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Geldbote nach Festnahme wieder frei – Lösegeldzahlung in der Waadt nur ein Trick?

Geldbote nach Festnahme wieder frei – Lösegeldzahlung in der Waadt nur ein Trick?

13.02.2018, 11:4813.02.2018, 16:26

Der Fall um erpresste Millionen aus einem Geldtransporter in der Schweiz bleibt vorerst unaufgeklärt. Der Fahrer des Wagens und seine Tochter wurden am Dienstag nach vorübergehender Festnahme wieder freigelassen, wie von Seiten der Ermittler im ostfranzösischen Lyon verlautete.

Zuvor hatte die Polizei sie offenbar im Verdacht, die Entführung der Tochter und die Lösegeldzahlung aus dem Geldwagen fingiert zu haben.

Auch ein mutmasslicher Helfer ist den Angaben zufolge wieder auf freiem Fuss. Der in der Schweiz tätige Geldbote aus Frankreich hatte angegeben, den gesamten Inhalt seines Geldtransporters an angebliche Entführer seiner Tochter gezahlt zu haben, die daraufhin freigelassen worden sei. Die Beute soll sich auf 20 bis 30 Millionen Franken belaufen.

Offenbar hatten die Ermittler dann aber Zweifel an der Darstellung von Vater und Tochter: Die 22-Jährige hatte der Polizei erzählt, sie sei vergangene Woche von zwei Männern aus ihrer Studentenwohnung in Lyon entführt worden, die sich als Sanitärinstallateure ausgegeben hätten.

Die Kidnapper hätten dann ihren Vater kontaktiert, der den gesamten Inhalt des Geldtransporters auf einem Parkplatz im Kanton Waadt an die Kriminellen übergeben habe.

Ob es Verbindungen zwischen dem Geldboten und den Entführern gibt, ist weiter unklar. Auch die Beute bleibt verschwunden. Nach einem Bericht der Zeitung «Le Parisien» wurde ein kleiner Teil in der Schweiz gefunden. Der Geldbote habe angegeben, die Entführer hätten ihm einige hunderttausend Euro als eine Art «Entschädigung» überreicht, berichtete das Blatt. Aus Ermittlerkreisen wurde diese Information nicht bestätigt. (sda/afp)

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