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Daran stirbt die Schweiz – die Statistik in 5 tödlichen Grafiken

Daran stirbt die Schweiz – die Statistik in 5 tödlichen Grafiken

16.12.2019, 11:4517.12.2019, 06:14

Gestorben wird immer. Aber wie? Darüber gibt die Todesursachenstatistik Auskunft, die der Bund seit 1876 erstellt. Heute hat das Bundesamt für Statistik die neuste Ausgabe mit den Zahlen von 2017 veröffentlicht. Die wichtigsten Fakten:

So viele Menschen starben 2017

Im Jahr 2017 starben in der Schweiz 66'971 Menschen, das sind rund 2000 Menschen (3%) mehr als im Vorjahr. Weil die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit ihre durchschnittliche Lebenserwartung erreicht haben, nimmt die Zahl der Todesfälle im gegenwärtigen Jahrzehnt jedes Jahr um etwa 500 bis 800 zu. Die Sterbeziffer hingegen, die Todesfälle im Verhältnis zur Wohnbevölkerung, ist seit 1990 tendenziell rückläufig.

Die stärkere Zunahme im Jahr 2017 wurde auch durch eine ausgeprägte Grippewelle ausgelöst, die in den ersten sechs Wochen des Jahres in der über 65-jährigen Bevölkerung fast 1500 Todesfälle bewirkte.

Die Todesursachen

Die in der Schweiz wohnhaften Personen sterben am häufigsten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (31,4% aller Todesfälle) und Krebskrankheiten (25,8%). Weitere häufige Todesursachen machten jeweils weniger als 10% der Fälle aus: Demenz (9,8%), Erkrankungen der Atemwege (6,9%) und äussere Ursachen wie Unfälle, Suizide und andere seltene Fremdeinwirkungen (5,6%). Das Verhältnis der Todesursachen hat sich kaum verändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Haupttodesursache nach Alter

Je nach Alter wechselt die Haupttodesursache: Während die Menschen in jungen Jahren hauptsächlich an angeborenen Krankheiten sterben, nehmen im Bereich zwischen 16 und 40 Jahren Unfälle und Suizide die Spitzenpositionen ein. Zwischen 40 und 80 Jahren geht die tödlichste Gefahr vom Krebs aus, später nehmen Herz-Kreislauf-Krankheiten überhand.

Sterbeursachen nach Alter
Bild: watson

61 Prozent der im Jahr 2017 verstorbenen Personen erreichten ein Alter von über 80 Jahren. Weitere 26 Prozent starben im Alter zwischen 65 und 79 Jahren. Bei 1,3 Prozent der Todesfälle handelte es sich um junge Erwachsene zwischen 20 und 39 Jahren, 0,3 Prozent aller Todesfälle betrafen Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 19 Jahren.

Todesursachenstatistik: Grundlagen der Erhebung
Die Todesursachenstatistik beruht auf den obligatorischen Meldungen der Ärztinnen und Ärzte, welche jeden Todesfall in der Schweiz bescheinigen. Als eine der ältesten Bundesstatistiken wird sie seit 1876 erstellt. Die Klassifikation der Diagnosen erfolgt nach Regeln der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen enthalten nur Todesfälle von Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.

Die Lebenserwartung ist weiter hoch

Die Lebenserwartung der in der Schweiz lebenden Personen hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: Wer 2017 geboren wurde, konnte als Frau mit einem 85,4 Jahre langen Leben rechnen, als Mann mit 81,4 Jahren.

Vergleicht man die Lebenserwartung im Jahr 2017 hingegen mit jener im Jahr 2000, zeigt sich eine deutliche Entwicklung: Frauen leben um 2,8 Jahre länger als vor 17 Jahren, Männer gar 4,5 Jahre.

Suizide nehmen leicht zu

773 Männer und 270 Frauen haben 2017 ihrem Leben ein Ende gesetzt, das sind 26 Personen mehr als im Vorjahr. Obwohl die Suizidquote seit 2010 leicht rückläufig ist, nehmen die Suizide in absoluten Zahlen leicht zu, was durch die steigende Bevölkerungszahl zu erklären ist.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen.
In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.

Die Dargebotene Hand: Tel 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

(mlu)

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