Schweiz
Gesellschaft & Politik

Anti-5G-Initiative zurückgezogen – Neustart ist missglückt

Anti-5G-Initiative zurückgezogen – Neustart ist missglückt

06.12.2022, 11:0306.12.2022, 11:03

Das Komitee der eidgenössischen Volksinitiative «Saferphone» zieht seine Initiative zum besseren Schutz vor Mobilfunkstrahlung zurück. Die grundsätzlichen Forderungen blieben wichtig, doch der geplante Neustart mit einer neuen Trägerschaft sei nicht gelungen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

epa10054966 A woman holds a cell phone with an image of the new 5G technology, in Brasilia, Brazil, 06 July 2022. The fifth generation of mobile internet (5G) is activated this Wednesday in Brazil. Br ...
Die Initiative wollte anstelle der Mobilfunkantennen die Glasfasernetze ausbauen. Bild: keystone

Nach dem Start der Volksinitiative im September 2022 habe das Komitee «infolge medialer Kritik am Verein Frequencia beschlossen, einen eigenständigen Trägerverein zu gründen». Nach intensiven Gesprächen müsse man inzwischen aber feststellen, dass das Vorhaben gescheitert sei.

Die Initiative werde zurückgezogen und die Unterschriftensammlung abgebrochen, heisst es in der Medienmitteilung. Die Ziele der Initiative würden auf verschiedenen Wegen weiterverfolgt, auch mit Vorstössen im nationalen Parlament.

Der Verein Frequencia wurde 2019 gegründet, um gegen die Einführung von 5G zu demonstrieren. Laut verschiedenen Medienberichten war der Verein in der Vergangenheit mit verschwörungstheoretischen Aussagen aufgefallen.

Die Initianten der «Saferphone-Initiative» wollen erreichen, dass der Gesundheitsschutz vor Elektrosmog, der nichtionisierenden Strahlung (NIS), in der Bundesverfassung verankert wird.

Für die Mobilfunkstrahlung sollte das Gleiche gelten «wie für andere potenziell toxische Einflüsse, nämlich eine geringstmögliche Belastung», schrieben die Initianten in einer Mitteilung. Sie plädieren daher dafür, dass anstelle von Mobilfunkantennen vielmehr die Glasfasernetze ausgebaut werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Smash, Bre und Slay» – ist die Jugendsprache für dich okay?
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Im Kanton Zürich gibt es wohl bald mehr Hirsche – wegen eines EU-Entscheids
Die gepunkteten Sika-Hirsche aus Japan könnten bald vermehrt in den Kanton Zürich einwandern. Grund dafür ist ein Entscheid der EU. Die Mitgliedsländer müssen die Tiere dezimieren, weil sie nicht heimisch sind.
Zur Story