«Lassen Sie Ihr Kind behandeln»: Krätze-Fall an Zürcher Schule
An der Schule Himmeri in Zürich-Seebach ist erneut ein Fall von Krätze aufgetreten. Dies gab die Schulleitung in einer Nachricht an Eltern bekannt.
Die Schule bittet diese nun um Mithilfe. Man wolle mit allen Mitteln verhindern, dass sich die Krätze weiter ausbreiten kann, heisst es darin.
Konkret betroffen sind die Klassen 1,3,5 und 6 aus dem Schulhaus Himmeri-Heumatt, sowie die Klassen 2,3 und 4 aus dem Schulhaus Himmeri-Staudenbühl.
Kinder, die in eine dieser Klassen gehen, gelten als enge Kontaktpersonen. Die Schule schreibt darum im E-Mail:
Kinder ohne Symptome dürften nach der Behandlung wieder zurück in die Schule. Kinder, die Symptome zeigen, müssten 24 Stunden nach der Behandlung zu Hause bleiben.
Was ist Krätze?
Die Krätze, im Fachjargon bekannt als Skabies, ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch winzige Parasiten verursacht wird. Die Parasiten, die Krätzmilben, sind zwischen 0,3 und 0,5 Millimeter gross und somit mit dem blossen Auge kaum – oder nur als winzig kleiner Punkt – sichtbar.
Die Tierchen leben in der obersten Hautschicht des Menschen und legen dort ihre Eier ab. Dies löst beim Menschen einen Hautausschlag aus, der sich durch Juckreiz bemerkbar macht.
Die Übertragung der Infektionskrankheit erfolgt durch engen Körperkontakt. Die weiblichen Milben springen von einem Wirt zum nächsten, um dort ihre Eier abzulegen. Oftmals wird die Krätze auch beim Geschlechtsverkehr übertragen.
Krätzmilben bevorzugen Körperstellen mit hoher Körpertemperatur und dünner Hornschicht, wie es beim Handgelenk, an der Kniescheibe, im Bauchnabel oder den Genitalien der Fall ist. Die Infektion selbst verläuft asymptomatisch. Meistens treten die Symptome erst zwei bis fünf Wochen nach der Infektion auf. Zu den Symptomen zählen unter anderem:
- Juckreiz
- Blasen und sichtbare Hautflecken
- Hautrötungen
Ist Krätze gefährlich?
Krätze ist lästig, jedoch nicht gefährlich. Doch das Problem: Wenn Krätze nicht behandelt wird, geht die Krankheit meist nicht von alleine weg – und kann dadurch immer weiter verbreitet werden.
Die Infektionskrankheit lässt sich mit Medikamenten jedoch gut behandeln. Die Milben und die Eier können mittels einer Creme oder mit Tabletten abgetötet werden. (ome/cst)
