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Liveticker

Starker Anstieg in Portugals Krankenhäusern +++ Impfpflicht für Frankreichs Pflegepersonal

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
12.07.2021, 06:1212.07.2021, 22:25
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Montag 822 neue Corona-Fälle für die letzten 72 Stunden Die Positivitätsrate der gemeldeten Tests beträgt 0,9 Prozent. 2 Personen sind gestorben, 8 mussten ins Spital.
  • Bislang wurden 8'312'800 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Bis am Montagmorgen wurden 4'004'078 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.
  • Von den festgestellten mutierten Varianten des Coronavirus betrafen 70,9 Prozent die Delta-Mutation (B.1.617.2).
  • Discos auf, Maskenpflicht draussen weg: Der Bundesrat hat am 23. Juni den nächsten Öffnungsschritt kommuniziert. Die Details findest du hier.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,71 Millionen aktive Userinnen und User.
  • Das Covid-Zertifikat ist da. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier. Auch in EU-Ländern wird das Zertifikat nun offiziell anerkannt.
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Verstorbene
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7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National+International 12.07.21

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20:55
Spanischer Corona-Hotspot Katalonien schränkt Nachtleben weiter ein
Zur Eindämmung der schon seit Tagen rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der spanische Corona-Hotspot Katalonien nächtliche Aktivitäten weiter ein. Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe müssen in der Region mit der Metropole Barcelona und einer knapp 600 Kilometer langen Küste künftig ab 0.30 Uhr schliessen. Die Massnahme werde «morgen oder übermorgen in Kraft treten», sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Patricia Plaja, am Montag.

Neben anderen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie sollen Treffen von mehr als zehn Personen sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum untersagt werden. Auch sollen alle Strände und Plätze zwischen 0.30 Uhr in der Nacht und 6.00 Uhr morgens gesperrt werden. Einige dieser Massnahmen müssten noch vom Oberlandesgericht Kataloniens gebilligt werden, da «Grundrechte verletzt werden», sagte Plaja.

So schlimm wie in der beliebten Urlaubsregion an der Grenze zu Frankreich ist die Corona-Lage derzeit nirgendwo sonst in Spanien. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte zuletzt auf gut 448. Zum Vergleich: In ganz Spanien lag dieser Wert zuletzt bei knapp 200, auf den Balearen bei 153 – in der Schweiz bei 34. (jaw/sda/dpa)
20:53
Zahl der Covid-Patienten steigt in Portugal wieder schnell
Bild: keystone
In Portugal ist die Zahl der Krankenhauspatienten mit Covid-19 deutlich angestiegen. Erstmals seit Ende März lag dieser Wert am Montag wieder über 700. Er sei innerhalb eines Tages um 57 auf 729 geklettert, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Prozentual betrachtet seien die Zahlen der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern sowie jenen auf Intensivstationen so stark angestiegen wie seit Februar nicht mehr.

In Portugal verschlechtert sich die Corona-Lage bereits seit vielen Wochen. Am Montag meldeten die Behörden in dem Land mit rund 10,3 Millionen Einwohnern 1782 Neuinfektionen und acht Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz, die vor gut einem Monat noch bei 55 lag, stieg den amtlichen Angaben zufolge innerhalb eines Tages von 272 auf 315. Im Land breitet sich vor allem die als ansteckender geltende Delta-Variante des Coronavirus aus, sie macht im ganzen Land bereits etwa 90 Prozent der Neuinfektionen aus.

Im Kampf gegen die Pandemie wurde vor eineinhalb Wochen wieder eine nächtliche Ausgehsperre eingeführt. In Regionen mit besonders schlechter Corona-Lage, darunter auch in Lissabon, dürfen die Menschen zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Strasse. Betroffen sind vier Millionen Menschen. (jaw/sda/dpa)
20:32
Macron führt Impfpflicht für Gesundheitspersonal ein
France's President Emmanuel Macron, meets French carmakers at the Elysee Palace in Paris, Monday, July 12, 2021. President Emmanuel Macron is hosting a top-level virus security meeting Monday morning and then giving a televised speech Monday evening, the kind of solemn speech he's given at each turning point in France's virus epidemic.(AP Photo/Michel Euler, Pool)
Bild: keystone
Angesichts der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante verschärft Frankreich die Corona-Massnahmen. Dies gab der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag während einer Fernsehansprache bekannt. Konkret wird eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte eingeführt. Demnach müssen sich alle Mitarbeiter von Spitälern, Alten- und Pflegeheimen bis spätestens 15. September impfen lassen.
18:45
Johnson bestätigt Corona-Öffnungen und bittet um Vorsicht
Bild: keystone
Angesichts der angekündigten Corona-Lockerungen in England hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bevölkerung zu Vorsicht und Rücksichtnahme aufgefordert. «Diese Pandemie ist bei weitem nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien», sagte Johnson am Montag in London. Die Bevölkerung könne nicht einfach zum Leben wie vor der Corona-Pandemie zurückkehren. Dennoch bestätigte der Regierungschef, dass fast alle Corona-Regeln vom 19. Juli an aufgehoben werden sollen.

Wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante war die Zahl der Neuinfektionen zuletzt landesweit wieder in die Höhe geschossen.

Die Regierung empfehle mit Nachdruck, an Orten mit vielen Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr weiterhin Masken zu tragen, sagte Johnson. Ausserdem bitte die Regierung Nachtclubs und andere Veranstaltungsorte darum, den Impfstatus ihrer Gäste und Besucher mithilfe eines digitalen Nachweises zu überprüfen. Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es dann aber nicht mehr. Die harten Einreiseregeln, die für nicht Geimpfte oder Einreisende aus «roten Ländern» eine Quarantäne vorschreiben, blieben in Kraft. (sda/dpa)
17:22
Schweiz hilft Mongolei im Kampf gegen Corona-Pandemie
Die Schweiz hat auf einen Hilferuf der Mongolei reagiert und 40 Beatmungsgeräte sowie 45 Sauerstoffkonzentratoren in das Land geschickt. Die Mongolei leidet zur Zeit stark unter der Corona-Pandemie.

Das Flugzeug mit den Hilfsgütern sei am Montag von Dübendorf ZH in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator gestartet, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Dort werde das Material vor allem an Spitäler verteilt, die auf die Versorgung von Frauen und Kindern spezialisiert seien.

Das Land gehört zu den Deza-Schwerpunktländern. Zuvor hatte die Humanitäre Hilfe des Bundes bereits Hilfsgüter nach Indien, Nepal und Sri Lanka geschickt. (sda)
17:14
Britischer Minister bestätigt Ende der Corona-Massnahmen in England
epaselect epa09307390 British Health Secretary Sajid Javid arrives at the Department of Health and Social Care in London, Britain, 28 June 2021. Sajid Javid was appointed as the new Health Secretary on 26 June 2021 after the former Health secretary Matt Hancock resigned from his office.  EPA/VICKIE FLORES
Bild: keystone
In England werden am 19. Juli wie geplant fast alle verpflichtenden Corona-Massnahmen aufgehoben. Das bestätigte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (im Bild) am Montag im Parlament in London. Die Voraussetzungen dazu seien erfüllt, sagte Javid. Das sei den Bemühungen der Briten und dem Impfprogramm zu verdanken.

Zwar sei zu erwarten, dass die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen werde, doch glaube die Regierung nicht, «dass die Infektionszahlen einen unaushaltbaren Druck auf den Gesundheitsdienst NHS» ausüben werden, so Javid.

Von kommender Woche an fallen damit voraussichtlich Abstandsregeln, Maskenpflicht und die verpflichtende Registrierung etwa beim Restaurantbesuch weg. Auch Nachtclubs und Diskotheken dürfen dann wieder Besucher empfangen. Zahlenmässige Beschränkungen für Feiern der Veranstaltungen soll es nicht mehr geben.

Und das obwohl die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen wieder dramatisch steigt. Die Regierung argumentiert jedoch, die Verbindung zwischen Infektionen und Krankenhauseinweisungen und Todesfällen sei dank des erfolgreichen Impfprogramms ausreichend geschwächt. Premierminister Boris Johnson wollte Details der Pläne am Montag bei einer Pressekonferenz vorstellen. (sda/dpa)
16:37
Genf setzt auf Einkaufszentren im Kampf gegen Impfmüdigkeit
In Genf kann man sich wie bereits in der Waadt künftig in Einkaufszentren gegen Corona impfen lassen. Der Kanton hat aufgrund der zunehmenden Impfmüdigkeit seine Strategie angepasst.

Zunächst werden in zwei grossen Einkaufszentren in Quartieren beidseits der Rhone mobile Impfstationen eingerichtet, wie die Genfer Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten. Von den zehn grossen Impfzentren im Kanton haben bereits drei geschlossen. Drei weitere werden Ende Juli schliessen. Damit bleiben nur noch vier Zentren offen. (sda)
16:35
Kinoeintritte 2021 liegen weit unter den Zahlen von vor Corona
Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat erste provisorische Zahlen vorgelegt zu den Kinoeintritten von Ende April bis Ende Juni 2021. In den ersten Wochen, nachdem die Kinos wieder öffnen durften, wurden zwischen 41'000 und 116'435 Eintritte pro Woche verzeichnet.

Doch was auf den ersten Blick wie eine Rückkehr zur Normalität aussieht, präsentiert sich ernüchternd im Vergleich zum Jahr 2019, als noch niemand an Corona dachte. Besonders markant zeigt sich der Vergleich der letzten Aprilwoche: 2021, in der ersten Woche, als die Kinos wieder öffnen durften, fanden 41'014 Filmfans an die Kinokassen, zwei Jahre zuvor, in der letzten Aprilwoche 2019 waren es 435'994 gewesen.

