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Gesellschaft & Politik

Die Mitte nominiert Philipp Kutter für den Regierungsrat

Philipp Kutter, Nationalrat Mitte-ZH, spricht waehrend einer Medienkonferenz zu seiner Kandidatur fuer den Regierungsrat im Kanton Zuerich bei den naechsten Gesamterneuerungswahlen am 4.4.2027, am Mon ...
Der Nationalrat aus Wädenswil soll den Sitz der abtretenden Bildungsdirektorin Silvia Steiner verteidigen.Bild: keystone

Die Mitte nominiert Philipp Kutter für den Regierungsrat

02.07.2026, 00:3802.07.2026, 00:38

Die Mitte hat am Mittwochabend Philipp Kutter ins Rennen um einen Zürcher Regierungsratssitz geschickt. Der Nationalrat aus Wädenswil soll den Sitz der abtretenden Bildungsdirektorin Silvia Steiner verteidigen.

Die Nominierung Kutters erfolgte mit grossem Applaus, wie die Mitte am Mittwochabend mitteilte. Seine Kandidatur ist bereits die siebte offizielle. SP, SVP und EVP nominieren ihre Kandidatinnen und Kandidaten demnächst. Die Wahlen finden im März 2027 statt.

Kutter bringt breite politische Erfahrung auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene mit. Er amtierte 16 Jahre lang als Stadtpräsident von Wädenswil, war elf Jahre Mitglied des Zürcher Kantonsrats und vertritt den Kanton seit 2018 im Nationalrat.

Der 50-Jährige erlitt 2023 einen schweren Skiunfall und ist seither Tetraplegiker. Er wäre der erste Regierungsrat, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Bürokratische Hürden abbauen

Inhaltlich steht Kutter für einen bürgerlichen Kurs mit sozialer Verantwortung. Er will die hohe Lebensqualität im Kanton Zürich sichern, den Wirtschaftsstandort stärken und die Gemeinden in ihren Aufgaben unterstützen.

Der Nationalrat wies kürzlich darauf hin, dass Zürich die höchste Steuerbelastung für juristische Personen aufweise und es daher finanzpolitische Stabilität sowie weniger bürokratische Hürden brauche.

Die Parteileitung rechtfertigt den Anspruch auf den Regierungssitz mit der stabilisierenden Rolle der Mitte. Regierungen müssten gemäss Parteipräsidentin Tina Deplazes den Kanton führen und vom Wahlvolk getragen werden, weshalb sie sich nicht allein nach reinen Prozentzahlen der Parteistärke zusammensetzen sollten. Als Kollegialbehörde brauche der Zürcher Regierungsrat Stimmen, die zwischen den politischen Polen vermitteln und den Zusammenhalt stärken. (sda)

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