Schweiz
Graubünden

Bondo: FDP-Nationalrätin Anna Giacometti tritt nicht zu Wiederwahl an

KEYPIX - Anna Giacometti, ehemalige Gemeindepraesidentin und Nationalraetin gibt ein Statement ab, aufgenommen nach Verkuendung des Urteils der Gerichtsverhandlung zum Bergsturz in Bondo, am Freitag,  ...
Anna Giacometti tritt 2027 nicht mehr zu den Nationalratswahlen an.Bild: keystone

Bündner FDP-Nationalrätin Giacometti tritt nicht zu Wiederwahl an

16.09.2026, 18:0416.09.2026, 18:04

Die 65-jährige Bündner FDP-Nationalrätin Anna Giacometti tritt 2027 nicht mehr zu den Nationalratswahlen an, wie RTR am Mittwoch berichtete. Bekanntheit hatte sie unter anderem mit der Bewältigung des tragischen Bergsturzes in Bondo GR erlangt.

Sie brauche mehr Zeit für sich und die Familie, erklärte Giacometti dem rätoromanischen Fernsehen und Radio RTR. «Ich habe zwei Söhne, die weit weg leben. Einer ist in Finnland und der andere im Kanton Aargau. Ich freue mich darauf, künftig wieder mehr Zeit mit ihnen zu verbringen und zu reisen», erklärte sie.

Giacometti war von 2010 bis 2020 die erste Gemeindepräsidentin der neugeschaffenen Grossgemeinde Bregaglia GR. Sie erlangte nach dem tragischen Bergsturz am Piz Cengalo am 23. August 2017 schweizweite Bekanntheit für ihr Krisenmanagement.

Zuletzt kämpfte sie allerdings mit diesem Ereignis. Sie war zusammen mit vier weiteren Personen wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit dem Bergsturz angeklagt. Es stand die Frage im Raum, ob das Ereignis vorhersehbar war und die Wanderwege in der Val Bondasca hätten geschlossen werden müssen.

Das Regionalgericht Maloja sprach aber alle fünf Angeklagten frei. Im Fall von Giacometti sprach das Gericht gar von einem «klaren Freispruch». Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Als Nationalrätin sitzt Giacometti in der Finanzkommission. Sie wurde 2019 in das nationale Parlament gewählt und verteidigte 2023 ihren Sitz für die FDP. (leh/sda)

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