Am wenigsten weit klaffen die Werte Ende Juni auseinander: In der 26. Woche 2021 wurden rund 65'700 Eintritte verzeichnet im Vergleich zu rund 96'350 in der gleichen Woche 2019. (sda)
14:33
Fünf Millionen Impfdosen: Myanmars Junta schliesst Deal mit Russland
Die Militärregierung in Myanmar will nach eigenen Angaben mit Hilfe von Russland die bisher schwerste Corona-Welle im Land bekämpfen. «Wir haben im Wesentlichen eine Vereinbarung mit Russland über die Produktion von fünf Millionen Impfdosen pro Jahr in Myanmar geschlossen», erklärte Junta-Sprecher Zaw Min Tun am Montag vor Journalisten.

Ob es sich dabei um das russische Vakzin Sputnik V oder den Einzeldosis-Impfstoff Sputnik Light handelt, sagte er nicht.
epa09336866 Myanmar people wait near oxygen tanks lined up to refill outside an oxygen factory in Yangon, Myanmar, 11 July 2021. Myanmar is facing a shortage of oxygen supplies to treat critical patients due to the rising number of cases of COVID-19 across the country.  EPA/LYNN BO BO
Bild: keystone
Im früheren Birma steigen rund fünf Monate nach dem Putsch der Generäle die Corona-Zahlen drastisch an. Es gibt kaum Impfstoff, zudem ist das Gesundheitssystem weitgehend zusammengebrochen. Junta-Chef Min Aung Hlaing war im Juni nach Russland gereist, um mit Behördenvertretern über die Viruskrise und andere Themen zu beraten. Myanmar ist seit dem Umsturz vom 1. Februar international weitgehend isoliert.

Zahlreiche Menschen stehen täglich für Sauerstoffflaschen Schlange, mit denen sie Covid-19-Patienten zu Hause versorgen wollen. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Die Junta will den privaten Verkauf von Sauerstoff aber nun unterbinden – dieser solle nur «unter Aufsicht» verwendet werden, so der Sprecher.

Myanmar versinkt seit dem Putsch in Gewalt und Chaos. Die Junta unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Härte. Viele Ärzte und Pfleger weigern sich, für die neue Militärführung zu arbeiten. «Die Menschen in Myanmar sind in einer schlimmen Situation», sagte die Ärztin Myat Myat der Nachrichtenagentur dpa. «Es gibt keine richtige Gesundheitsversorgung, um dieser Pandemie zu begegnen.»

Auch die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi zeigte sich am Montag vor einem Gerichtstermin sehr besorgt über die Ausbreitung des Virus, wie ihr Anwalt Khin Maung Zaw betonte. Insgesamt wurden in dem Land mit 54 Millionen Einwohnern bisher 192 000 Fälle und mehr als 3800 Tote in Verbindung mit Covid-19 bestätigt. Jedoch wird befürchtet, dass die wahre Zahl viel höher ist. (sda/dpa)
13:32
BAG meldet 822 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden – 80% mehr Delta-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 822 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und acht Spitaleinweisungen.

Mit einem Anteil von 70,9 Prozent aller neuen Ansteckungen war die Delta-Variante im Siebentage-Schnitt die dominante Virus-Mutation. Vor einer Woche hatte das BAG noch 449 neue Fälle gemeldet. Die Zunahme beträgt damit über 80 Prozent.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 34,32 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,45.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 66,8 Prozent. Drei Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Insgesamt wurden gemäss BAG bis am vergangenen Mittwoch 8'312'800 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 7'967'962 Dosen verabreicht. Bis am Montagmorgen wurden 4'004'078 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

In den vergangenen 72 Stunden wurden dem BAG 86'911 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 8'627'251 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 705'765 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 1464 Menschen in Isolation und 2277 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 1070 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren. (sda)
11:58
VPOD gegen Impfpflicht für Pflegepersonal
Die Gewerkschaft VPOD lehnt eine Impfpflicht für das Pflegepersonal ab. Sie zähle keineswegs zu den Impfgegnern. Es ärgere die Beschäftigten aber, als Gruppe bezeichnet zu werden, von welcher Gesundheitsrisiken ausgehen.

Das Gesundheitspersonal sei in der ersten Covid-19-Welle zu längeren Arbeitszeiten als den gesetzlich begrenzen 50 Stunden pro Woche verpflichtet worden, schreibt der VPOD am Montag. Gleichzeitig sei das Schutzmaterial rationiert worden. Tests wurden nicht durchgeführt und das Personal musste sich einem unbekannten Virus aussetzen.

In der zweiten Welle musste das Personal gemäss der Gewerkschaft bei Bedarf zur Arbeit, auch wenn ein positiver Test auf das Coronavirus vorlag. All diese Opfer im Dienste der Allgemeinheit seien von den Behörden nie oder nur in geringem Mass gewürdigt worden.
Aerzte und Pflegende kuemmern sich um einen Patienten in der Abteilung Intensivpflege im HFR Freiburg Kantonsspital, am Donnerstag, 26. November 2020 in Fribourg. Der Patient leidet nicht an einer ansteckenden Erkrankung, deshalb traegt das Pflegepersonal keine spezielle Schutzkleidung. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Bild: keystone

Nun dem Gesundheitspersonal vorzuwerfen, es sei rücksichtslos, habe eine grössere Impfskepsis als der Rest der Bevölkerung und gefährde Patientinnen und Patienten sei irreführend und respektlos,
protestiert der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD). Gerechtfertigte Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Löhnen verhallten seit Jahren ungehört. (sda)
11:57
Luzern ermuntert Betriebe zum Impfen
Im Kanton Luzern sollen vermehrt ganze Betriebe gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Angestellten können neu gemeinsam ins Impfzentrum gehen oder sich im Unternehmen den Impfstoff spritzen lassen, wie der Regierungsrat am Montag mitteilte.

