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Der lange Arm der Schweizer Justiz: Neuseeland liefert Mann aus, der seine Freundin in Basel ermordet haben soll

Der lange Arm der Schweizer Justiz: Neuseeland liefert Mann aus, der seine Freundin in Basel ermordet haben soll

27.08.2015, 08:4527.08.2015, 12:23

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat die Auslieferung einen des Mordes verdächtigen Srilankers aus Neuseeland erwirkt – fast 15 Jahre nach der Tat: Im Dezember 2000 wurde in Basel eine 23-jährige Frau Opfer eines Tötungsdelikts. Die damaligen Ermittlungen ergaben, dass es sich beim mutmasslichen Täter um den Freund des Opfers handeln musste. Er wurde deshalb international zur Fahndung ausgeschrieben. 

Aufgrund von Hinweisen wurde der mutmassliche Täter, ein 43-jähriger Mann aus Sri Lanka, in Neuseeland lokalisiert, wo er seit mehreren Jahren unter einer falschen Identität lebt. Am 16.06.2014 ersuchte die Staatsanwaltschaft über das Bundesamt für Justiz die neuseeländischen Behörden um Auslieferung des international Gesuchten. Dieser konnte am 26.08.2014 in Neuseeland festgenommen werden.

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen des Bundes mussten umfangreiche Unterlagen bezüglich einer Auslieferung an die Gerichte in Neuseeland zusammengestellt, übersetzt und beglaubigt werden.

Der 43-Jährige versuchte vergeblich die Auslieferung zu verhindern. Seine verschiedenen Einsprachen wurden von den neuseeländischen Behörden und Gerichten letztinstanzlich abgewiesen. Somit konnte der Mann vor einigen Tagen durch Angehörige der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei in Neuseeland abgeholt und per Linienflug in die Schweiz gebracht werden. Begleitet wurde der Verdächtige von mehreren Beamten der Staatsanwaltschaft sowie von Polizisten.

Der Festgenommene wird dem Zwangsmassnahmengericht zugefügt und die Staatsanwaltschaft wird Anklage wegen des Tötungsdelikts beim Strafgericht gegen ihn erheben. (kri)

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