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Iran-Krieg: Iranischer Botschafter Barimani zeigt sich kämpferisch

Der iranische Botschafter Mahmoud Barimani spricht im Interview mit SRF «Rundschau» über den Iran-Krieg.
Der iranische Botschafter Mahmoud Barimani spricht im Interview mit SRF «Rundschau» über den Iran-Krieg.screenshot srf

«Solange dieser Krieg dauert, sind wir bereit, uns zu verteidigen»

In einem Interview mit SRF zeigt sich der iranische Botschafter Mahmoud Barimani kämpferisch. Gleichzeitig relativiert er die Proteste der iranischen Bevölkerung gegen das Regime.
12.03.2026, 10:4012.03.2026, 11:22

US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, dass die USA den Krieg gegen den Iran bereits gewonnen hätten. Doch der iranische Botschafter in Bern zeigt weiter Kampfgeist. «Solange dieser Krieg dauert, sind wir bereit, uns zu verteidigen», sagt er im Interview mit der SRF «Rundschau».

Die USA und Israel hätten gedacht, die iranische Regierung würde nach dem Angriff zusammenbrechen – das sei jedoch nicht passiert, im Gegenteil. Es gebe keine Schwäche.

Die Wahl Modschtaba Chameneis, Sohn von Ali Chamenei, bedeute, «dass die gleiche Linie, der gleiche Pfad wie unter seinem Vater, dem als Märtyrer gestorbenen Führer, fortgesetzt wird». Es handle sich dabei aber nicht um einen «repressiven Kurs». Man solle nicht auf eine «Handvoll Oppositionelle» hören, sagt Barimani und relativiert damit die seit Jahren wiederkehrenden Proteste der iranischen Bevölkerung gegen das Regime.

Stattdessen solle man auf die «Menschenmengen» hören, «die jetzt Tag und Nacht auf der Strasse sind – trotz der Bombardierungen durch Israel und USA». Sie würden die Regierung unterstützen.

Barimani: Israelis hätten Randalierer bewaffnet

Angesprochen auf die wiederkehrenden Demonstrationen spricht Barimani von zunächst friedlichen Demonstrationen. Eskaliert seien sie durch von den Israelis bewaffnete Randalierer. Diese hätten den Auftrag gehabt, «so viele wie möglich zu töten» – vor allem Polizisten. Man habe Beweise, Barimani führt diese jedoch nicht auf.

Bei den jüngsten Demonstrationen Anfang Jahr – auch schon davor hatte die iranische Bevölkerung gegen das Regime protestiert – sind schätzungsweise Zehntausende Menschen ums Leben gekommen. Die Proteste wurden vom Regime brutal niedergeschlagen. Der Botschafter in Bern widerspricht dieser Ansicht: Es habe 3117 Tote gegeben, die meisten davon Polizisten und Zivilisten.

Proteste im Iran
Ende Dezember 2025 kam es im Iran erneut zu landesweiten Anti-Regime-Protesten. Auslöser waren die anhaltende Wirtschaftskrise, hohe Inflation und wachsende Unzufriedenheit mit der politischen Führung. Besonders Anfang Januar gingen viele Menschen auf die Strassen, um sich für ein politisches System einzusetzen, das die Menschenrechte achtet.
Die iranischen Behörden gingen mit beispielloser und tödlicher Gewalt gegen die Proteste vor. Es kam zu zahlreichen Festnahmen und Massentötungen. (hkl)
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Bild: keystone

Botschafter übt Kritik an der Schweiz

Angesprochen auf das Angebot der Schweiz, als Vermittlerin zwischen dem Iran, den USA und Israel zu fungieren, sagt Barimani im Interview mit der SRF «Rundschau»:

«Die Schweiz hat bei anderen Angelegenheiten ihre guten Dienste geleistet. Aber von der Schweiz als unabhängiges, neutrales Land und Hüterin der Genfer Konventionen wird erwartet, dass sie den Verstoss gegen internationale Normen anprangert und den Akt der Aggression und den Verstoss gegen das Völkerrecht ausdrücklich verurteilt.»

Trotzdem würde man eine Initiative der Schweiz sehr begrüssen. (hkl)

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Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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