Gemäss dem Communiqué erhofft sich der Kanton von dem neuen Angebot eine höhere Durchimpfung der Bevölkerung. Das Impfen in Gruppen in einem Impfzentrum ist demnach vor allem für Unternehmen mit 20 bis 100 Impfwilligen vorgesehen. Betriebe mit mehr als 60 Impfwilligen können via eine Apotheke oder eine Arztpraxis die Impfungen im Unternehmen selbst durchführen. (sda)
11:48
Zürich war auf Corona-Pandemie nur ungenügend vorbereitet
Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag einen Untersuchungsbericht zum Umgang des Kantons Zürich mit der ersten Phase der Covid-19-Pandemie beraten. Kritisiert wurden die mangelhafte Vorbereitung und einzelne Fehlentscheide. Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie mangelte es im Kanton Zürich – wie in der ganzen Schweiz – an Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln. Mehrere Kantonsrätinnen und Kantonsräte nannten dies in ihren Voten als Beispiel für die schlechte Vorbereitung auf eine Pandemie.
Josef Widler, Praesident der Aerztegesellschaft des Kantons Zuerich, informiert ueber die naechsten Schritte zur Covid-19-Impfung im Kanton Zuerich, aufgenommen am Montag, 11. Januar 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bild: keystone
Josef Widler (Mitte, Zürich), Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich, kritisierte, dass die Ärzte viel zu wenig einbezogen worden seien, obwohl sie bekanntlich bei der Bekämpfung einer Pandemie eine entscheidende Rolle spielen würden. Bei der Beratung des Untersuchungsberichts der «Subkommission Corona» herrschte aber auch Einigkeit darüber, dass man trotz Fehlern insgesamt gut durch die ausserordentliche Lage im Frühjahr 2020 gekommen sei.

Die «Subkommission Corona» präsentierte ihren Bericht bereits im April. Die Aufgabe der Kommission war, das Vorgehen des Kantons und seiner Regierung während der Pandemie zu untersuchen. Der Regierungsrat habe die Lage im Juni 2020 als zu optimistisch beurteilt, hiess es im Bericht. Er habe die Probleme unterschätzt, die sich für eine langfristige Eindämmung der Pandemie gestellt hätten.

Als Beispiel für zu grossen Optimismus erwähnte die Kommission etwa, dass der Regierungsrat nach Ende der ausserordentlichen Lage schnell zurück zum «Regelbetrieb» ging.

Der Corona-Sonderstab wurde bereits im Juni abgeschafft. Dies sei verfrüht gewesen, schreibt die Kommission in ihrem Bericht.
Der Regierungsrat gelangte wenige Wochen später und angesichts steigender Fallzahlen auch zu dieser Ansicht: Der Corona-Sonderstab wurde am 10. Juli, kurz vor den Sommerferien, wieder eingesetzt. (sda)
11:44
Fast ein Viertel der Tessiner hatte Kontakt mit dem Coronavirus
22 Prozent der Tessiner Bevölkerung sind seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen: So lautet Resultat einer gross angelegten Studie im Südkanton.

Auch zwölf Monate nach dem Kontakt mit dem Virus hätten die getesteten Personen im Blut noch Antikörper gegen das Coronavirus aufgewiesen,
erklärte Martine Bouvier Gallacchi, Leiterin Dienst für Gesundheitsförderung und Evaluation des Kantons Tessin am Montag vor den Medien. Das bedeute jedoch nicht, dass diese Personen vor einer Erkrankung geschützt seien, mahnte sie. (sda)
11:26
Viele Neuinfektionen: Wieder Aus fürs Nachtleben in Niederlanden
Wegen einer enorm gestiegenen Zahl an Neuinfektionen haben die Niederlande eine Reihe von Corona-Massnahmen wieder verschärft. Clubs und Discos müssen von Samstag an erneut schliessen. Für Gaststätten ist um Mitternacht Schluss, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mitteilte. Nach nur knapp zwei Wochen bedeutet das wieder das vorläufige Aus fürs Nachtleben.
epa09334933 A view of nightlife in Amsterdam, the Netherlands, early 10 July 2021. Due to a surge in the number of COVID-19 infections in the Netherlands, starting from 10 July until 13 August, the government announced that all restaurants and bars must be closed from midnight to 6am. Discos and nightclubs will close again and live performances and loud music is also prohibited.  EPA/EVERT ELZINGA
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Auch Festivals und andere Grossveranstaltungen ohne feste Sitzplätze, bei denen kein Sicherheitsabstand gehalten werden kann, werden wieder untersagt. «Wir müssen die schnelle Verbreitung des Virus abbremsen», mahnte der Regierungschef. Rutte mahnte seine Landsleute zur Vorsicht.

