    • Menel 25.05.2016 11:28
      Highlight Highlight War die Argumentation nicht "Damit werden Arbeitsplätze vernichtet, wir stürzen ins Chaos....ANARCHIE!!!" ;)
      ....doch, ich glaub das wars....
    • Lopsi 25.05.2016 17:56
      Highlight Highlight Wir wollen keine Ferien und keine Vaterschaftsferien und keine Elternzeit, wir wollen Steuergeschenke für Reiche und Bauern, teure Tunnel und Ausländer raus bitte. Scheissegal, wenn das alles gar keinen Sinn macht.
  • Pupsi 25.05.2016 07:46
    Highlight Highlight Natürlich würde die ganze Gesellschaft davon profitieren, vor allem das kind. Dies kónnte in den ersten Wochen eine feste Bindung zum Vater aufbauen, was sehr wichtig ist. Meiner Meinung greift auch der mutterschaftsurlaub von 16 Wochen zu kurz. Ehrlich gesagt finde ich es erschreckend, dass wie erst jetzt über solche Themen abstimmen, erschreckend und rückständig.
    • Menel 25.05.2016 08:19
      Highlight Highlight Was erwarten sie? Schauen sie sich mal in den anderen Ländern um, die haben eine wirkliche Familienpolitik. Wir haben zwar ein Departement für Strassen, aber für Familien haben wir nichts. Und nein, die CVP - mit ihrem veralteten Verständnis für Familie - sehe ich in keinster Weise als Vertreterin dieser Anliegen.
    • Lopsi 25.05.2016 08:40
      Highlight Highlight Typisch Schweiz. Früher war ich mal froh und stolz, hier geboren zu sein. Seit ich Familie habe, denke ich über eine Auswanderung nach.
  • Jarl Ivan 25.05.2016 07:22
    Highlight Highlight Politik eines geizigen Staates. Warum haben Österreich, Isalnd, Schweden ja sogar das klamme Frankreich bessere Vaterschaftsmodelle.
    Oder liegt es an den alten Politiker?

    http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/5559cb52ab5c3787a2000001
    Diese Länder zeigen das es anders gehen würde.
    • Maragia 25.05.2016 10:10
      Highlight Highlight Und darum gehts diesen Ländern auch so gut :)
  • Matrixx 25.05.2016 06:26
    Highlight Highlight Das Argument "Die EO wird um 0.05% steigen" wird die Initiative scheitern lassen. Genau so wie alle Initiativen gescheitert sind, die den Arbeitnehmer zwar helfen, aber (vergleichweise) mit Kostenerhöhung einhergehen. Das wird der Gegner der Initiative ausnutzen auf eine übertriebene, aber bekannte Art.
    • Lopsi 25.05.2016 08:43
      Highlight Highlight Während das Parlament munter weiter Steuergeschenke für Reiche macht.

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