Schweiz
Gesundheit

Enzootische Pneumonie breitet sich aus: Über 10'000 Schweine getötet

Gefährliche Lungenkrankheit breitet sich aus: 930 Schweine in Solothurn getötet

06.10.2026, 12:3006.10.2026, 12:30
Schweine stehen im Wuehlbereich der neuen Stallanlage am Mittwoch, 11. Dezember 2024 beim Hof Truellental in Daiwil, Gemeinde Willisau. Auf dem Hof Truellental wurde mit Unterstuetzung durch das Forsc ...
Die Enzootische Pneumonie breitet sich weiter aus – bereits über 10'000 Schweine wurden in der Schweiz getötet. (Symbolbild)Bild: keystone

Der Veterinärdienst des Kantons Solothurn hat in der vergangenen Woche wegen einer für Schweine ansteckenden Lungenentzündung zwei Bauernhöfe geräumt: Dabei seien 80 Sauen und 50 Jungtiere geschlachtet, 930 Schweine getötet und 1200 Jungtiere lebend exportiert worden.

Es sind nur Tiere getötet worden, die weder lebend exportiert, noch geschlachtet hätten werden können, schrieb der Kanton Solothurn am Dienstag in einer Mitteilung. Kranke Tiere seien generell nicht zur Schlachtung zugelassen.

Die Massnahmen seien ergriffen worden, damit sich die in der Schweiz seit rund 20 Jahren ausgerottete Seuche mit dem Namen Enzootische Pneumonie nicht weiter ausbreite. Nun sei die Krankheit unter Kontrolle, hiess es weiter.

Die Krankheit war Mitte September in einem kantonsübergreifenden Schweinering ausgebrochen. Betroffen waren auch drei Betriebe im Kanton Solothurn, die schliesslich mit einer Seuchensperre belegt wurden.

Die zwei nun geräumten Betriebe, beides Abferkelbetriebe, gelten zehn Tage nach einer Reinigung und Desinfektion wieder als seuchenfrei, hiess es in der Medienmitteilung weiter. Die vom Veterinärdienst verhängte Sperre könne danach wieder aufgehoben werden.

Im dritten Betrieb, einem reinen Mastbetrieb, dauerten die Sicherungs- und Überwachungsmassnahmen voraussichtlich noch bis Ende Oktober.

Ungefährlich für Menschen

Für Menschen sei die Krankheit nicht gefährlich. Das Fleisch gesunder Träger könne bedenkenlos gegessen werden, liess der Kanton ausserdem verlauten.

Ein Schweine- respektive Ferkelproduktionsring ist ein arbeitsteiliger Zusammenschluss mehrerer Betriebe, erklärte der Kanton in der Medienmitteilung. Aufgrund der Rotation der Schweine über mehrere Betriebe könne in einem Seuchenfall die Krankheit ebenfalls über alle Betriebe verschleppt werden.

Von den angeordneten Massnahmen betroffen sind laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen sowie 40 Mastbetriebe in 14 Kantonen.

Allein im Kanton Luzern wurden zehn betroffene Schweinezuchtbetriebe geräumt. Den Massnahmen fielen 4500 Tiere zum Opfer, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Nach dem Ausbruch der «Enzootischen Pneumonie» gegen Ende September mussten demnach schweizweit rund 10'500 Tiere geschlachtet oder getötet werden.

Diese «einschneidenden Massnahmen» seien notwendig, um die restliche Schweinepopulation vor einer Ansteckung zu schützen. Neben den zehn Zuchtbetrieben war im Kanton Luzern auch ein Mastbetrieb mit rund 700 Tieren betroffen.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
11 Jahre Bundesrat Guy Parmelin in Bildern
1 / 31
11 Jahre Bundesrat Guy Parmelin in Bildern

Am 9. Dezember 2015 wählte das Parlament Guy Parmelin zum neuen Bundesrat.

quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Proteste an der Universität Cornell nach Vorwürfen sexualisierter Gewalt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
DNA-Analyse bestätigt: Wölfe von Schwyzer Rudel haben Schafe und Ziegen gerissen
Zwei Wölfe aus dem am Chöpfenberg im Kanton Schwyz streifenden Rudel sind für Risse von Ende August verantwortlich. Das hat eine DNA-Analyse bestätigt, wie das Schwyzer Amt für Wald und Natur am Dienstag mitteilte.
Zur Story