Zuletzt waren in den Niederlanden rund 7000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert worden – etwa sieben Mal soviel wie in der Vorwoche. Allein in einer Diskothek in Enschede nahe der deutschen Grenze hatten sich 200 Menschen infiziert, vor allem Jugendliche. Der Zugang war nur mit einem negativen Testergebnis möglich. Offenbar gab es aber viele Fälschungen.

Bisher führte die Zunahme der Infektionen zwar nicht zu mehr Patienten in Krankenhäusern. Die Regierung ist jedoch äusserst besorgt, dass das Land erneut den Status eines Risikogebiets bekommt und Urlaubsreisen nicht mehr möglich sind. Die Niederlande hatten zum 26. Juni fast alle Corona-Massnahmen aufgehoben. Das war vielfach als zu schnell und fahrlässig kritisiert worden.

Inzwischen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz bei etwa 94 – doppelt so hoch wie in der Vorwoche. Die Gesundheitsbehörden machen dafür die sehr ansteckende Deltavariante des Virus verantwortlich. Etwa 40 Prozent der niederländischen Bevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft. Zwei Drittel haben zumindest eine Spritze erhalten. (sda/dpa)
10:04
Nidwalden schliesst Ende August kantonales Impfzentrum
Der Kanton Nidwalden schliesst das Anfang Mai in Betrieb genommene Impfzentrum in Stansstad NW Ende August. Er begründet dies damit, dass sich immer weniger Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen würden.

Das Impfzentrum in der Zivilschutzanlage Stansstad ergänzt das weiterhin bestehende Impfangebot in den Nidwaldner Arztpraxen und Apotheken. Es nimmt Anmeldungen noch bis am 23. Juli entgegen und führt noch bis Ende Monat Erstimpfungen durch. Im August wird dann die zweite Dosis verabreicht.

Wie das Gesundheitsamt am Montag mitteilte, war es von Beginn weg so geplant, das Impfzentrum Ende August zu schliessen. Es geht davon aus, dass aufgrund der Anmeldungen die angestrebte Impfquote von 60 bis 70 Prozent bald erreicht sein wird. Zur Zeit haben 58 Prozent der Bevölkerung, die sich theoretisch impfen lassen kann, mindestens die Erstimpfung erhalten.
Eine junge Frau erhaelt im Kinder Impfzentrum des Kinderspitals Zuerich ihre Corona-Impfung, fotografiert am 1. Juli 2021 in Zuerich. Seit dem 28. Juli werden in Zuerich auch 12- bis 15-jaehrige geimpft. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Bild: keystone
Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die Impfmotivation in der nächsten Zeit weiter sinken wird, dies weil viele Impfwillige geimpft seien, die Coronalage sich beruhigt habe und auch viele wegen den Ferien abwesend sein dürften. Dies führe dazu, dass die Betriebsauslastung im personalintensiven Impfzentrum stetig zurückgehe.

Seit Ende Dezember 2020 wurden im Kanton Nidwalden 38'500 Erst- und Zweitimpfungen gegen Covid-19 durchgeführt. Auf das kantonale Impfzentrum entfielen davon rund 12'000 Impfdosen. An Spitzentagen wurden in Stansstad bis zu 280 Impfungen durchgeführt. (sda)
9:24
Stellenabbau beim Aargauer Contact Tracing Center
Der Kanton Aargau reduziert die Zahl der 140 Mitarbeitenden im Contact Tracing Center massiv. Auch bei einem Wiederanstieg der Corona-Fallzahlen werden gemäss Staatskanzlei nur noch etwa 40 bis 80 Mitarbeitende benötigt. Ein Teil der Mitarbeitenden erhält die Kündigung.

Rund 40 Mitarbeitende kündigten von sich aus und orientierten sich sich neu, wie das Gesundheitsdepartement von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (SVP) am Montag mitteilte. Trotzdem bestünden Überkapazitäten, die abgebaut werden müssten.

In Einzelfällen könnten andere Stellen angeboten werden. Für die meisten der Betroffenen werde das nicht möglich sein. Rund 40 Stellen würden aus organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen abgebaut.

Der Abbau soll gemäss Gesundheitsdepartement über die natürliche Fluktuation, interne Stellenwechsel und Kündigungen erfolgen. Für ungefähr 60 Mitarbeitende werde eine Änderungskündigung angestrebt, die einen weiteren Einsatz auf Abruf in anderer Funktion ermögliche.

