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Unbekannte Drohnen tauchen über Schweizer Militäranlage auf

Eine Drohne des Zivilschutzes wird eingesetzt zur Suche eines Wildschwein-Kadavers an der Seuchenuebung ?PSANOS? des Kantones Graubuenden zur Afrikanischen Schweinepest, am Donnerstag, 3. April in Gro ...
Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar (Archivbild).Bild: keystone

Unbekannte Drohnen tauchen über Schweizer Militäranlage auf – Politik zeigt sich besorgt

Unbekannte Drohnen in Formation haben eine Schweizer Militäranlage überflogen, wie der Armeechef Benedikt Roos sagt. Die Politik zeigt sich besorgt.
02.07.2026, 00:0902.07.2026, 03:42

Drohnen in Formation haben nach Aussage des Chefs der Armee eine Schweizer Militäranlage überflogen. Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar. Zuerst berichtete das Schweizer Fernsehen SRF darüber.

Die SRF-«Tagesschau» zeigte am Mittwochabend Aufnahmen eines Auftritts von Armeechef Benedikt Roos in der Kaserne Bern vom Wochenende.

Korpskommandant Benedikt Roos, Chef der Armee (Cda), spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Bundesbeschluss ueber die Finanzierung von Ruestungsausgaben der Armee durch eine Erhoehung der Mehrwert ...
Benedikt Roos.Bild: keystone

«Der Betreiber sagt mir, es habe Drohnenüberflüge bei ihnen gegeben. Und nicht eine Drohne, sondern mehrere Drohnen in Formation», erklärte Roos in dem Video. Das sei kein Lausbubenstreich mehr: «Da braucht es schon ein bisschen Know-how, dass man Formationen von Drohnen über kritische Infrastruktur schicken kann.»

«Muss man ernst nehmen»

Sicherheitspolitiker und Sicherheitspolitikerinnen zeigen sich auf Anfrage des SRF besorgt: «Das muss man unbedingt ernst nehmen, das war eine konzertierte Aktion, wie wir sie schon in vielen anderen Ländern auch hatten», sagt etwa Mitte-Ständerätin Andrea Gmür. Der hybride Krieg sei längst im Gange und «dessen war man sich bei uns bis heute offenbar noch nicht bewusst».

SP-Ständerätin Franziska Roth sieht das genauso: «Die Armee muss dringend bei der Drohnenabwehr aufrüsten», sagt sie in der «Tagesschau». Sie sei der Meinung, dass Gelder dorthin fliessen müssten, wo die Bedrohungslage am grössten ist, «und das ist nachweislich eben bei Drohnen».

Staenderaetin Franziska Roth, SP-SO, spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 2. Juni 2026 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
SP-Ständerätin Franziska Roth.Bild: keystone

Vieles bleibt unklar

Zur Frage, wo genau sich die Drohnensichtung ereignete, äusserte sich die Armee gegenüber SRF nicht. Als Grund machte sie Sicherheitsüberlegungen geltend. Unklar blieb auch der genaue Zeitpunkt und ob die Drohnenpiloten gefunden wurden. Gemäss der Armee werden Drohnensichtungen nun systematisch erfasst. Zudem wird abgeklärt, ob eine Flugverbotszone über die betroffene Anlage verhängt wird.

(ome/sda)

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