Wo die Schweiz im PISA-Vergleich spitze ist – und wo die Kompetenzen weiter sinken
Die PISA-Studie untersucht den Bildungsstand der 15-Jährigen in allen OECD-Ländern sowie einigen weiteren Staaten. Die Studie erlaubt somit einen internationalen Vergleich zum Kompetenzstand in unterschiedlichen Feldern, wie Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen.
Zusätzlich beantworteten die Schülerinnen und Schüler auch erstmals Fragen zu ihrem digitalen Medienkonsum und der Verwendung von künstlicher Intelligenz.
In der Schweiz erreichten nur noch 65,4 Prozent der 15-Jährigen die Mindestgrundlage aller Kompetenzen. Vor 10 Jahren waren es noch 73,3 Prozent.
Naturwissenschaften
Die PISA-Studie hat in dieser Edition den Fokus auf Naturwissenschaften gelegt. In der Naturwissenschaft gab es bei der Schweiz keine signifikanten Änderungen. Seit 2015 bleibt sie mehr oder weniger stabil.
Weltweit steht China mit 597 Punkten an der Spitze der Naturwissenschaften, gefolgt von vier weiteren asiatischen Gebieten. Estland ist das beste europäische Land, gefolgt vom Vereinigten Königreich, Finnland und der Schweiz auf Platz 14.
Lesen
Die Lesekompetenz ist nun auch in der Schweiz rückläufig. In fast allen Vergleichsländern zeigte sich dieser Trend schon länger. Die Schweizer 15-Jährigen erreichen im Lesen 470 Punkte. Damit liegt der Wert leicht über dem OECD-Durchschnitt von 461 Punkten.
Im internationalen Vergleich schneiden einige Länder besser ab als die Schweiz, angeführt von Singapur mit 535 Punkten.
Mathematik
Auch in der Mathematik sind die Kompetenzen rückläufig. Trotzdem landet die Schweiz auf dem zweiten Platz in Europa, nur hinter Estland.
Mit 499 Punkten liegt die Schweiz deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 463 Punkten.
KI-Nutzung
Erstmals wurde auch die Nutzung von künstlicher Intelligenz für die Schule untersucht. Mehr als 70 Prozent der befragten 15-Jährigen geben dabei an, KI zu verwenden, um Texte zusammenzufassen, eine Vorab-Recherche durchzuführen oder um einen Entwurf für einen Text zu erstellen. 85 Prozent geben sogar an, KI als Lernhilfe zu nutzen.
Im Vergleich zu anderen Ländern sind Schweizer 15-Jährige schon sehr gewandt in der Benutzung von KI.
Die PISA-Studie bringt nur die Kompetenzen in Erfahrung und leitet keine Handlungen oder Begründungen ab.