Das Gesundheitsdepartement bewerkstelligt den Abbau der Überkapazitäten nach eigenen Angaben unter Einhaltung der vertraglichen und gesetzlichen Vorschriften. Die Arbeitsverhältnisse der pandemiebedingt angestellten Personen sind befristet. Das Departement zählt in normalen Zeiten rund 400 Mitarbeitende. (sda)
9:06
Ungeimpfte Belgierin steckte sich mit zwei Varianten gleichzeitig an
Eine 90-jährige Belgierin, die im März am Coronavirus verstarb, hatte sich mit zwei Virusvarianten gleichzeitig infiziert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es gilt als der erste dokumentierte Fall dieser Art.
Medical personnel wearing protective equipment work in the intensive care ward for COVID-19 patients at the MontLegia CHC hospital in Liege, Belgium, Wednesday, April 14, 2021. (AP Photo/Francisco Seco)
Bild: keystone
Er wurde am diesjährigen Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) behandelt und zeigt, dass es möglich ist, sich mit zwei Varianten gleichzeitig anzustecken. Wie die Teilnehmenden des Kongress sagten, habe sich die Frau mit der Alpha und Beta Variante angesteckt, die zuerst in Grossbritannien und Südafrika identifiziert wurden. Es sei möglich, dass sie sich bei zwei verschiedenen Leuten angesteckt habe, so das für die Frau zuständige ärztliche Fachpersonal. Beide Varianten seien im März in Belgien zirkuliert, so die Molekular-Biologin Anne Vankeerberghen gegenüber dem belgischen Sender VRT. «Es ist darum möglich, dass sich diese Frau bei zwei verschiedenen Personen mit zwei Varianten des Virus angesteckt hat. Leider wissen wir nicht, wie es zu den Infektionen gekommen ist», so Vankeerberghen weiter.

Die Frau war nich geimpft. Wie viele EU-Länder, war auch Belgien Anfang 2021 von Lieferverzögerungen der Impfungen betroffen (saw).
6:13
Macron verkündet neue Massnahmen
Angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante in Frankreich verkündet Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache am Montagabend (20.00 Uhr MESZ) neue Schutzmassnahmen. Diese werden am Morgen bei einer Sondersitzung der Regierung beschlossen. Im Gespräch ist vor allem eine Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal.

Die Regierung hatte erst vor rund zweieinhalb Monaten einen Zeitplan für die allmähliche Lockerung der strikten Corona-Beschränkungen vorgestellt. Inzwischen aber ist die Delta-Variante auch in Frankreich auf dem Vormarsch und sorgt für einen rapiden Anstieg der Infektionen. Am Samstag wurden fast 4700 Fälle registriert, nach 3000 Fällen eine Woche zuvor. Der wissenschaftlichen Beirat der Regierung geht davon aus, dass bis zu 95 Prozent der Franzosen immunisiert sein müssen, um die Epidemie in den Griff zu bekommen. (sda/afp)
epa09333689 French President Emmanuel Macron reacts during a joint press conference with Niger's President at the Elysee presidential Palace, in Paris, France, 09 July 2021, following a video summit with leaders of G5 Sahel countries after France's decision last month to reduce French anti-terror troops in West Africa.  EPA/STEPHANE DE SAKUTIN / POOL  MAXPPP OUT
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20:56
Südafrika verlängert strikte Corona-Restriktionen
Aufgrund kontinuierlich hoher Infektionszahlen verlängert Südafrika seine strikten Corona-Beschränkungen für weitere zwei Wochen. Die Ansteckungszahlen blieben angetrieben von der neuen Delta-Variante extrem hoch, begründete Präsident Cyril Ramaphosa die Entscheidung am Sonntagabend in einer TV-Rede.
FILE - In this July 6, 2021, file photo, a health worker prepares a vaccine against COVID-19 in Hammanskraal, South Africa. New infections in South Africa rose to record levels in recent days, part of a rapid rise across the continent, and experts say the surge here has not yet peaked. South Africa reimposed several restrictions, and its vaccination drive is finding its feet after several stumbles. But even as the campaign gathers pace, experts say it's too late to reduce the deadly impact of the current spike. (AP Photo/Alet Pretorius, File)
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Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Hauptstadt Pretoria und Wirtschaftsmetropole Johannesburg, wo sich die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze befindet. Reisen sind dort nur noch geschäftlich erlaubt. Aber auch in anderen Regionen breite sich die Delta-Variante rasant aus, so Ramaphosa.

Die Restriktionen sehen neben nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nach 21.00 Uhr auch ein Alkoholverbot sowie weitgehende Versammlungsverbote im Freien vor. Öffentliche Schulen, die sich derzeit in den Ferien befinden, sollen um eine zusätzliche Woche, bis zum 26. Juli, geschlossen bleiben. Restaurants dürfen hingegen unter strengen Vorgaben wieder öffnen. (sda/dpa)
17:25
Festival der Fotografie in Arles startet mit 14'000 Besuchende
Das Fotografie-Weltfestival in Arles zieht nach seiner Eröffnungswoche mit 14'000 Besucherinnen und Besucher eine positive Bilanz. Das sei eine Renaissance, teilte das Festival am Sonntag mit, das am 4. Juli gestartet ist und noch bis zum 26. September läuft. Die Rencontres d'Arles im südfranzösischen Arles gelten als das grösste Fotofestival weltweit.

Im Vergleich zu 2019, dem Jahr, in dem das Festival mit einem aufwendigen Programm sein 50-jähriges Bestehen feierte, sei damit ein Rückgang an Besuchenden von 26 Prozent zu verzeichnen, hiess es in der Pressemitteilung weiter. Angesichts der Corona-Reisebeschränkungen seien vor allem ausländische Gäste ferngeblieben. Wegen der Corona-Krise war das Festival im vergangenen Jahr ausgefallen.

