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Gesellschaft & Politik

Basler Gleichstellungs-Spider soll auch bei nationalen Wahlen helfen

Marktplatz square in Basel, Switzerland, with the town hall in the background, pictured on April 19, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler) Mit Gleichstellungs-Piktogramm
Bild: Keystone, Piktorgramm: pikt ...
Wer nächsten Monat in Basel kandidiert, kann sich neu in einem Test über Gleichstellung beweisen.Bild: KEYSTONE/piktogram: piktabay

Genderfreundliche Politik: Basler Gleichstellungs-Test soll bei nationalen Wahlen kommen

Für die Wahlen in Basel-Stadt gibt es neben Smartvote neu einen sogenannten Gleichstellungs-Test. Der Fragebogen findet auch bei Politikerinnen auf nationaler Ebene Zuspruch.
22.09.2020, 05:53
Vanessa Hann
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Am 25. Oktober 2020 stehen im Kanton Basel-Stadt Wahlen an. Neben der Online-Wahlhilfe Smartvote gibt es einen neuen Fragebogen für die Kandidierenden: Der Gleichstellungs-Test.

Zusammen mit der Gleichstellungskommission Basel-Stadt hat Smartvote den Gleichstellungs-Test konzipiert. Die Fragen werden in acht Themengebiete eingeordnet und lauten etwa: «So genannte «Frauenberufe» (Pflege, Detailhandel, Reinigung, Kinderbetreuung usw.) sind strukturell schlechter bezahlt. Setzen Sie sich für eine Lohnerhöhung in diesen Branchen ein?» oder «Sind Sie für eine Elternzeit mit einem verpflichtenden Anteil für Mütter und Väter?»

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Smartvote Gleichstellung (nicht verwenden!)
Ein Testergebnis von 80% bedeutet, dass die Kandidierende mit 80% der Fragen übereingestimmt hat.
quelle: printscreen gleichstellungstest.ch
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«Die Gleichstellungsthemen kamen im bisherigen Smartvote-Test zu kurz», sagt Tatiana Vieira, Mitglied der Gleichstellungskommission in Basel-Stadt.

«Es ist höchste Zeit, dass Gleichstellungsthemen in Parlamenten und Institutionen mehr Gewicht bekommen», sagt Franziska Schutzbach. Die Geschlechterforscherin hat bei der Entwicklung des Fragebogens für die Basler-Wahlen mitgearbeitet.

Ausserdem sei die Gleichstellung aller Geschlechter ein verfassungsrechtlicher Auftrag, wie die Kommission, der Schutzbach angehört, in einer Medienmitteilung Mitte September schreibt. Die Kandidierenden sollen für diesen Auftrag sensibilisiert werden, damit sie entsprechende Massnahmen umsetzen, heisst es weiter.

Test als Teil von Smartvote

Auch ausserhalb von Basel findet der Gleichstellungs-Test Zustimmung. «Gleichstellung existiert leider noch nicht, deshalb ist es gut, wenn ich weiss, welche Kandidatinnen und Kandidaten dafür sensibel sind», sagt BDP Rosmarie Quadranti. Auch FDP-Nationalrätin Doris Fiala ist angetan: «Ich bin ein absoluter Fan von Smartvote und finde es gut, wenn mehr Gleichstellungsfragen Einzug halten in diesen Test.»

Jedoch sollen die Fragen zur Gleichstellung nicht separat, sondern Teil der gesamten Bewertung von Smartvote sein, findet neben Fiala auch die Luzerner Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger (CVP). «Sonst besteht die Gefahr, dass man schnell als gleichstellungs-unfreundlich gilt», so Gmür-Schönenberger.

Kritik an Gestaltung

In Basel selbst stösst der Test nicht nur auf Begeisterung. Der Fragebogen sei tendenziös und die Gestaltung schlecht gemacht, sagt die Basler Grossratskandidatin Nadine Gautschi (FDP) gegenüber der Basler Zeitung.

Dass der Test diese Art von Kritik erntet, hat man in der Kommission nicht erwartet. «Wir haben gehofft, dass die thematischen Schwerpunkte diskutiert, nicht die Form», sagt Mitglied Vieira.

Ob der Gleichstellungs-Test nach den Wahlen in Basel-Stadt in anderen Kantonen oder gar auf nationaler Ebene Anwendung findet, wird sich zeigen. Die nationalen Wahlen finden im Jahr 2023 statt.

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quelle: keystone / usa biden harris handout
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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerTaran
22.09.2020 06:16registriert Oktober 2015
Ich finde, dass die Testfragen selber schon eine Wertung beinhalten und der Vorwurf tendenziell zu sein, deshalb nicht falsch ist.
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flugsteig
22.09.2020 07:13registriert Februar 2014
Ein ganzer Artikel über Gleichstellung und es kam kein einziger Mann darin zu Wort.
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Borki
22.09.2020 09:14registriert Mai 2018
Wäre jetzt sehr interessant zu erfahren, wie die Antwort auf die Frage nach dem Rentenalter 64 bei der Auswertung gewertet wird.
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Ein Naturkomitee mit illustren Namen bekämpft das Stromgesetz. Und malt den Teufel an die Wand: Bei einem Ja würden Landschaften durch Solarparks und Windräder zerstört.

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