In Zeiten der Pandemie ein internationales Programm anzubieten, sei eine Herausforderung gewesen, sagte Direktor Christoph Wiesner. (sda/dpa)
15:58
Nach Massenkeulung: Letzte Nerze in Dänemark werden ausgegraben
In Dänemark werden die letzten von Millionen gekeulten und unter die Erde gebrachten Nerzen wieder ausgegraben. Am Montagmorgen werden die letzten Kadaver der getöteten Pelztiere aus ihren Gräbern auf einer Militäranlage nahe Kølvrå in Mitteljütland geholt und zur Verbrennungsanlage gefahren. Wie die zuständige Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen am Sonntag mitteilte, wird das Ausgraben der insgesamt mehr als 13'000 Tonnen schweren tierischen Überreste aus ihren langen Massengräbern damit planmässig beendet.
Buried mink are excavated in a trial excavation for the animals to be incinerated, at a military area close to Noerre Felding, Denmark, on Wednesday May 13, 2021.  Around four million mink were buried at Noerre Felding in the end of 2020 because of fears of coronavirus infections, and the animals will now be exhumed and burnt.(Mikkel Berg Pedersen/Ritzau via AP)
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Die dänische Regierung hatte Anfang November 2020 beschlossen, dass alle rund 15 Millionen Zuchtnerze im Land getötet werden sollen. Als Grund dafür war angeführt worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

Etwa vier Millionen der für ihre Pelze gezüchteten Tiere wurden auf zwei Militäranlagen vergraben, viele traten aber im Zuge des Verwesungsprozesses wieder an die Erdoberfläche.
Heavy machinery is used by members of Danish health authorities, assisted by members of the Danish Armed Forces in disposing of dead mink in a military area near Holstebro, Denmark, Monday, Nov. 9 2020.  Danish mink will be buried in mass graves on military land as the country's incinerators and rendering plants struggle to keep up, the Danish environmental and health authorities announced. Denmark will cull about 17 million mink after a mutated form of coronavirus that can spread to humans was found on mink farms. (Morten Stricker/Ritzau Scanpix via AP)
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Eine Mehrheit der dänischen Parlamentsparteien hatte sich Ende 2020 darauf geeinigt, dass die Nerze wieder ausgegraben und weggeschafft werden, wenn sie kein Infektionsrisiko mehr darstellen. Mit diesen Arbeiten war im Mai begonnen worden. (sda/dpa)
15:22
Immungeschwächte Israelis können dritte Impfung erhalten
Immungeschwächte Personen in Israel können sich von sofort an mit einer dritten Dosis gegen das Coronavirus impfen lassen. Der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz sagte dem Sender Kan am Sonntag, für solche bereits zweimal geimpften Patienten stehe der Impfstoff des Anbieters Moderna zur Verfügung.

Israel hatte bisher fast ausschliesslich Impfstoff des Anbieters Biontech/Pfizer verwendet. Dieser geht jedoch Ende des Monats zur Neige. Regierungschef Naftali Bennett sagte jedoch zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung, er habe sich mit Pfizer-Chef Albert Bourla darauf geeinigt, die nächste Lieferung vorzuziehen. Diese solle nun am 1. August eintreffen.
FILE - In this Jan. 7, 2021 file photo, an Israeli military paramedic prepares a Pfizer COVID-19 vaccine, to be administered to elderly people at a medical center in Ashdod, southern Israel. On Friday, April 23 The Associated Press reported on social media posts that misrepresented a report from doctors in Israel claiming shingles may be a side effect of the vaccine. (AP Photo/Tsafrir Abayov, File)
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Horowitz sagte, das Virus werde «uns noch lange begleiten». Man müsse mithilfe einer «Corona-Routine» einen Weg finden, ohne zu starke Einschränkungen in seinem Schatten zu leben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist zuletzt wieder deutlich gestiegen. Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. (sda/dpa)
13:35
Corona-Skeptiker zum Picknick auf dem Rütli
Über hundert Kritikerinnen und Kritiker der Coronamassnahmen haben sich am Sonntag auf dem Rütli UR zum Picknick versammelt. Als politischen Anlass verstanden sie die Zusammenkunft nicht.

Zum Anlass aufgerufen hatte das «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Coronapolitik». Dieses war auch am zweiten Referendum gegen das Covid-19-Gesetz beteiligt, das am Donnerstag mit 186'000 Unterschriften auf der Bundeskanzlei eingereicht worden war.
Rund 100 Corona-Massnahmenkritiker versammelten sich nach der erfolgreichen Unterschriftensammlung gegen das Covid-19 Gesetz auf dem Ruetli zum Picknick am Sonntag, 11. Juli 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
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12:10
England trotz steigenden Corona-Zahlen zuversichtlich für Öffnungsschritt
Trotz steigender Infektionszahlen hat die britische Regierung signalisiert, an der Aufhebung der verbliebenen Corona-Regeln in England festhalten zu wollen. Er sei «zuversichtlich», dass man mit der nächsten Lockerungsstufe fortfahren könne, sagte der für die britische Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Sonntag dem Sender Sky News. Die britische Regierung entscheidet am Montag über die Aufhebung der verbliebenen Corona-Regeln im grössten Landesteil England zum 19. Juli.
Vaccines minister Nadhim Zahawi speaks during a media briefing on coronavirus COVID-19, in Downing Street, London, Wednesday June 23, 2021. (Tom Nicholson/Pool via AP)
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Die Pandemie sei nicht vorbei, sagte Zahawi zwar. «Wir sehen einen Anstieg der Infektionsraten in diesem Land, aber auch in Europa und anderswo. Der Unterschied für uns ist, dass das Impfprogramm so erfolgreich gewesen ist.» Knapp 87 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Grossbritannien haben bislang ihre erste Impfdosis erhalten, fast 66 Prozent auch schon ihre zweite. (sda/dpa)
10:40
Virologe warnt vor «heissem» Corona-Herbst
«Im Sommer werden wir noch keine grossen Probleme haben, doch bis zum Herbst könnten die Zahlen wieder steigen», sagt der Virologe Volker Thiel im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Thiel, der auch Mitglieder der Covid-19-Task-Force ist, die den Bund berät, findet es beunruhigend. In anderen Ländern, in denen Delta bereits weiterverbreitet ist, sehe man, dass das Infektionsgeschehen zunimmt und sich auf die Nicht-Geimpften überträgt. «Bis jetzt haben sich 60 bis 70 Prozent für die Impfung entschieden. Es ist eine schwierige Frage, wie man mit den anderen 30 Prozent umgeht.» Darum würden die Diskussionen auch moralischer sein als noch im Herbst vor einem Jahr.
Das medizinische Personal haelt ein Tablett in den Haenden mit Spritzen mit dem Comirnaty-Impfstoff fotografiert waehrend einem Besuch von Regierungspraesident Pierre Alain Schnegg in einem Impfzentrum waehrend der Corona-Krise, am Dienstag, 16. Februar 2021, im Spital Emmental in Burgdorf. (KEYSTONE/Anthony Anex)
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10:31
Kinder lernten während Corona nicht schwimmen
Wegen der Corona-Massnahmen haben unzählige Kinder in der Schweiz nicht schwimmen gelernt. Das zeigen Recherchen der «Sonntagseitung». Denn nicht nur in der ersten, sondern auch in der dritten Welle waren vielerorts die Bäder zu. «Zurückgefallen sind dadurch insbesondere jene Kinder, die vor der Krise das Schwimmen fast schon gelernt hatten», sagt Flavio Seeberger Ausbildungsverantwortlicher beim Verband swimsports. Das betrifft vor allem 2., teilweise auch 3. Klässler. «Sie sollten eigentlich im tiefen Wasser schwimmen können. Schaffen tun das aber längst nicht alle.» Seeberger ist besorgt. «Kann ein Jahrgang nur ungenügend schwimmen, ist das ein Sicherheitsproblem», sagt er.
17:29
Kuba lässt selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala zu
Kuba hat dem selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin habe in der Testphase III eine Effektivität von 92,28 Prozent gezeigt, teilte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) am Freitag mit. Damit ist Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte und zugelassene Impfstoff gegen das Coronavirus. «Ein Licht am Ende des Tunnels in diesem langen Wettlauf gegen die Pandemie», schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf Twitter.

Zwar verfügt Kuba über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen. Bislang wurden die Studienergebnisse zu Abdala aber nicht unabhängig geprüft.

Bei Abdala handelt es sich um einen sogenannten Untereinheitenimpfstoff aus aufbereiteten Proteinen des Erregers. Für den vollen Impfschutz werden drei Dosen verabreicht. Neben Abdala entwickelt Kuba derzeit auch noch weitere Impfstoffe gegen Covid-19, darunter das Vakzin Soberana 02.

(sda/dpa)
16:04
Kanzler Kurz will Eigenverantwortung statt Corona-Massnahmen
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will trotz steigender Corona-Infektionen nun auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen. Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: «Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem», sagte er mehreren Regionalmedien wie der «Kleinen Zeitung» (Samstag).

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. «Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert.»
Austrian Chancellor Sebastian Kurz arrives for an EU summit at the European Council building in Brussels, Thursday, June 24, 2021. At their summit in Brussels, EU leaders are set to take stock of coronavirus recovery plans, study ways to improve relations with Russia and Turkey, and insist on the need to develop migration partners with the countries of northern Africa, but a heated exchange over a new LGBT bill in Hungary is also likely. (John Thys, Pool Photo via AP)
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Der österreichische Bundeskanzler, Sebastian Kurz.
Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz. Durch den Fortschritt bei Impfungen, das Tragen von Masken und Massentests sei die Lage nicht mit dem vorigen Sommer vergleichbar.

In Österreich wurden Anfang Juli Abstandsregeln aufgehoben und die Nachtgastronomie sperrte wieder auf. Seitdem ist die Sieben-Tage-Inzidenz von sieben auf zehn gestiegen. Gesundheitsexperten erwarten wegen der ansteckenderen Delta-Variante eine vierte Infektionswelle.

(sda/dpa)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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